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Freitag, 19. Juli 2019

Luftangriffe Israel auf Gaza: 500 Verletzte, Türkei gratuliert Ägypten zum Botschafter-Abzug / Qatar gibt 10 Mio. Dollar

In der Nacht zum Sonntag hat Israel wieder Dutzende Bombenangriffe gegen den von Arabern belebten Gazastreifen geflogen. Dabei verfolgt Israel weiter das Ziel, die Infrastruktur des Landes zu zerstören und auch die Nachrichtentechnik auszulöschen.

Bislang seien rund 50 Araber ums Leben gekommen, darunter 8 Kinder (Foto), zwei Frauen und viele ältere Menschen. Eines der umgekommenen Kinder war erst 18 Monate alt. Die Eltern hielten sich östlich des Bureij Flüchtlingslagers (refugee camp) im Zentrum von Gaza auf. Doch nicht nur das: Nachdem Israel bereits das Internet im Gaza versuchte abzuschalten, wurde Samstagnacht auch das Rundfunkgebäude zerstört. Dabei kamen drei Journalisten um, sechs weitere sollen allerdings eher leicht verletzt worden sein. Im Rundfunkgebäude sollen die TV-Sender von Sky News, al-Arabiya und der offizielle Hamas-Channel al-Aqsa TV Mieter sein.

Bislang seien rund 50 Araber durch die geschätzten 600 israelischen Bombenangriffe in den vergangenen vier Tagen ums Leben gekommen. Über die Anzahl der verletzten und verstümmelten Menschen variieren die Angaben. Sie schwanken zwischen 275 und 500, wobei rund 100 der Verletzten Kinder seien.

Eine Informationsquelle ist der arabische TV-Sender aqsatv: http://aqsatv.net/sejel/index.php (ihm galten auch die aktuellen Bombenangriffe der Israelis; da original auf arabisch, im Webbrowser ein Übersetzungstool installieren).

Derweil solidarisieren sich immer mehr im Internet und versuchen den Palästinensern Hilfe zukommen zu lassen. So hat nun die weltweit aktive Hackergruppe Anonymous zum Cyberkrieg gegen Israel aufgerufen. Ihr Ziel: Hunderte israelische Webseiten lahmlegen. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz soll es einige hundert Unterstützer von Anonymous geben.

Israel teilte mit, man habe mit den Luftangriffen auch unzählige Raketenabschussrampen im Gaza-Streifen abgeschossen. Außerdem habe man Soldaten der Hamas umgebracht. Neben der israelischen Luftwaffe soll auch die Marine Raketen in Richtung Palästinenser-Gebiete abgefeuert haben.

Israel verteidigt seine Luftangriffe gegen Gaza damit, wonach angeblich 800 Raketen auf Israel abgefeuert worden seien von den Palästinensern.

Türkischer Ministerpräsident steht in Kairo Palästinensern bei

Neben Ägypten haben sich auch die Länder Tunesien, Qatar und die Türkei offiziell an die Seite der von Israel bombardierten Araber in den palästinensischen Gebieten gestellt. So traf der türkische Ministerpräsident Erdogan in Ägypten ein. In Kairo sagte er während einer Rede an der Universität von Kairo: „Ich gratuliere meinem Bruder, dem ägyptischen Präsidenten Mursi, dass er den Rückzug des ägyptischen Botschafters aus Israel nach den jüngsten Ereignissen angeordnet hat“.

Erdogan ergänzte, dass Israel unter Führung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu unverhältnismäßige Gewalt gegenüber den Arabern in den palästinensischen Gebieten anwende. Erdogan sagte, die Türkei würde weiterhin vor der internationalen Gemeinschaft für die Sache des palästinensischen Volkes kämpfen.

Der Ölstaat Qatar kündigte am Samstag an, man habe beschlossen umgehend 10 Mio. US-Dollar an Hilfe für die Behandlung der verwundeten Opfer „der zionistischen Aggression im Gazastreifen“ zur Verfügung zu stellen. Man würde damit helfen, dass eine schnellstmögliche Behandlung der verbrannten und verstümmelten Menschen in ägyptischen Krankenhäusern durchgeführt werden könne. Es heißt, diese Schnellhilfe sei nach einem Besuch in Kairo vom Emir von Katar persönlich, also dem Scheich Hamad Bin Khalifa Al-Thani, gefallen.

Der Emir sagte, man werde alles tun, „um die Verwundeten unserer palästinensischen Brüder und Opfer des israelischen Angriffs auf den Gaza-Streifen in Krankenhäusern und auf eigene Kosten zu behandeln“. Zudem wolle man ärztliche Hilfe und Medikamente in den Gazastreifen liefern. Ägpyten gab hingegen man, man werde alles tun, um die Aggressionen im Gebiet nun zu stoppen und zu einer Waffenruhe zu verhelfen.

Video anschauen:

In dem unten von der isralischen Armee auf YouTube veröffentlichte Video wird belegt, wie exakt Armeen heute Menschen umbringen können. Hier werden wir Zeuge der Elinierung eines Armeechefs der Hamas vor vier Tagen. Israel beschäft in der IDF, also der Armee (IDF steht für Israel Defense Forces; hebräisch ‏צבא ההגנה לישראל‎, Zva haHagana leJisra’el), fast so viele Soldaten wie Deutschland – rund 170.000. Hinzu kommen fast eine halbe Millionen Reservisten, die jederzeit eingezogen werden können.



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