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Freitag, 01. November 2019

Luftverkehrssteuer: Bundesregierung zockt weiter Reisende mit 1 Mrd. Euro ab / Lufthansa und Air Berlin werden ins Minus gedrückt

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Die Bundesregierung aus CDU und FDP zockt weiter Reisende mit der Luftverkehrssteuer, beziehungsweise Luftverkehrsabgabe, kräftig ab. Am Donnerstag wurde die Luftverkehrssteuer auch für das nächste Jahr beschlossen. Schon heute belastet die Steuer der Bundesregierung die Reisenden mit circa 1 Mrd. Euro mehr im Jahr. Dass alleine die Lufthansa wegen der Luftverkehrssteuer mit circa 300 Mio. Euro zur Kasse gebeten wird, stört die dick verdienenden Herren und Damen im Bundestag nicht.

So flogen in den vergangenen Jahren oder fliegen auch heute noch vom Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) über FDP-Dampfplauderer Rainer Brüderle (FDP) bis hin zu Herta Däubler-Gmelin (SPD) alle möglichen Bundestagsabgeordneten (oder Bundestagsabgeordneten a.D., wie Däubler-Gmelin) gerne auch in der Business-Class der Lufthansa.

Der Steuerzahler zahlt oder zahlte (im Falle von Däubler-Gmelin) ja eh ihr Salär, das gerne als „Diät“ bezeichnet wird, in Wirklichkeit aber längst nicht mehr mit „schlank“ in Verbindung zu bringen ist. So sind EU-Abgeordnete nach einer Legislaturperiode bereits Einkommensmillionäre. Bei solchen Gehältern kann man sich auch eine weitere steuerliche Belastung der Bürger und Unternehmen leisten.

Doch für die Normalverdiener, die auch mal fliegen möchten, reist die Luftverkehrssteuer, auch Luftverkehrsabgabe genannt, längst starke deutliche Löcher in das bei vielen schmale Reisebudget. So kassiert der Staat bis zu über 42 Euro mehr an Steuern pro Strecke. Innerdeutsch sind es pro Strecke 8,90 Euro (inkl. MwSt.). Für Hin- und Rückflug beispielsweise von Hamburg nach München sind also zusätzlich rund 18 Euro an den Staat zu überweisen.

Bei Mittelstreckenflüge – beispielsweise nach Österreich oder Italien – zockt der Staat pro Passagier weitere 23,43 (inkl. MwSt.) ab. Richtig teuer wird es bei Intercontinentalflügen – da sind 42,18 Euro zusätzlich pro Passagier an den Staat zu überweisen.

Zwar ist die Luftverkehrssteuer nun etwas niedriger als bei Einführung der Luftverkehrsabgabe im Jahr 2010, belastet aber sowohl die Reisenden wie die Airlines – besonders die Lufthansa und Air Berlin – immer noch schwer und drückt sie ins Minus. Hinzu kommen um 25 Prozent gestiegene Kerosinkosten. So ist der Ölpreis massiv angestiegen – u.a. da die EU alle möglichen Öl-Länder boykottiert oder boykottierte u.a. Libyen, Syrien, Iran. Die Zeche zahlen die blöden Bürger – sie werden nämlich nicht gefragt, ob sie den immer weiter greifenden westlichen wirtschaftlichen Boykott-Terror gegen andere Länder auch tatsächlich unterstützen möchten.

Schlimm ist zudem die massive Wettbewerbsverzerrung. Denn Airlines beispielsweise aus den arabischen Ländern versuchen in Dubai ein Drehkreuz in Konkurrenz zu Frankfurt aufzubauen. Sie müssen keine Luftverkehrsabgabe an den Staat überweisen und werden obendrein mit Hunderten Milliarden Euro von ihren Staaten subventioniert.

Neben der Bürger-Belastungen im Reisemarkt langt der Staat auch immer stärker in der Energie mit Abgaben zu. Wie das Stromwechsel- und Vergleichsportal preisvergleich.de mitteilte, würden die Bürger alleine im Jahr 2013 durchschnittlich mit weiteren 100 Euro für Strom durch die staatlich gewollte Energiewende belastet.



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