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Sonntag, 17. Februar 2019

EU und USA sorgen für höchste Benzinpreise in Deutschland – bis zu 1,65 € je Liter

Ein durchschnittlicher Parlamentsabgeordneter der Europäischen Union (EU) verdient im Schnitt jährlich für sich und sein Büro 200.000 Euro. Genug Geld, um Benzinpreise von 1,50 bis 1,65 Euro je Liter leicht bezahlen zu können.
Dass das Benzin in Deutschland so teuer ist wie noch nie, haben die Deutschen der EU zu verdanken. Nach Libyen-Massenbombardements des westlichen Kriegsbündnisses NATO vor bald einem halben Jahr und einem monatelangen Öl-Importsverbot gegen Libyen mischt sich die EU abermals in die Innenpolitik eines anderen Landes drastisch ein – in Syriens Innenpolitik. Das Resultat: Nach Libyen verhängte die EU gemeinsam mit den USA ein komplettes Importverbot für syrisches Öl.

Bezahlen können das vor allem die Deutschen: So viel wie derzeit mussten sie noch nie an Deutschlands Zapfstellen für Benzin berappen. Der syrische Erdöl-Minister bezifferte den Verlust aus Öleinnahmen seit September 2011 auf 1,54 Mrd. Euro – angeblich rund ein Drittel des Staatshaushaltes. Kriegsberichterstattung.com schätzt, dass mindestens dieser Betrag von den Europäern in den vergangenen Monaten für teureres Benzin mehr ausgegeben werden musste – mitten in der schlimmsten Wirtschaftskrise Europas seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Europäische Union versucht mit dem Öl-Boykott nach offizieller Lesart das Blutvergießen vom syrischen Militär in Teilen der Zivilbevölkerung zu beenden. Inoffiziell ist längst bekannt, dass beispielsweise Geheimdienste der USA oder Frankreichs, auch Großbritanniens, wie schon in Libyen, Oppositionelle in Syrien mit scharfen Waffen aufrüsten, um einen Bürgerkrieg zu entfachen. An dessen Ende soll die Entmachtung des umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar el Assad  stehen.

Auch wenn die EU aus demokratischen Staaten besteht: Sie hat ihre Bürger nicht befragt, ob sie bereit sind, Milliarden Euros mehr für Benzin jährlich auszugeben, um ein den westlichen Regierungen unliebsames, gewalttätiges und um seinen Machterhalt ringendes Regime, zu stürzen. Das enorme Demokratiedefizit der EU lässt grüßen.
Foto: © istockphoto/David Jones



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