Skip to main content
Sonntag, 19. Mai 2019

Silberschatz im Meer gefunden: Deutsches U-Boot versenkte ihn im Zweitem Weltkrieg

Jetzt wissen wir, wie viel 43 Tonnen pures Silber, das am Meeresboden eines von der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg versenkten Handelsschiffes lagerte, wert sind: Rund 31 Mio. Euro. Insgesamt 1.203 Barren versenkte in den 40er Jahren ein deutsches Kampf-U-Boot. Besitzer waren die Briten – wer sonst?

In gigantischen 4.700 Metern Tiefe vor der Küste Irlands hob nun die US-Gesellschaft Odyssey Marine Exploration die ersten 1.203 Barren des märchenhafte Silberschatz. Es gibt Spekulationen, wonach weitere 170 Tonnen Silber in dunkler Tiefe lagern.

Wie immer begleiten geborgene Schiffe oder Schätze mystische Geschichten. So viel ist bislang bekannt: Zum Torpedo-Abschuss durch das deutsche U-Boot kam es wohl im eiskalten Februar 1941. Bei dem britischen Schiff handelte es sich um die SS Gairsoppa, einem 412 Fuß langem stahlummanteltem Cargo-Koloss. Im Zweiten Weltkrieg galt in Britannien die Regel:

Handelsschiffe mussten sich versichern für den Fall, dass es von einem deutschen U-Boot abgeschossen wurde. Die Reederei bekam dann Schadensersatz. Es heißt, der nun gefundene versenkte Silberschatz sei im Jahr 1941 mit der damaligen gigantischen Summe von 325.000 Britischen Pfund versichert gewesen. Geld, das also die Reederei bekommen hatte.

Dass die Bergung des Schatzes nicht einfach war, das räumt Greg Stemm, Odyssey Chief Executive Officer, ein. Er wird mit den Worten zitiert, dass das Schiff ungefähr drei Meilen vor den schwierigsten Gewässern des Nord-Atlantik gelegen habe, was die Operation sehr aufwendig gemacht habe.

Das Schiff mit dem Schatz habe sich auf dem Weg aus der von den Briten jahrzehntelang ausgebeuteten Kolonie Indien nach Britannien befunden. Weltweit haben die Briten unzählige Staaten ausgebeutet, Hunderte Millionen Menschen während ihrer Kolonial-Terror-Herrschafta geknechtet. Zwar brüsten sich die Briten gerne ihres „Commonwealth“. Doch was viele nicht wissen: Würden die Briten Mitglieds-Ländern nicht jährlich Milliarden Pfund überweisen, wäre auch das längst Geschichte.

80 Prozent des geborgenen Schatzes darf die bergende Gesellschaft Odyssey Marine Exploration selbst behalten. Diese Regelung beruht auf einem Vertrag mit dem „UK Department for Transport“. Das Unternehmen mit Sitz in Tampa, Florida, gilt weltweit als unbestrittener Champion im Bergen von Schätzen aus Weltmeeren.

So schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage: „No one knows shipwrecks better than our world-class team of researchers, scientists, technicians and archaeologists. We search the oceans of the world for treasures and artifacts once thought lost forever, so you can share in our amazing discoveries.“



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch"

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]