Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

10 Satire-Journalisten des Magazins Charlie Hebdo in Paris ermordet

10 Journalisten des französischen Magazins Charlie Hebdo sind am Mittwoch in Paris möglicherweise von radikalen arabischen Personen in einem Mordanschlag mit Maschinengewehren überfallen und erschossen worden.

Neben den 10 Journalisten sind zwei französische Polizisten von den Tätern – die Rede ist von zwei bis drei schwarz vermummten Männern – umgebracht worden. Vor allem westliche Staatsführer, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU), verurteilten den Massenmord an insgesamt 12 Personen als Angriff auf die Pressefreiheit freiheitlicher Gesellschaften:

Gleichzeitig sagten viele Staatsführer, sie sähen die Ermordungen der Journalisten in Paris als Terroraktionen gegen Demokratien.

Auf der CNN Sendung Christiane Amanpour erklärte Natalie Nougayrède, die ehemalige Chefredakteurin der französischen Tageszeitung Le Monde, wonach das französische Satiremagazin Charlie Hebdo bereits vor acht Jahren durch höchst kritische und auch umstrittene Islam-Karikaturen weltweit aufgefallen sei und auch von islamischen Führern entsprechend kritisiert worden sei.

So hatten mehrere islamische Führer gesagt, das was das französische Magazin Charlie Hebdo mache, sei nicht mehr Satire, sondern gegenüber islamischen Menschen verachtend. Dem hatte die Chefredaktion von Charlie Hebdo entgegengehalten, sie versuche lediglich überspitzt radikale Verhaltensweise auch von Islamisten satirisch darzustellen.

Die Erklärung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel lautete: „Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs. Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist.“

Ähnlich äußerte sich US-Präsident Barack Obama (Demokraten): „Frankreich ist der älteste Verbündete Amerikas und es steht Schulter an Schulter mit den Vereinigten Staaten im Kampf gegen Terroristen, die unsere gemeinsame Sicherheit in der Welt gefährden“ sowie der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow: „Moskau verurteilt jede Form von Terrorismus scharf. Nichts rechtfertigt Terror.“

Bernhard-Henri Lévy, ein französischer Intellektueller, sagte, es handele sich bei den Mordanschlägen gegen 10 französische Journalisten und 2 Polizisten nicht um Terroranschläge, sondern um eine Form des nach Paris getragenen Krieges.

Umgekehrt klagen seit Jahrzehnten Araber Frankreich an, immer wieder gegen islamische Gesellschaften Krieg zu führen oder sich dort unverhältnismäßig nach alter Kolonialart einzumischen.

Auf Kritik stieß beispielsweise die Rolle Frankreichs im Luftkrieg der NATO gegen Libyen im Jahr 2011. Damals kamen nach Schätzungen auf Grund des Nato-Krieges gegen Libyen über 50.000 Libyer um. Auch wurde mit Hilfe des westlichen Kriegsbündnisses Nato damals der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi ermordet. Heute ist Libyen ein gefallener Staat, wird nicht einmal mehr vom internationalen Flugverkehr angeflogen. Einstmals agierte Frankreich als gewaltsame Kolonialmacht im ölreichen Staat Libyen:

Frankreich ist seit über 100 Jahren in vielen islamischen Ländern bis heute umstritten. Der Hauptgrund ist, dass Frankreich in über 200 Jahren gewaltsam Länder als Kolonialmacht besetzte – beispielsweise in Afrika, aber auch dem Orient, Asien oder Amerika.

Noch in den 1950er Jahren brachte das französische Militär in seiner Rolle als Kolonialmacht im Algerienkrieg – einem Befreiungskrieg der Algerier gegen die französischen Besatzer – nach Schätzungen bis zu 350.000 Algerier um. Auch in Syrien war Frankreich einst Besatzungsmacht.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Samstag, 31. März 2018

Palästinensische Menschenrechtsorganisation +++ 13 Tote und 1031 Verletzte durch Israel am Karfreitag

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation PCHR, auf Englisch „Palestinian Center for Human rights“, teilte am Freitagabend in einer Presserklärung mit: „Am blutigsten Tag nach der Offensive des Jahres 2014“ habe die israelische Armee im Rahmen militärischer Operationen im östlichen Gaza-Streifen 13 palästinensische Zivilisten getötet und 1.031 Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien 218 Kinder und 34 Frauen. [1] Namentlich konnte die PCHR […]

Donnerstag, 22. März 2018

Türkei feiert Ermordung von kurdischen Frauen +++ Merkel nennt Türkei-Krieg in Syrien inakzeptabel

Unterschiedlicher könnte die völkerrechtlich illegale türkische Militärinvasion im geschundenen Nachbarland Syrien nicht wahrgenommen werden: Während türkische Medien den Endsieg und Völkermord an den Kurden in Syrien feiern, hagelt es im Ausland Kritik, wie jetzt von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). So schrieb beispielsweise das türkische Medium „1 Stunde vor dem Morgen“ wonach „Die Anführer der PKK und YPJ eins nach […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*