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Mittwoch, 17. Juli 2019

UN-Inspekteure bestätigen Einsatz von Giftgas Sarin in Syrien

Die international besetzte und unabhängige Untersuchungskommission der UNO zum möglichen Giftgaseinsatz in Syrien hat nun ihr Ergebnis vorgelegt. Demnach sei es in Syrien an jenem 21. August 2013 in der Nähe von Damaskus zum Einsatz von Giftgas gegen oppositionelle Terrorgruppen gekommen, bestätigte die UNO. Offen ließ die UNO, wer der mögliche Drahtzieher oder Befehlshaber des Giftgaseinsatzes ist. Zum Einsatz kam wohl das tödliche Nervengas Sarin.

Derzeit kursieren zwei Gerüchte: Die einen, besonders im westlichen politischen Lager, sehen und sahen schon vor der UNO-Untersuchung die Assad-Regierung in Damaskus in der Verantwortung. Andere Gruppen, darunter Russland, weisen die Vorwürfe gegen das Assad-Regime zurück. In diesem Umfeld wird auch kommuniziert, wonach möglicherweise Assad-Gegner in die Zündung der Giftgas-Raketen involviert sein könnten. Gemeint sind damit entweder oppositionelle Terrorgruppen selber oder möglicherweise westliche Geheimdienste. Hier sind dann wiederum Gruppierungen aus den USA oder Israel im Gespräch.

Der dem UN-Sicherheitsrat vorgelegte Bericht sieht einen relativ umfangreichen Einsatz eines Giftgases, wobei man annehme, dass es sich um das tödliche Nervengases Sarin handeln könne.

Bei dem wahrscheinlichen Giftgaseinsatz sind in der Nähe von Damaskus 1.400 Menschen umgekommen – die meisten entstammen den diversen Terrorgruppen im Umfeld der auch von den USA finanziell und militärisch aufgerüsteten „Freien Syrischen Armee“ (FSA).

Der syrische Bürgerkrieg, in dem zahlreiche unterschiedlichste syrisch-nationale, aber auch internationale und religiöse Interessen aufeinanderstoßen, dauert mittlerweile länger als zwei Jahre. Sarin ist bereits in einer Dosis von einem halben Milligramm tödlich. Besonders pervers: Das Gift ist farblos, geschmacklos, geruchlos.



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