Skip to main content
Donnerstag, 15. November 2018

Ägypten: Muslim Brotherhood tötet 43 Soldaten, 278 Zivilisten tot

Ägypten rutscht immer mehr ins Chaos. Dabei geht eine unbändige hassbeladene Gewalt von der erzkonservativen islamischen Partei der Muslimbrüder („Muslim Brotherhood“) des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi aus. Trotz der tragisch hohen Anzahl an Toten hält sich das ägyptische Militär im Angesicht der Gewalt noch relativ stark zurück. Immerhin erschlugen die Muslimbrüder in nur einer Nacht 43 Soldaten und Polizisten. Ihnen stehen 278 tote Zivilisten gegenüber. Chaos ist auch an der Universität von Kairo ausgebrochen: Ein großes Feuer zerstörte weite Teile einiger Fakultäten.

Bis 6 Uhr morgens herrschte in Ägypten eine Ausgangssperre. Dennoch wird auch harte Kritik am Militär von Ägypten laut. So teilte das US-Außenministerium mit, dass man überhaupt nicht verstehen könne, warum das ägyptische Militär bei dem bereits bestehenden hohen Level an Gewalt auch noch das Militär in die Stadtteile geschickt habe, in denen die Muslim Brotherhood sowieso bereits gewaltsam war.

Unter den Muslim Brotherhood waren Menschen, die auch bewaffnet waren und damit Massaker unter dem ägyptischem Militär anrichteten.

Konkret sagte der ägyptische Innenminister, die Anzahl der 43 getöteten ägyptischen Sicherheitskräfte bestehe aus 18 Polizisten, zwei Generälen und zwei Obersten. 211 Sicherheitskräfte seien teils verletzt worden, darunter 55 schwer, wobei einige in Lebensgefahr schwebten.

Die Muslim Brotherhood attackierte nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums 21 Polizeistationen, sieben christliche Kirchen – wovon einige beschädigt, andere nahezu komplett abgebrannt wären. Zudem seien gewalttätigte Mitglieder der Muslim Brotherhood in das Erdgeschoss des ägyptischen Finanzministeriums eingebrochen und hätten 14 Autos aufgebrochen und teils gestohlen.

Derweil sorgt ein großes Feuer in der Universität Al-Masri Al-Youm in Ägypten für Aufregung in Kairo. So habe fast ein kompletter Gebäudetrakt in Flammen gestanden – unter anderem in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Die Feuerwehr sagte, man gehe davon aus, dass die Täter höchstwahrscheinlich Mitglieder der muslimischen Bruderschaft gewesen seien. 5 Personen seien durch das Feuer verletzt worden, darunter 3 Frauen der Juristischen Fakultät.



Kommentare (1)


M. Georg Dieling 22. August 2013 um 13:12

Liebe Redaktion, liebe Admins,

schon zweimal wurden meine Kommentare zu diesem Beitrag nicht veröffentlicht, bzw. zensiert. Hierfür würde ich gern die Gründe, auch privat an angegebene Mail- Adresse, erfahren.
Ich mache mir zu einem Sorgen über eine politische Tendenz, die die Kriegsberichterstattung für die Richtige hält (dann empfehle ich wirklich mal genauere Recherche zu Opferzahlen u.u.u. evtl. sogar bei den offiziellen Behörden, welche dennoch stark untertrieben sein werden, aber weit das Doppelte Ihrer Zahlen sind), zum Anderen fällt mir der Wortlaut auf, welcher annehmen lässt, dass die Muslimbruderschaft für die Zivilopfer verantwortlich ist, sprich Getötete nicht durch Polizei verschuldet auf Seiten der Bruderschaft existieren und deren Höhe der eigentliche Massenmord sind.
Ich bitte um Rückantwort, da ich mich ansonsten gezwungen sehe auf anderen Nachrichtenportalen über Ihres (eigentlich immer seriös Gewesenes) zu berichten.
Ich hoffe es handelt sich nur um ein leider „sehr gravierendes“ Missverständnis.
M. Georg Dieling
– Chefredakteur und Herausgeber der „Anklageschrift“-

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]

Sonntag, 23. September 2018

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen: Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran […]

Donnerstag, 13. September 2018

NATO

Naturwissenschaftler lehnen deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien ab

NaturwissenschaftlerInnen in dem Berliner privaten Friedensbündnis „Abrüsten statt aufrüsten“ schicken uns eine Presseerklärung zum Syrienkrieg, die wir hier veröffentlichten. Demnach fordere man umgehend die Einstellung der seit 2011 anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Der aktuelle Krieg in Syrien steht im Glied einer langen Reihe brutaler Kampfhandlungen dort. Denn seit 2000 Jahren gibt es hier regelmäßig kriegerische Auseinandersetzungen. Schon vor 2000 Jahren waren […]

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]