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Sonntag, 24. Juni 2018

CNN-Interview mit iranischem Präsident Mahmoud Ahmadinejad: Wie CNN Moderator Dr. Fareed Zakaria peinlich versagt

Dass der amerikanische TV-Sender CNN öfters mal Tatsachen aus Krisengebieten so hinbiegt, wie es in die US-Brille passt, ist bekannt. Dass aber ein CCN-Moderator wie Dr. Fareed Zakaria in seiner Sendung GPS sogar im Interview mit dem Präsidenten des Iran, Mahmoud Ahmadinejad (auch geschrieben als „Mahmud Ahmadinedschad“ oder persisch ‏محمود احمدینژاد‎), nicht vor dem Verbreiten von Unwahrheiten zurückschreckt, ist neu und peinlich.

Im CNN-Interview mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad behauptet der CNN Moderator Fareed Zakaria, die derzeit in Syrien gezählten 20.000 Toten gingen (ausschließlich) auf das Konto der syrischen Regierung. Er wolle nun vom Iranischen Präsidenten wissen, was er dazu sage.

Dabei erstaunt, dass CNN komplett unterschlägt, dass Tausende der 20.000 geschätzten Toten des syrischen Bürgerkriegs auch auf das Konto der islamischen terroristisch agierenden „Freien Syrischen Armee“ gehen. Doch bei CNN-Moderator Zakaria klingt das ganz anders: Die syrische Regierung habe die 20.000 Toten auf dem Gewissen, nur der syrische Präsident habe mit seiner Regierung Massaker an der Zivilbevölkerung sowie Massenmord begangen.

Kein Wort auch davon, dass die syrische Regierung sich gegen Angriffe der „Freie Syrischen Armee“ verteidigt und es primär in diesen Verteidigungs-Handlungen zu Toten an der Zivilbevölkerung kommt. Dass CNN das alles unterschlägt, ist letztlich nachvollziehbar. So gilt der „Nachrichtensender“ CNN – einige sagen auch „Kriegspropanda-Sender“ – als US-Regierungsnah. Die USA unterstützen die syrische Opposition, also auch die „Freie Syrische Armee“, bislang mit rund 219 Mio. US-Dollar.

Immerhin reagierte der umstrittene Präsident des Iran, Mahmoud Ahmadinejad, im CNN-Interview auf die offensichtlich medial verbreiteten Unwahrheiten von CNN souverän – indem er gar nicht direkt darauf einging. Stattdessen sagt er bemerkenswerter Weise, der Iran unterstützte freie demokratische Wahlen in Syrien und verurteilte Gewalt, „wie überall auf der Welt“. Gewalt mache ihn „traurig“.

Iran habe noch niemals einen Angriffskrieg geführt, Israel sei ein historischer Fehler

Interessant sind in dem CNN-Interview auch die Äußerungen von Ahmadinejad zum Atomprogramm des Iran: Noch niemals habe der Iran in seiner Geschichte einen Angriffskrieg geführt und sehe Krieg nur als Mittel der Verteidigung an.

Auch zu Israel nimmt Ahmadinejad Stellung. Leider nutzt er aber nicht die Chance sein angebliches Statement aus dem Weg zu räumen, wonach er mehrmals gesagt habe, Israel müsse von der Landkarte ausradiert werden. Dafür hört man aber zwischen den Zeilen, dass er das nicht militärisch meinte, sondern geschichtlich.

So sagte Ahmadinejad: Der jetzige israelische Staat sei eine künstliche Schaffung gewesen, mit der man den dort ansässigen Mio. Arabern Unrecht getan habe. Gleichzeitig verneinte er aber, dass er ein Problem mit Juden oder Christen habe. Im Gegenteil: Auch im Iran lebten seit vielen Jahrhunderten Juden und Moslems friedlich zusammen. Was ihn aber störe, sei, dass im jetzigen Israel Juden lebten, die nachträglich von überall auf der Welt das Land besetzt hätten und die Araber einfach von ihrem Grund und Boden verdrängt hätten. Das sei ein historischer Fehler.

