Skip to main content
Freitag, 18. Oktober 2019

Libanon will keine bewaffneten Desserteure aus Syrien / Annan gegen Militäreinsatz

libonon-tempel-kriegsberichterstattung-com

Seit gut einem Jahr sorgen syrische Armee-Desserteure im Verbund mit anderen Kämpfern für einen Bürgerkrieg in Syrien. Nach Lesart der meisten westlichen Medien gehe es bei den regierungsgegnerischen Gruppen um das Ziel des Aufbaus einer Demokratie. Doch zahlreiche Beobachter, auch kriegsberichterstattung.com, sehen eher den Sturz des christenfreundlichen syrischen Regimes um Präsident Baschar al-Assad als Ziel der Bürgerkriegsler.

Unterstützung dürften die Assad-Gegner von britischen, französischen und amerikanischen Geheimdiensten erhalten. Sie würden, ist mehreren Berichten zu entnehmen, über die türkische Grenze den syrischen Aufständischen Tausende scharfe Waffen, darunter Granaten, Raketenwerfer oder Maschinengewehre, liefern. Nach Schätzungen wurden damit möglicherweise schon einige Hundert syrische Soldaten umgebracht. Das heißt: Der Westen dürfte in die syrische Gewaltspirale direkt involviert sein, auch wenn er das offiziell abstreitet.

Unter den Desserteuren, die sich häufig in die Türkei oder den Libanon absetzen, sollen angeblich bereits bis zu sieben syrische Generäle sein. Allerdings hat der Libanon jetzt klar gemacht: Das Land dulde es nicht, dass bewaffnete Desserteure sich in den Libanon absetzten. Der Kommandeur der libanesischen Streitkräfte, General Jean Kahwadschi, sagte dem libanesischen Magazin „Al-Afkar“, dass jeder, der in Beirut um Bewegungsfreiheit für syrische Rebellen bitte, an der „falschen Türe“ klopfe. In den vergangenen Wochen wurden deshalb bewaffnete syrische Oppositionelle, die die Grenze zum Libanon überschritten hatten, von libanesischen Behörden verhaftet. Der Libanon gilt neben dem Iran als Verbündeter Syriens.

Derweil warnt der hoch anerkannte ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan vor einem Militäreinsatz der UNO oder NATO in Syrien. Im Gegensatz zu dem kriegstreiberischen aktuellen UNO-Generalsekretär, Ban Ki-moon, gilt Annan als brillanter Diplomat jenseits des Kriegspfades. Ban Ki-moon hat sich bislang als peinlichster UNO-Fehlgriff sei dem Bestehen des internationalen Gremiums in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts erwiesen. Er hat die UNO statt zu einem Ort der Diplomatie, in einen Ort zum Planen und Führen von Kriegen umfunktioniert.

Der Koreaner scheint nur die Sprache der Gewalt, aber nicht der Diplomatie, zu kennen. Annan ist Syrien-Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga. Er sagte, ein militärischer Eingriff werde das Problem in Syrien nur weiter verschärfen – wie wir es derzeit in Libyen erleben (dem Land droht die Spaltung), in Afghanistan oder dem Irak. Es sind alles Länder, in denen der Westen durch militärische Gewalt die Regierungen stürzte und die Länder nun nicht mehr in den Griff bekommt – teils seit Jahren.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Donnerstag, 15. August 2019

Verweigerung?

Kramp-Karrenbauer scheint Nationalhymne nicht beim Großen Zapfenstreich gesungen zu haben

Beim Großen Zapfenstreich angesichts der Verabschiedung von Ursula von der Leyen als Bundesverteidigungsministerin hatte man den Eindruck als ob Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), genannt AKK, in Berlin das Singen der Nationalhymne (Deutschlandhymne, Deutschlandlied) verweigerte. Die CDU-Vorsitzende AKK stand gegen 22.15 Uhr stumm, etwas um den Mund zuckend, neben von der Leyen, die mit den Soldaten des Großen Zapfenstreichs die Deutschlandhymne sang. […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]