Immer öfters hört man solche Schlagworte: Scharia konformes Banking, Scharia konforme Finanzindustrie, islamic Banking, Scharia konforme Finanzprodukte oder sogar Scharia konforme Fonds. Letztlich bedeutet das mehr oder weniger alles das gleiche. Es geht darum, dass in islamischen Ländern wie Dubai, Malaysia, Indonesien, der Türkei oder Abu Dhabi kein Geschäft durchgezogen werden darf – zumindest von den gläubigen Moslems – das sich nicht mit der Scharia, also der obersten islamischen Lehre, vereinbaren lässt. Darüber schreibt jetzt das Online-Magazin netz-trends.de in einem ausführlichen Artikel, der auf eine Dokumentation des TV-Senders 3sat zum Thema eingeht („Vom Bazar an die Wall Street: Einblicke in das islamische Finanzsystem“ bzw. „Ohne Zins ins Paradies: In Südostasien boomt das Islamic Banking“).

Beispielsweise, schreibt netz-trends.de, sei es verboten, Geld gegen Zins zu verleihen. Ein Darlehen an einen Dritten zu geben und es mit einem Aufpreis zurückzuverlangen, ist also nicht Scharia-Konform. Ausnahme: Es wird lediglich eine Bearbeitungsgebühr verlangt für das Geldausleihen. Möglich sei auch, dass beispielsweis on top zum zurückbezahlten Betrag ein weiterer Finanzbetrag an den Geldgeber bezahlt wird, sofern garantiert ist, dass dieser zusätzliche Betrag umgehend wieder investiert wird – am besten in ein konkretes Projekt.

 

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