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RedHack Dokumente: Türkei wusste von Terroranschlag in Reyhanli / „Diese Regierung hat immer versucht, ihre Verbrechen zu vertuschen“

Die Türkei unter dem Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan (auch: Erdoğan) verliert im Syrien-Konflikt dramatisch an Glaubwürdigkeit. Jetzt veröffentlichte die türkische Hackergruppe Red Hack (RedHack) Dokumente, welche ihr zugespielt wurden. Sie belegen, dass die türkische Militärpolizei (Jandarma) schon im Vorfeld von den geplanten Bombenaschläge in Reyhanli wusste, diese aber wohl aus strategischen Gründen zuließ. Die Terroranschläge in Reyhanli kosteten 50 bis 100 Menschen das Leben. Nach der Veröffentlichung der monströsen Dokumente kämpft der türkische Ministerpräsident Erdogan in der türkischen Öffentlichkeit mit allen Mitteln um seine Glaubwürdigkeit: Er bedroht Medien, die weiter über den Fall investigativ berichten und verhängte eine Medien-Informationssperre. Gleichzeitig ließ die Regierung einen Soldaten verhaften, dem man Geheimnisverrat vorwirft. RedHack sagt, er werde in einem türkischen Gefängnis unschuldig gefangen gehalten und gefoltert.

Während sich Massenmedien in Deutschland und in großen Teilen der westlichen Welt einmal mehr im Verschweigen dieser neuen ungeheuren Vorwürfe gegen die türkische Regierung üben, versuchen einige alternative Medien, darunter die JUNGE WELT, aber auch das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com, Licht ins Dunkel rund um die Hintergründe der Terroranschläge von Reyhanli zu bringen. Dabei geben wir unumwunden zu, dass wir selbst lediglich durch einen Artikel in der JUNGEN WELT, welchen wir zufällig am Zeitungskiosk sahen, darüber informiert wurden, wie bedenklich die Türkei in den ganzen Terroranschlag in Reyhanli verwickelt ist. Entsprechend dokumentieren wir folgend eine unglaubliche Auseinandersetzung zwischen der Türkei und den Menschenrechtlern der Hackergruppe RedHack. Dabei zitieren wir zunächst die Tageszeitung JUNGE WELT, um anschließend weitere aktuelle Neuigkeiten zu dem Fall hier zu veröffentlichten:

So schrieb die Tageszeitung JUNGE WELT am Freitag, den 24. Mai 2013 auf Seite Eins, wonach „Sicherheitsdokumente des Geheimdienstes der türkischen Militärpolizei (Jandarma), welche von der linksradikalen Hackergruppe Red Hack auf ihrer Webseite veröffentlich wurden“, klar belegten, wonach die Türkei von Anfang in die Terrorpläne von Reyhanli eingeweiht gewesen sei.

Doch statt einen Untersuchungsausschuss über das türkische Parlament in die Wege zu leiten, beschuldigt die türkische Regierung unter dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan linksradikale Gruppen aus der Türkei, welche primär der islamischen Gruppe der Alawiten angehören, die Bombenanschläge in der Türkei durchgeführt zu haben. Den Alawiten gehören auch die meisten Mitglieder der syrischen Regierung unter Präsident Assad an. Bereits seit Wochen wirft die türkische Opposition der türkischen Regierung vor, in einem selten dagewesenen Ausmaß die türkische Öffentlichkeit bezüglich der Bombenanschläge zu „belügen“ und zu „manipulieren“.

Die Tageszeitung JUNGE WELT schreibt: „Laut den von Red Hack jetzt veröffentlichten Dokumenten hatte der Jandarma-Geheimdienst bereits am 25. April die Informationen erhalten, dass Aktivisten der Al Nusra-Front in der syrischen Stadt Reyhanli drei Fahrzeuge mit Bomben bestückt hatten“. So sei bekannt gewesen, wonach syrische Sicherheitskräfte ebenfalls von diesen Plänen Wind bekommen hätten und genau nach diesen Terrorautos der Syrischen Opposition gefahndet hätten.
Doch zunächst hatte man wohl vermutet, die Bomben hätten in Syrien gezündet werden sollen. Dem war dann aber offensichtlich doch nicht so.

Gezündet wurden die Bomben vorsätzlich auf türkischem Boden. Die Hoffnung der Terrorbrigaden der syrischen Opposition war, der Weltöffentlichkeit diese Anschläge als Anschläge des „Assad-Regimes“ andrehen zu können, um endlich die Türkei und das westliche Kriegsbündnis NATO dazu mobilisieren zu können, über Syrien eine Flugverbotszone für die syrische Regierung einzurichten, selbst aber wieder mittels Massenbombardements tausende syrische Soldaten hinrichten zu können.

