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Dienstag, 26. Mai 2020

Abzocke bei MLP und Heidelberger Leben in Fondsgebundener Lebensversicherung – netz-trends.de berichtet

Die Abzocke hat beim Finanzdienstleister MLP (MLP Finanzdienstleistungen AG) im Verbund mit der von MLP gerne vermittelten Heidelberger Lebensversicherung AG (Heidelberger Leben) System. Das schildert jetzt das Online-Magazin netz-trends.de in einem ausführlichen Bericht anhand eines Verbrauchers, konkret des Wirtschaftsingenieurs Jens Z.

Er hatte sich von MLP, also der MLP Finanzdienstleistungen AG, seit 1997 insgesamt drei Fondsgebundene Lebensversicherungen der „Heidelberger Lebensversicherung AG“ (Heidelberger Leben) andrehen lassen und dort im Laufe von rund 15 Jahren für seine Altersvorsorge rund 103.000 Euro einbezahlt. Doch hatten in 15 langen Jahren der privaten Altersvorsorge-Ansparungen die von der MLP vermittelte Heidelberger Leben nur lächerliche rund 71.000 Euro für die Altersvorsorge angelegt, dafür aber rund 30 Prozent (32.000 Euro!) an angeblichen „Kosten“ abgezockt. Insgesamt hatte der MLP-Kunde rund 107.000 Euro an die Heidelberger Leben für die „Fondsgebundenen Lebensversicherungen“ überwiesen, die er jetzt komplett gekündigt hat. Davon waren aber rund 4000 Euro in die Risikolebensversicherung abgezweigt worden.

Die angeglichen „Kosten“ in Höhe von rund 32.000 Euro, die angeblich in rund 15 Jahren enstanden seien, dürften aber letztlich vor allem Gewinn für MLP (hohe Versicherungs-Vermittlungs-Provision) und die Heidelberger Lebensversicherung AG sein. Die Unternehmen verdienen mit dieser Abzocke jährlich Millionen Euro. Denn nicht nur waren im Beispiel von netz-trends.de die Kosten enorm hoch, sondern auch die in bis zu 15 Jahren erzielte Rendite des Versicherungsnehmers mit rund 2,8 Prozent niedrig wie auf einem Sparbuch. Nach dem Motto: Wie die Performance der Kunden-Versicherungen ist, ist doch egal, Hauptsache wir können ihnen in die Tasche greifen und die Verbraucher ausnehmen wie Weihnachtsgänse.

Notbremse um Abzocke durch Heidelberger Leben und MLP zu stoppen

Nicht herausreden kann sich die traditionell von der MLP Finanzdienstleistungen AG gerne vermittelte Heidelberger Lebensversicherung AG auch mit der circa sechs Jahre währenden Weltwirtschaftskrise, da die Verträge des von netz-trends.de geschilderten privaten Altersvorsorge-Sparers (die er jetzt alle gekündigt hat) erheblich länger liefen und sich seine Fondsgebundene Lebensversicherungen im September 2012 hat auszahlen lassen, als der Aktienbarometer DAX bereits wieder fast Vorkrisen-Niveau erreicht hatte. Für den Verbraucher war die Kündigung aller Verträge seiner Altersvorsorge, die er über MLP abgeschlossen hatte, eine „Notbremse, da die Abzocke von Heidelberger Leben und dem Provisionsnehmer MLP ja auch nach 15 Jahren aus meiner Sicht und Erfahrung kein Ende gehabt hätte“.

Wichtige Hauptaktionäre bei MLP sind nach Angaben von wikipedia Manfred Lautenschläger sowie seine Frau Angelika Lautenschläger. MLP, aber auch die Heidelberger Lebensversicherung AG, stehen zunehmend in der Kritik, der Wirtschaftsingenieur ist kein Einzelfall, berichtet netz-trends.de. Zum kompletten Abzock-Skandal inklusive einer Tabelle, die das Abzocksystem exemplarisch an Hand dreier MLP-Altersvorsorge-Verträge mit Heidelberger Leben darstellt HIER klicken.



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