Auf die Frage von CNN-Moderator Fareed Zakaria ob der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad denn verstehen könne, dass sich der Westen, besonders die USA, Sorgen machten, wenn er sich so negativ über Israel äußere und gleichzeitig an einem Atomprogramm arbeite, sagte Ahmadinejad, es sei nicht der Westen generell, der sich Sorgen mache, sondern einige West-Politiker, besonders aus den USA.

Doch der Iran – so auch er – würden die Menschen lieben und jeder (egal ob Moslem oder Jude) sei gleich. Die Iraner seien Freunde von jedem anderen Volk. Niemand müsse vor dem Iran zittern, auch die Amerikaner nicht, versicherte Ahmadinejad im CNN-Interview. Seite Zwei Artikel unten klicken.

Beim Stichwort Sanktionen des Westens gegen den Iran, sagt Ahmadinejad: „Was haben denn die West-Regierungen dem Iran konkret angetan? Schadet uns das wirklich? Nein..“ Der Iran, behauptet Ahmadinejad, sei in einer guten wirtschaftlichen Lage und sei immer noch wirtschaftlich das 17. größte Land auf dem Globus.

Zudem hätten die Iraner gelernt mit den West-Sanktionen zu leben. Die Iraner wüssten aber auch, dass es nicht Sanktionen des gesamten Westens gegen die iranische Nation seien, sondern Sanktionen einiger mächtiger Politiker im Westen, die aber nicht unbedingt das täten, was das Volk im Westen auch wolle: „Fragen sie doch mal ihre eigenen Bürger auf den Straßen von New York, was sie vom Iran halten“, insistiert Ahmadinejad im CNN-Interview.

Ebenso weist Ahmadinejad die Behauptung des CNN-Moderators zurück, wonach die iranische Wirtschaft seit den im Juli 2012 verschärften Öl-Sanktionen sich nun im „Chaos“ befinde. So sagte der iranische Präsident im CNN-Interview: „Wer glaubt, dass Sanktionen den Iran auf die Knie bringen, der irrt. Wir haben gelernt damit zu leben. Auch wenn wir es nicht möchten. Wir haben mit über 180 Nationen enge Beziehungen. Die USA sind nicht die einzige Nation auf der Welt, die es gibt. Die Zeiten der Repressionen der USA gegen die Welt sind vorbei.“

Die Krönung der Peinlichkeit wird es im CNN-Interview mit dem Präsidenten des Iran, als der CNN-Moderator Dr. Fareed Zakaria indirekt dem iranischen Präsidenten mit einem Einreiseverbot nach New York droht. So stellte er suggestiv in den Raum: „Sie möchten doch auch gerne mal wieder nach New York kommen, die Stadt, die sie so gerne haben?“. Doch auch auf diese Provokation entgegnet Mahmoud Ahmadinejad nüchtern: Er liebe New York, vor allem die amerikanischen Bürger in New York, sei aber vor allem wegen der UNO aktuell nach New York gekommen.

Problematisch bleibt, dass Israel sich Sorgen um seine eigene staatliche Sicherung macht und dass der Präsident des Iran sich nicht dazu überwinden konnte, das mittlerweile historisch bedingte Existenzrecht Israels im Interview klarzustellen. Gleichzeitig schuldet Israel der Welt, dass endlich die Palästinenser ebenfalls einen eigenen Staat erhalten und Israel seine willkürliche brutale Besatzungspolitik gegenüber den Millionen arabischen Palästinensern beendet. Es scheint jedoch so zu sein, dass das eine – ein iranisches Entgegenkommen zu Israel – ohne das andere, einen eigenen palästinensisch-arabischen Staat, nicht zu haben ist. Artikel zum Thema klicken: Palästinenser kritisieren Israel wegen willkürlicher Verhaftungen und Tötungen



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