Die kritische alternative Tageszeitung JUNGE WELT schreibt: „Auf ihrer Webseite veröffentlichte die Hackergruppe auch ein Bild, das den Distriktgouverneur von Reyhanli, Yusuf Güler, in seinem Büro mit ‚libanesischen Terroristen‘ zeigt, die auf einem weiteren Foto mit anderen dschihadistischen Kämpfern mit Sturmgewehren und Kampfanzügen positionieren… ‚Dieses Bild zeigt deutlich, wer die Bombenleger ausstattet und unterstützt‘ kommentiert Red Hack‘.“

Auszüge Stellungnahme türkischen Regierung zu den Red Hack Vorwürfen: Offizier in Haft wegen Lecks auf Reyhanlı Angriff

Ein Offizier der (türkischen) Gendarmerie ist wegen des Verdachts des Weiterleitens geheimer Dokumente an eine türkische Hacker-Gruppe in Gewahrsam genommen worden. Das teilte der Sprecher der türkischen regierenden Partei ‚Justice and Development Party‘ (AKP), Hüseyin Çelik, mit. Er teilte den Medien mit, sie sollten „in einer sensiblen Weise über diesen Fall berichten“ (Anmerkung Antikriegs-Portal kriegsberichterstattung.com: Das heißt, die türkische Regierung droht Journalisten und Medien mit Verhaftungen, sollten sie investigativ über die türkischen Verwicklungen in die Bombenanschläge von Reyhanlı weiter berichten).

Weiter heißt es in dem Artikel: Dies ist nicht ein Problem von Hacking‘, sagte Çelik vor Reportern heute in Ankara. Aus privaten Gründen machte ein Mitglied der türkischen Gendarmerie Fotos von den Dokumenten mit seinem Handy und schickte sie der Hackergruppe. Deshalb wurde er festgenommen.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan sagte unterdessen während einer gemeinsamen Pressekonferenz heute mit dem EU-Präsident Herman van Rompuy in Ankara, dass die Preisgabe der Namen von Organisationen der Propaganda helfen würden… deshalb warne er Medien ausdrücklich vor einer Veröffentlichung….

Rund 51 Menschen wurden bei dem Anschlag in dem Reyhanlı Bezirk südlichen der Provinz Hatay am 11. Mai getötet. RedHack veröffentlichte einige Dokumente welche am 22. Mai aus dem Gendarmerie Intelligence Department entwendet wurden. Sie belegen, dass eine Anti-Regierungs-Gruppe in Syrien mit Verbindungen zu al-Qaida Pläne hatte, eine Autobombe in der Türkei zu zünden. Sie ist höchstwahrscheinlich für die Bombenanschläge in Reyhanlı verantwortlich.

Die [Dokumente] gelangten nicht durch das Hacken der Gendarmerie auf die Webseite von Red Hack, sagte der türkische Innenminister Muammer Güler noch gestern in Ankara. ‚Es wurde festgestellt, dass ein bestimmter Offizier in der Provinz Gendarmerie ein Bild von diesen Papieren gemacht hat… und an die Hacker per E-Mail gesendet hat. Die Untersuchung über den Vorfall wird fortgesetzt, sagte Güler.

Er deutete auch an, dass die durchgesickerten Dokumente authentisch waren. ‚Einige der genannten Informationen sind Intelligenz-Berichte über Angriffsvorbereitungen bestimmter terroristischer Gruppen‘. Es gibt einige Teile, welche mit Reyhanlı verbunden sind, sagte Güler. Er fügte hinzu, dass die türkischen Behörden sicher seien, dass die Bombenanschläge vom 11. Mai von Einzelpersonen mit Verbindungen zum syrischen Geheimdienst, der Mukhabarat… durchgeführt wurden. ‚Wir haben keinen Zweifel daran, wer den Angriff Reyhanlı organisiert.‘

Vizepremier Atalay Beşir bestätigt, dass die türkischen Behörden bereits Informationen über al-Qaida-Pläne gehabt hätten. ‚Dies sind die privaten Themen der Sicherheitskräfte…. Die Türkei hatte zuvor sehr wichtig Operationen gegen al-Qaida durchgeführten . … Eine Gruppe von Menschen in Hatay wurde gestern als Ergebnis von nachrichtendienstlichen Informationen festgenommen…‘ Bislang wurden rund 18 Personen wegen der Reyhanlı Anschläge festgehalten, wovon 12 verhaftet wurden….

