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Mittwoch, 19. September 2018

Trotz Staats-Abzocke: Lufthansa gelingt durch Töchterunternehmen Gewinn

ILA 2012 - Airbus A380-800

Trotz der Staatsabzocke durch die Bundesregierung aus CDU und FDP unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (Stichwort Zusatz-Abzock-Steuer „Luftverkehrsabgabe“ bzw. der neuen „Luftverkehrssteuer“ in Höhe von einer Mrd. Euro im Jahr) gelingt der Lufthansa AG im abgelaufenen Quartal ein Gewinn. Analysten sind positiv überrascht, liegt er doch mit 648 Mio. Euro deutlich über den von Börsenfachleuten geschätzten 522 Mio. Euro. Auch der Umsatz kletterte auf 8,3 Mrd. Euro.

Allerdings belastet nach wie vor die Abzocksteuer des Bundes, die sogenannte „Flugverkehrssteuer“, welche seit gut zwei Jahren zusätzlich zu sonstigen Abgaben, Steuern und Gebühren von den Reisenden zu erbringen ist, auch bei der Lufthansa erheblich das Ergebnis. Die Rede ist von rund 600 Mio. Euro im Jahr. Geld das bei steigenden Kerosinkosten dringend im weltweiten Wettbewerb in der Luftfahrtindustrie für den Ausbau der Flotten gebraucht würde, jetzt aber als Zwangsabgabe dem Staat abgedrückt werden muss.

Viele Airlines konnten die neue und weitere „Luftverkehrssteuer“ aber nicht ohne weiteres an die Fluggäste als Kosten weitergeben. Grund: Die Konkurrenz vor allem staatlich subventionierter Airlines, wie Qatar Airways oder Emirates, übernehmen im lukrativen Langstreckengeschäft immer weitere Marktanteile von Lufthansa, aber auch der Swiss und vielen anderen europäischen Airlines. So ist die Gewinnmarke der Swiss bereits auf rund 2,5 Prozent Rendite gesunken von einstmals 9 Prozent – innerhalb von nur vier Jahren. Noch ein Prozentpunkt weniger und die Finanzierung von neuen Flugzeugen ist fast nicht mehr möglich, warnte kürzlich die Swiss vor Touristikern auf einer Messe in Zürich.

Dass die Lufthansa nun doch einen recht guten Gewinn ausweisen kann, liegt wohl überwiegend an der starken Ertragskraft von Lufthansa-Bodendienstleistungen wie der Lufthansa Technik, IT und Catering-Sparte LSG Sky.
Gleichzeitig fährt die Lufthansa ihr Sparprogramm Score, das rund eine Mrd. Euro Einsparungen erbringen soll. Die Sparanstrengungen wolle man sogar noch erhöhen.



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