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Donnerstag, 23. Januar 2020

ZDF Auslandsjournal über Morde in Honduras / Rechtsstaat gibt es dort nicht

Das ZDF Auslandsjournal (Moderation: Theo Kroll) berichtete am Mittwoch ausführlich über zahlreiche Morde in Honduras in Lateinamerika. Begonnen habe es mit einem Regierungsputsch in Honduras vor drei Jahren. Bis heute seien die Putschisten nicht belangt worden. Immerhin wurde der Putschistenführer auch der neuen Präsident von Honduras. Nirgends sei die Gefahr ermordet zu werden, so groß wie in Honduras, berichtet das ZDF Auslandsjournal.

Die Mörder würden in Honduras vor nichts halt machen. Selbst Kinder und Jugendliche würden von den kriminellen in Honduras ermordet. Oft würde in ganzen Stadtvierteln jeden Tag und jede Nacht gemordet. Dabei würde zwar die Polizei die Leichen offen der Bevölkerung auf der Straße präsentiert, um einen Abschreckungseffekt zu erzielen und auch zu zeigen, man täte etwas.

Aber das bringe nicht viel. Als Grund für die Kriminalität wird die Armut genannt, aber auch die völlige Gesetzlosigkeit in Honduras. So würden beispielsweise 95 Prozent der Frauenmorde nie aufgeklärt. Auch Morde an Journalisten blieben komplett ohne Folgen. Alleine 16 Journalisten seien in den vergangenen eineinhalb Jahren in Honduras ermordet worden, berichtet das ZDF Auslandsjournal, welches von Theo Kroll moderiert wird. Es gäbe keine Gerichts-Prozesse nach einem Mord, keine Gerechtigkeit. Das ermuntere zu noch mehr Gewalttaten.

Vor allem viele arme Jugendliche würden den Kriminalitätsbanden in die Arme getrieben, heißt es in der ZDF-Reportage weiter. Nicht immer seien dabei Drogengeschäfte im Zentrum der Gangs. Oft sei es einfach nur die Lust am Morden. Doch viele Menschen in Honduras würen nicht nur umgebracht, sondern auch erpresst oder entführt. Honduras gehöre deshalb zu den unsichersten Ländern der Welt. Heißt: Touristen und Reisende, auch Geschäftsleute, sollten sich zwei Mal überlegen, ob sie wirklich ausgerechnet nach Honduras reisen möchten.



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