Skip to main content
Dienstag, 21. Mai 2019

Regime in Ukraine verhängt dutzenden Journalisten Einreiseverbot – auch der BBC

Das nicht-demokratisch gewählte Ukrainer Regime verhängt jetzt gegen Dutzende Journalisten und sonstige Personen des Öffentlichen Lebens Einreiseverbote. Darunter sind drei Journalisten des weltweit verbreiteten britischen TV-Senders BBC (British Broadcasting Corp.,). Betroffen sind beispielsweise der langjährige Moskauer BBC-Büroleiter Steve Rosenburg sowie die BBC-Produzenten Emma Wells.

Ebenfalls nicht mehr in das Bürgerkriegs-Lang Ukraine einreisen darf der bekannte deutsche Tageszeitungs-Journalist Michael Rutz. Er war langjähriger Chefredakteur der in Bonn verlegten politisch-gesellschaftlichen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“. Heute arbeitet Rutz als Mitglied im Lenkungsausschuss des deutsch-russischen Gesprächsforums „Petersburger Dialog“.

Die BBC hatte in dem Konflikt zwischen dem nicht demokratisch gewählten und legitimierten Regime in Kiew und der russischen Regierung versucht objektiv und nicht einseitig zu Gunsten Russlands oder der Ukraine zu berichten.

Das Einreiseverbots-Dekret wurde vom ukrainische Präsidenten Petro Poroschenko am Mittwoch unterzeichnet. Er sagte, Dutzende Journalisten würden eine Bedrohung „für die Ukraine und die nationale Sicherheit sowie Souveränität“ darstellen. Die ukrainischen Präsidialverwaltung stellte die Liste der nicht erwünschten auch westlichen Journalisten öffentlich auf einer Homepage ein. Die Einreiseverbote wurden durch den Ukrainer „Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat“ erstellt.

Spanische Tageszeitung El Pais ebenfalls von Einreiseverbot betroffen

Betroffen von Einreiseverboten in die Ukraine sind neben der BBC zudem Journalisten der bekannten spanischen nationalen Tageszeitung El Pais oder des TV-Senders Cuatro. Außerdem wurden gegen Dutzende Journalisten aus Russland oder unterschiedlichsten osteuropäischen Ländern Einreiseverbote vom Kiewer Regime verhängt. Hinzu kommen unzählige Politiker und sonstige Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, welchen untersagt wurde die Ukraine zu betreten. Darunter befindet sich der Staatschef der Tschetschenien-Republik, Ramsan Kadyrow.

Aus Russland darf beispielsweise Alexander Brod nicht mehr in die Ukraine einreisen, ein Mitglied des russischen „Präsidenten-Menschenrechtsrates“ sowie Direktors des „Moskauer Menschenrechtsbüros“. Auch Dmitry Kiselyov, ein bekannter russischer TV-Journalist darf die Ukraine nicht mehr betreten. Außerdem sämtliche Journalisten der wichtigsten russischen Staats-TV-Sender Rossiya-24, Channel One und NTV.

Der Auslandschef der BBC, Andrew Roy, sagte, die Einreiseverbote gegen BBC-Journalisten stellten „einen schändlichen Angriff auf die Freiheit der Medien“ dar. Weiter erklärte der Ressortleiter des bekannten und auch anerkannten britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC:

„Diese Sanktionen sind völlig unangemessen und eine unerklärliche Maßnahmen gegen BBC-Journalisten, die die Berichterstattung zur Situation in der Ukraine unparteilich und objektiv vornehmen. Wir fordern die ukrainische Regierung auf, die Namen (Red.-Anmerkung: der BBC-Journalisten) aus dieser Liste umgehend zu entfernen.“

Gérard Depardieu ebenfalls in Ukraine unerwünscht

Vom Einreiseverbot in die Ukraine betroffen ist auch der in Russland lebende französische Schauspieler Gérard Depardieu (der die russische Staatsbürgerschaft annahm) sowie Steven Seagal, ebenfalls ein Schauspieler.

Im Gegensatz zu einem Bericht auf spiegel-online scheinen die Gründe dafür, warum unter anderem BBC-Journalisten nun mit einem Einreiseverbot in die Ukraine belegt wurden, „nicht klar“ zu sein. Dies schreibt die britische Tageszeitung The Guardian.

Insgesamt umfasst die ukrainische Liste mit Einreiseverboten gegen Journalisten und sonstige Personen des Öffentlichen Lebens mittlerweile 400 Menschen und 90 Organisationen. The Guardian berichtet davon, dass auch Geschäftsleute aus Israel oder den USA mit Einreiseverboten in die Ukraine belegt wurden.



Kommentare (1)


wolfgang könig 25. September 2015 um 9:52

Man sollte das Hohe Gut der Pressefreiheit nicht all zu sehr strapazieren. Ich glaube , man hat auch eine Verantwortung zu übernehmen und übernommen. Kein Bild-Zeitungs-Journalismus.
Auch hier greift das Sprichwort :““ Ehrlich wärt am Längsten““

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 01. Mai 2019

Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz will am 19. Mai gegen Verschärfung des Waffenrechts entsprechend EU-Vorgaben stimmen

Auch wenn es in der EU zahlreiche Gegner von Waffen in privaten Händen gibt: In der Schweiz wollen am 19. Mai in einer Volksabstimmung zahlreiche Bürger nach wie vor für ihr Waffenrecht stimmen. Dabei gibt es aber hitzige Diskussionen ob das alte Waffenrecht erhalten bleiben soll oder ob es entsprechend des Schengener Euro-Abkommens überarbeitet, also verschärft werden soll. Die Anhänger […]

Sonntag, 28. April 2019

Todesfall UKE Hamburg + Wollte Ärztin Psychopharmaka mit Gewalt in den Mund stopfen lassen?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versinkt in einem Skandal. Wie die linksalternative Tageszeitung taz berichtet, habe sich ein unglaublicher Vorfall an der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ mit Todesfolge eines Patienten ereignet.[i] Für die psychiatrische Klinik des UKE verantwortlich wird auf der Homepage des UKE Klinikdirektor Univ-Prof. Dr. Jürgen Gallinat genannt.[ii] Der Arzt lässt sich auch auf der […]

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]