Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

50.000 Tote: Mexikos Drogenlord Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell erschossen?

In Mexiko ist möglicherweise einer der prominentesten Drogenlords, Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell (bekannt auch als Cártel del Golfo y Los Zetas), in einer militärischen Aktion der Regierung erschossen worden. In Mexiko tobt seit Jahren ein brutaler Drogenkrieg mit tausenden Toten. Lazcano gilt als einer der Gründer und einer der Verantwortlichen des bekannten mittel- und südamerikanischen Drogenkartells Los Zetas. Als ein weiterer Führer des Los Zetas-Drogenkartells gilt Miguel Angel Trevino Morales.

Während seiner sechs jährigen Herrscherzeit soll es unter dem nun vermutlich verstorbenen Lazcano rund 50.000 Tote, hervorgerufen durch den tobenden Drogenkrieg, alleine in Mexiko gegeben haben. Unter anderem wirft man Lazcano vor, er sei an der Ermordung des mexikanischen Zeitungs-Chefredakteurs Francisco Ortiz Franco im Jahr 2004 möglicherweise beteiligt gewesen. Die USA hatten 5 Mio. US-Dollar auf die Ergreifung von Heriberto Lazcano ausgerufen. Mexiko hatte noch einmal 2,3 Mio. Dollar drauf gelegt.

Der organisierten Kriminalität ist in Mexiko wie in vielen mittel- und südamerikanischen Ländern, kaum mehr beizukommen, wenngleich die Hauptstadt Mexiko City als recht sicher gilt.

Derzeit wartet die Navy, genauer das Secretaria De Marina Mexicana, die forensischen Untersuchen ab. Aber man gehe davon aus, dass es sich bei dem nun gefundenen Leichnam um den berühmt berüchtigten Drogenboss handeln könnte. Sein Spitzname sei, berichten zumindest amerikanische Zeitungen: „The Executioner“ oder auf deutsche „Der Hinrichter“.

Etwas voreilig feiert Mexiko die mögliche Tötung des gefürchteten Drogenbosses als großen Sieg im Kampf gegen die Drogenkartelle. Doch schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass ihnen seit Jahrzehnten nicht beizukommen ist. Das liegt auch daran, dass gerade im Westen so viele Drogen konsumiert werden wie noch nie.

Die mögliche staatliche Hinrichtung des Drogenbosses soll in Progreso durchgeführt worden sein. Das liegt rund 125 Kilometer westlich der Grenze des US-Bundesstaates Texas. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die USA mit ihren unbemannten Kriegsflugzeugen, die Drohnen, an der Hinrichtung beteiligt gewesen sind – wenn nicht durch direkte militärische Angriffe, so doch möglicherweise durch Foto-Nahaufnahmen, die den Mexikanern Hinweise zum Aufenthaltsort des Los Zetas-Drogenkartell-Bosses gegeben haben. Doch das sind bislang alles Gerüchte. Die USA veröffentlichen solche Hilfsstellungen auch in der Regel nicht.

Schon vor kurzem sei von den mexikanischen Behörden möglicherweise ein anderer mutmaßlicher Drogen-Verantwortliche, Ivan Velazquez Caballero, auch bekannt als El Taliban oder Z50, festgesetzt worden. Auch hier warte man derzeit noch auf die forensischen Untersuchungsergebnisse, teilte Mexiko mit.

Als weiteres Mitglied der mexikanischen Drogen-Mörderbande habe man kürzlich zudem Salvador Alfonso Martinez Escobedo festgenommen. Ihm wird die Beteiligung an einem Killerkammando im Bundesstaat Tamaulipas vorgeworfen mit 72 Toten.

Mexiko gilt auch bei deutschen Touristen als ein beliebtes Reiseland. Allerdings sollten unbedingt vor Reisestart einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Insbesondere sollten Regionen, in denen der Drogenkrieg tobt, möglichst nicht bereist werden.

Homepage Mexikanische Marie: semar.gob.mx/sitio_2/



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Hamas ruft Palästinenser zur Mäßigung wegen Trumps Jerusalem Provokation auf und zur Umsetzung des Kairoer Abkommen von 2011

Donald Trump versucht einmal mehr, die arabische und westliche Welt weiter zu spalten. So gießt er nun kurz vor Weihnachten 2017 erneut kräftig Öl ins Feuer: Er ernennt Jerusalem offiziell zur israelischen Hauptstadt. Vornehmen ausgedrückt wird dies damit umschrieben, man „anerkenne“ Jerusalem als israelische Hauptstadt. Das Politbüro der Hamas-Partei forderte die Palästinenser auf, die Araber sollten sich nicht provozieren lassen […]

Samstag, 25. November 2017

235 Tote bei Anschlag in Ägypten auf Kindergarten Moschee

Ägypten trauert: Bei einem islamistisch-fanatischen Terroranschlag kamen in Ägypten auf dem Sinai 235 Menschen ums Leben. Weitere 109 wurden zum Teil schwerst verstümmelt. (1) Einige sagen, damit hätten die arabischen Verbrecher, die das getan haben, die ägyptische Regierung vorführen wollen. Andere sehen einfach nur das Böse, Verbrecherische am Werk. Die Bomben wurden sicher nicht zufällig in einer Moschee gezündet, die […]

Donnerstag, 05. Oktober 2017

59 Tote +++ Bruder von Las Vegas Massenmörder will 1 Mio. Dollar für Operfamilien sammeln

Der Bruder des Las Vegas-Massenkillers Stephen Paddock erklärte, er wolle eine Millionen US-Dollar für die Opferfamilien des Vegas Massakers sammeln. 1 Millionen US-Dollar entsprechen derzeit umgerechnet 850.000 Euro. In einem Angriff aus dem 32. Stock des berühmten Mandalay Bay Hotels im Wüsten-Spielerparadies Las Vegas hatte der US-Bürger Paddock mehr Menschen umgebracht, als jemals in einem Terrorangriff in den USA in […]

Dienstag, 01. August 2017

Escorts in Südafrika: Klauen und die Polizei tut nichts

Wer in Südafrika bestohlen wird, darf sich keine Hoffnung machen, dass die Polizei in Südafrika ernsthaft ermittelt. Selbst dann nicht, wenn man von dem Täter oder der Täterin Fotos und die Handynummer hat. Besonders dreist und schlimm sei es am Kap mit Escort-Services, erzählt uns ein Deutscher: Sowohl weibliche Escorts wie männliche Escorts sähen Kunden als willkommene Diebstahls-Opfer an. Mal […]

Dienstag, 09. Mai 2017

Lasst Air Berlin Konkurs gehen und erlöst uns von ständigen Flugausfällen

Kommentar – Wer mit Air Berlin reist, erlebt was. Nur oft leider nicht das, was er erhofft hat. Wir haben Dienstagsfrüh den 9. Mai 2017 gegen 8.30 Uhr. Am kaum besetzten AirBerlin-Ticketschalter in der Nähe von Gate A1 am Flughafen Berlin-Tegel ist mal wieder eine Menschenschlange. Die meisten der Rollläden am Schalter sind heruntergezogen. Nur zwei Mitarbeiter können wir erspähen. […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*