Hier die Stellungnahme von Red Hack zu der Stellungnahme der türkischen Regierung, welche von den Hürriyet Daily News veröffentlicht wurde: RedHack wirft türkischer Regierung vor, Unschuldige zu verhaften und Hexenjagd zu begehen

Unterdessen sagte die türkische Hacker-Gruppe RedHack, der nun von der türkischen Militärpolizei festgenommene türkische Offizier sei unschuldig wegen des Verdachts der Weiterleitung geheimer Staatspapiere an RedHack inhaftiert worden.
‚Wenn dieser Offizier die Person wäre, die uns Informationen zugespielt hat, wie ist es dann möglich, dass wir schon davor wussten, dass eine Hexenjagd unter den Militärs stattfindet, dass unschuldig Offiziere geopfert werden sollen?‘ teilte die Gruppe via Twitter mit.

Hier eine weitere Stellungnahme von Red Hack in ungekürzter Version

Die türkische Regierung lügt beharrlich die Menschen in der Türkei an. Sie war genau über die Pläne der Al-Qaida informiert, wonach diese plante in der Türkei einen Bombenanschlag durchzuführen. Sie haben das eindeutig geschehen lassen, um es zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen, um den Krieg gegen Syrien führen zu können mit Unterstützung der NATO und den USA.

PM Erdogan war in den USA kurz nach den Anschlägen…. Leider haben 51 unschuldige Menschen ihr Leben verloren, weil die Heuchelei von Ministerpräsident Erdogan und seinen Regierungsbeamten zusammen mit inkompetenten versagenden Geheimdienste nicht halft, um die Angriffe zu vereiteln.

Diese Regierung hat immer versucht, ihre Verbrechen zu vertuschen mit der Vermeidung von direkten Zuständigkeiten ihrer Inkompetenz. Sie lenken die Gedanken durch die Vermeidung, über die wirklichen Motive der Türkei zu reden… Dies ist, was sie in diesem Fall auch durch die Verhaftung unschuldiger Soldaten getan wird. Sie sind unschuldig. Arrest von ihnen ändert nichts an der Tatsache, dass die türkische Regierung ein Auge zugedrückt hat, um die Bomben, die in Reyhanli explodierte, zu verhindern.

AKP-Sprecher sagt: ‚Dies ist nicht ein Problem von Hacking‘. Wir haben nie behauptet, es war ein Hack… Diese Soldaten werden derzeit verhört und gefoltert in der Stadt Sivas. Die Festnahmen und Inhaftierungen dieser Soldaten ist die Akzeptanz durch die türkische Regierung, dass sie verantwortlich ist für die Bombenanschläge von Reyhanli.

Verhaften Sie die echten Menschen, die diese Dokumente aufgesetzt haben… und die Wahrheit über die schmutzige Politik der AKP-Regierung zu Tage fördert, die in Verbrechen gegen sein eigenes Volk verwickelt ist. Diese Regierung hat das Blut von 51 Personen in Reyhanli an ihren Händen.

Wir werden über unsere Aktivitäten trotz des Klimas der Angst, welche die türkische Regierung in der Öffentlichkeit und gegen die Medien, die frei berichten, verbreitet, weiter berichten. Früher oder später werden die Menschen in der Türkei das faschistische Regime los werden, unter dem sie seit so langer langer Zeit leiden.

…. Obwohl die Regierung von diesen Bomben im Voraus wusste einschließlich der Kennzeichen der eingesetzten Fahrzeuge, fragen wir wieder: Warum wurde es nicht gestoppt?

Wenn jetzt eine Hexenjagt gegen unschuldige Militärs und Offiziere durchgeführt wird und diese geopfert werden, sagen wir:

Ist es ein Verbrechen, die Wahrheiten der Öffentlichkeit mitzuteilen und die Namen der zivilen Todesopfer endlich bekannt zu geben?… Ministerpräsident Erdogan sagt, dass die Frage von Bomben in Reyhanli von Geheimdiensten untersucht werden sollten und dass die Medien warten sollten, bis die Ergebnisse veröffentlicht werden. Wenn dies der Fall ist, warum hat er dann die Schuld für die Bombardierung schon am ersten Tag dem syrische Regime zugeschoben? Warum hat er nicht gewartet, bis die Untersuchungen abgeschlossen werden?

FAKT ist: Er ist ein Lügner. DIESE DOKUMENTE HABEN WIR VERÖFFENTLICH, damit das wahre Gesicht der faschistischen AKP-Regierung bekannt wird. Sie sind die Täter der Bomben, welche unschuldige Menschen in Reyhanlı getötet haben.
Wir hacken für das Volk, für die Gerechtigkeit! Weitere Informationen unter: http://redhack.tumblr.com/post/51069851247/turkish-intelligence-services-was-aware-of-the-bombs Zudem: http://redhack.tumblr.com/ Zudem: https://twitter.com/RedHack_EN

 



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