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Regime in Ukraine verhängt dutzenden Journalisten Einreiseverbot – auch der BBC

Das nicht-demokratisch gewählte Ukrainer Regime verhängt jetzt gegen Dutzende Journalisten und sonstige Personen des Öffentlichen Lebens Einreiseverbote. Darunter sind drei Journalisten des weltweit verbreiteten britischen TV-Senders BBC (British Broadcasting Corp.,). Betroffen sind beispielsweise der langjährige Moskauer BBC-Büroleiter Steve Rosenburg sowie die BBC-Produzenten Emma Wells.

Ebenfalls nicht mehr in das Bürgerkriegs-Lang Ukraine einreisen darf der bekannte deutsche Tageszeitungs-Journalist Michael Rutz. Er war langjähriger Chefredakteur der in Bonn verlegten politisch-gesellschaftlichen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“. Heute arbeitet Rutz als Mitglied im Lenkungsausschuss des deutsch-russischen Gesprächsforums „Petersburger Dialog“.

Die BBC hatte in dem Konflikt zwischen dem nicht demokratisch gewählten und legitimierten Regime in Kiew und der russischen Regierung versucht objektiv und nicht einseitig zu Gunsten Russlands oder der Ukraine zu berichten.

Das Einreiseverbots-Dekret wurde vom ukrainische Präsidenten Petro Poroschenko am Mittwoch unterzeichnet. Er sagte, Dutzende Journalisten würden eine Bedrohung „für die Ukraine und die nationale Sicherheit sowie Souveränität“ darstellen. Die ukrainischen Präsidialverwaltung stellte die Liste der nicht erwünschten auch westlichen Journalisten öffentlich auf einer Homepage ein. Die Einreiseverbote wurden durch den Ukrainer „Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat“ erstellt.

Spanische Tageszeitung El Pais ebenfalls von Einreiseverbot betroffen

Betroffen von Einreiseverboten in die Ukraine sind neben der BBC zudem Journalisten der bekannten spanischen nationalen Tageszeitung El Pais oder des TV-Senders Cuatro. Außerdem wurden gegen Dutzende Journalisten aus Russland oder unterschiedlichsten osteuropäischen Ländern Einreiseverbote vom Kiewer Regime verhängt. Hinzu kommen unzählige Politiker und sonstige Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, welchen untersagt wurde die Ukraine zu betreten. Darunter befindet sich der Staatschef der Tschetschenien-Republik, Ramsan Kadyrow.

Aus Russland darf beispielsweise Alexander Brod nicht mehr in die Ukraine einreisen, ein Mitglied des russischen „Präsidenten-Menschenrechtsrates“ sowie Direktors des „Moskauer Menschenrechtsbüros“. Auch Dmitry Kiselyov, ein bekannter russischer TV-Journalist darf die Ukraine nicht mehr betreten. Außerdem sämtliche Journalisten der wichtigsten russischen Staats-TV-Sender Rossiya-24, Channel One und NTV.

Der Auslandschef der BBC, Andrew Roy, sagte, die Einreiseverbote gegen BBC-Journalisten stellten „einen schändlichen Angriff auf die Freiheit der Medien“ dar. Weiter erklärte der Ressortleiter des bekannten und auch anerkannten britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC:

„Diese Sanktionen sind völlig unangemessen und eine unerklärliche Maßnahmen gegen BBC-Journalisten, die die Berichterstattung zur Situation in der Ukraine unparteilich und objektiv vornehmen. Wir fordern die ukrainische Regierung auf, die Namen (Red.-Anmerkung: der BBC-Journalisten) aus dieser Liste umgehend zu entfernen.“

Gérard Depardieu ebenfalls in Ukraine unerwünscht

Vom Einreiseverbot in die Ukraine betroffen ist auch der in Russland lebende französische Schauspieler Gérard Depardieu (der die russische Staatsbürgerschaft annahm) sowie Steven Seagal, ebenfalls ein Schauspieler.

Im Gegensatz zu einem Bericht auf spiegel-online scheinen die Gründe dafür, warum unter anderem BBC-Journalisten nun mit einem Einreiseverbot in die Ukraine belegt wurden, „nicht klar“ zu sein. Dies schreibt die britische Tageszeitung The Guardian.

Insgesamt umfasst die ukrainische Liste mit Einreiseverboten gegen Journalisten und sonstige Personen des Öffentlichen Lebens mittlerweile 400 Menschen und 90 Organisationen. The Guardian berichtet davon, dass auch Geschäftsleute aus Israel oder den USA mit Einreiseverboten in die Ukraine belegt wurden.



Kommentare (1)


wolfgang könig 25. September 2015 um 9:52

Man sollte das Hohe Gut der Pressefreiheit nicht all zu sehr strapazieren. Ich glaube , man hat auch eine Verantwortung zu übernehmen und übernommen. Kein Bild-Zeitungs-Journalismus.
Auch hier greift das Sprichwort :““ Ehrlich wärt am Längsten““

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