Skip to main content
Sonntag, 18. November 2018

Syrische Terroristen lassen UN-Blauhelme nicht frei

Die Zitterpartie um die von Terrorbanden in Syrien gekidnappten 21 philippinischen UN-Blauhelme geht weiter. Entgegen Berichten, die die Freilassung am frühen Freitagmorgen gemeldet hatten, sind die Blauhelme immer noch verschollen. Noch vor wenigen Stunden hatte der philippinische Militärsprecher, Col. Arnulfo Marcelo Burgos, in der Hauptstadt Manila Hoffnung verbreitet, die Freilassung der UN-Blauhelme stünde unmittelbar bevor. Dem scheint nun doch nicht so zu sein.

Die Anhänger der syrischen Oppositionsbewegung, die seit bald zwei Jahren zahlreiche Regionen Syriens in Schutt und Asche legte, hatten vor wenigen Tagen auf den berühmten Golan Höhen die UN-Blauhelme gefangen genommen, während diese ihrer Aufgabe nachgingen, für Sicherheit zwischen Syrien und Israel zu sorgen und ein Übergreifen des syrischen Bürgerkrieges auf Israel zu verhindern. Der UN-Sicherheitsrat (U.N. Security Council) fordert seit Tagen die Freilassung der Blauhelme.

Die syrischen bewaffneten Rebellen wollten mit der Gefangennahme der UNO-Blauhelme Druck auf die syrische Regierung ausüben, die Belagerung von Rebellen-Hochburgen im Raum Jamla zu beenden. In Jamla rüsteten sich die Terrorbanden der syrischen Opposition auf, um weitere Anschläge auf Syriens Hauptstadt Damaskus durchführen zu können, berichten Nahost-Beobachter.

Derweil zitiert die BBC den ominösen Sprecher einer selbst ernannten syrischen Terrorgruppe namens „Martyrs of Yarmouk“ mit den Worten, wonach man die UN-Blauhelme sicher der UNO übergeben wolle, sollte die syrische Regierung sich aus einer der wichtigen Waffen- und Rückzugshochburgen der Rebellen zurückziehen.

Die UNO ist bereits seit 1974 in den Golanhöhen mit Blauhelmen präsent. Dem war eine völkerrechtlich illegale Besetzung der Golanhöhen durch das israelische Militär vorausgegangen. So hält Israel die „Golan Heights“ bereits seit 1967 besetzt, nachdem es mit Syrien eine kriegerische Auseinandersetzung gegeben hatte. Im Jahr 1981 hatte Israel – wieder entgegen des Völkerrechts – die Golanhöhen einfach offiziell als weiteres israelische „Staatsgebiet“ annektiert.

Im Zuge des syrischen Bürgerkrieges bringt die Regierung der Philippinen immer mehr Philippinos zurück in das Heimatland. Bislang seien insgesamt 3.692 Philippinos von Syrien zurück auf die Philippinen geflogen worden. Vor der Ausreise müssten sich aber die Philippinos einer ärztlichen Untersuchung in Damaskus unterziehen, so das Außenministerium „Department of Foreign Affairs“ (DFA). Für Philippinos, die Syrien verlassen möchten, hat die Regierung der Philippinen eine eigene Stelle eingerichtet und zwar innerhalb der „Undersecretary for Migrant Workers’ Affairs“ (OUMWA). Eine 24-Stunden-Hotline steht den ausreisewilligen Bürgern zur Verfügung. Betroffen sind vor allem philippinische Gastarbeiter in Syrien.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]

Sonntag, 23. September 2018

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen: Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran […]

Donnerstag, 13. September 2018

NATO

Naturwissenschaftler lehnen deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien ab

NaturwissenschaftlerInnen in dem Berliner privaten Friedensbündnis „Abrüsten statt aufrüsten“ schicken uns eine Presseerklärung zum Syrienkrieg, die wir hier veröffentlichten. Demnach fordere man umgehend die Einstellung der seit 2011 anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Der aktuelle Krieg in Syrien steht im Glied einer langen Reihe brutaler Kampfhandlungen dort. Denn seit 2000 Jahren gibt es hier regelmäßig kriegerische Auseinandersetzungen. Schon vor 2000 Jahren waren […]

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]