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Freitag, 01. November 2019

50.000 Tote: Mexikos Drogenlord Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell erschossen?

In Mexiko ist möglicherweise einer der prominentesten Drogenlords, Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell (bekannt auch als Cártel del Golfo y Los Zetas), in einer militärischen Aktion der Regierung erschossen worden. In Mexiko tobt seit Jahren ein brutaler Drogenkrieg mit tausenden Toten. Lazcano gilt als einer der Gründer und einer der Verantwortlichen des bekannten mittel- und südamerikanischen Drogenkartells Los Zetas. Als ein weiterer Führer des Los Zetas-Drogenkartells gilt Miguel Angel Trevino Morales.

Während seiner sechs jährigen Herrscherzeit soll es unter dem nun vermutlich verstorbenen Lazcano rund 50.000 Tote, hervorgerufen durch den tobenden Drogenkrieg, alleine in Mexiko gegeben haben. Unter anderem wirft man Lazcano vor, er sei an der Ermordung des mexikanischen Zeitungs-Chefredakteurs Francisco Ortiz Franco im Jahr 2004 möglicherweise beteiligt gewesen. Die USA hatten 5 Mio. US-Dollar auf die Ergreifung von Heriberto Lazcano ausgerufen. Mexiko hatte noch einmal 2,3 Mio. Dollar drauf gelegt.

Der organisierten Kriminalität ist in Mexiko wie in vielen mittel- und südamerikanischen Ländern, kaum mehr beizukommen, wenngleich die Hauptstadt Mexiko City als recht sicher gilt.

Derzeit wartet die Navy, genauer das Secretaria De Marina Mexicana, die forensischen Untersuchen ab. Aber man gehe davon aus, dass es sich bei dem nun gefundenen Leichnam um den berühmt berüchtigten Drogenboss handeln könnte. Sein Spitzname sei, berichten zumindest amerikanische Zeitungen: „The Executioner“ oder auf deutsche „Der Hinrichter“.

Etwas voreilig feiert Mexiko die mögliche Tötung des gefürchteten Drogenbosses als großen Sieg im Kampf gegen die Drogenkartelle. Doch schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass ihnen seit Jahrzehnten nicht beizukommen ist. Das liegt auch daran, dass gerade im Westen so viele Drogen konsumiert werden wie noch nie.

Die mögliche staatliche Hinrichtung des Drogenbosses soll in Progreso durchgeführt worden sein. Das liegt rund 125 Kilometer westlich der Grenze des US-Bundesstaates Texas. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die USA mit ihren unbemannten Kriegsflugzeugen, die Drohnen, an der Hinrichtung beteiligt gewesen sind – wenn nicht durch direkte militärische Angriffe, so doch möglicherweise durch Foto-Nahaufnahmen, die den Mexikanern Hinweise zum Aufenthaltsort des Los Zetas-Drogenkartell-Bosses gegeben haben. Doch das sind bislang alles Gerüchte. Die USA veröffentlichen solche Hilfsstellungen auch in der Regel nicht.

Schon vor kurzem sei von den mexikanischen Behörden möglicherweise ein anderer mutmaßlicher Drogen-Verantwortliche, Ivan Velazquez Caballero, auch bekannt als El Taliban oder Z50, festgesetzt worden. Auch hier warte man derzeit noch auf die forensischen Untersuchungsergebnisse, teilte Mexiko mit.

Als weiteres Mitglied der mexikanischen Drogen-Mörderbande habe man kürzlich zudem Salvador Alfonso Martinez Escobedo festgenommen. Ihm wird die Beteiligung an einem Killerkammando im Bundesstaat Tamaulipas vorgeworfen mit 72 Toten.

Mexiko gilt auch bei deutschen Touristen als ein beliebtes Reiseland. Allerdings sollten unbedingt vor Reisestart einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Insbesondere sollten Regionen, in denen der Drogenkrieg tobt, möglichst nicht bereist werden.

Homepage Mexikanische Marie: semar.gob.mx/sitio_2/



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