Skip to main content
Mittwoch, 12. Dezember 2018

Bundestagspetition fordert: Staats-Abzocke von Ägypten-Urlaubern ist zu stoppen

Das deutsche Bundesfinanzministerium kassiert von deutschen Urlaubern die nach Ägypten fliegen im Schnitt jährlich 28,2 Mio. Euro an sogenannter „Luftverkehrssteuer“. Das hat nun das Onlinereisebuchungs-Portal ab-in-den-urlaub.de ermittelt (2,4 Mio. Nutzer im Monat).

Nun fordert eine Online-Bundestagspetition, diese staatliche Abzocke solle beendet werden. Noch bis zum 25. April können alle Bürger unter http://www.aegypten-petition.de/ darüber abstimmen. Ziel ist es, das die deutschen Ägypten-Touristen künftig maximal 9 Mio. Euro an den Fiskus überweisen sollen, im Idealfall Null, wie es vor zwei Jahren noch der Fall war. Grund: Der Staat kassiert bereits umfangreiche sonstige Steuern und Abgaben für Flugtickets. Die von der Bundesregierung aus CDU und FDP eingeführte zusätzliche „Luftverkehrssteuer“ kommt für die Touristen und Geschäftsreisenden on top.

Allerdings haben bislang noch nicht einmal 4.000 Personen für die Petition abgestimmt, da die meisten Deutschen noch gar nichts davon gehört haben – zu wenig. Mindestens 50.000 Stimmen sind bis zum Stichtag am 25. April nötig. Erst dann muss sich der Bundestag mit dem Petitions-Ziel auseinandersetzen.

Jede Person muss 23,43 € dem deutschen Staat zusätzlich für seinen Ägypten-Urlaub bezahlen

Derzeit müssen Ägypten-Reisende 23,43 Euro für einen Flug von Deutschland nach Ägypten zusätzlich zu den sonstigen Flugsteuern und Gebühren an den deutschen Staat überweisen. Die Petitions-Initiatoren fordern, dieser Betrag solle wenigstens auf 7,50 Euro gekürzt werden. Da Ägypten zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen gehören, müsse das Land der Pharaonen und antiken spektakulären Bauten anderen beliebten Touristenländern gleichgestellt werden. Hierzu gehören beispielsweise die Türkei, Kanarische Inseln oder Marokko. Nach Ägypten fliegen jährlich rund 1,2 Mio. Deutsche.

Allerdings ist die Forderung nach einer Absenkung der Luftverkehrssteuer nur ein Zwischenschritt: Die Reisebranche lehnt auch bald zwei Jahre nach Einführung der Luftverkehrsabgabe diese ab. Urlaub dürfe nicht wieder zu einem Luxusgut der Reichen werden, heißt es. Doch gerade die neue Luftverkehrssteuer belaste überproportional Geringverdiener und Familien.

Breite Unterstützung

Unterstützt wird die Petition vom Deutschen Reiseverband, den deutschen Charter-Fluggesellschaften (wie Airberlin, Condor), diversen Reiseveranstaltern (wie Thomas Cook), aber auch von ab-in-den-urlaub.de, mit über zwei Millionen Nutzern eines der größten europäischen Reisebuchungsportale.

Zur Petition geht es hier, wobei im ersten Schritt eine Anmeldung erforderlich ist:
http://www.aegypten-petition.de/



Kommentare (1)


Jens 11. April 2012 um 11:30

Ich werde die Petition nicht mitzeichnen, auch wenn ich einigen Argumenten in der Petition sehr gut folgen kann, insbesondere der Argumentation wie willkürlich die Steuersätze sind. Ich halte jedoch die gesamte Luftverkehrssteuer für eine reine willkürliche Abzocke. Ökologisch ist das überhaupt nicht, weil sie nicht verursachergerecht ist und auch keinerlei ökologische Lenkungswirkung hat: Beispiele:

– Zwei halbleere Flugzeuge werden genau so besteuert wie ein voll ausgelastetes Flugzeug

– Neue, ökologische, moderne Flugzeuge werden genau so besteuert wie alte Dreckschleudern

– Frachtflugzeuge, die eher mehr Schadstoffe ausstoßen als Passagiermaschinen, brauchen keine „ökologische“ Steuer zu zahlen.

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Hamas ruft Palästinenser zur Mäßigung wegen Trumps Jerusalem Provokation auf und zur Umsetzung des Kairoer Abkommen von 2011

Donald Trump versucht einmal mehr, die arabische und westliche Welt weiter zu spalten. So gießt er nun kurz vor Weihnachten 2017 erneut kräftig Öl ins Feuer: Er ernennt Jerusalem offiziell zur israelischen Hauptstadt. Vornehmen ausgedrückt wird dies damit umschrieben, man „anerkenne“ Jerusalem als israelische Hauptstadt. Das Politbüro der Hamas-Partei forderte die Palästinenser auf, die Araber sollten sich nicht provozieren lassen […]

Samstag, 25. November 2017

235 Tote bei Anschlag in Ägypten auf Kindergarten Moschee

Ägypten trauert: Bei einem islamistisch-fanatischen Terroranschlag kamen in Ägypten auf dem Sinai 235 Menschen ums Leben. Weitere 109 wurden zum Teil schwerst verstümmelt. (1) Einige sagen, damit hätten die arabischen Verbrecher, die das getan haben, die ägyptische Regierung vorführen wollen. Andere sehen einfach nur das Böse, Verbrecherische am Werk. Die Bomben wurden sicher nicht zufällig in einer Moschee gezündet, die […]

Donnerstag, 05. Oktober 2017

59 Tote +++ Bruder von Las Vegas Massenmörder will 1 Mio. Dollar für Operfamilien sammeln

Der Bruder des Las Vegas-Massenkillers Stephen Paddock erklärte, er wolle eine Millionen US-Dollar für die Opferfamilien des Vegas Massakers sammeln. 1 Millionen US-Dollar entsprechen derzeit umgerechnet 850.000 Euro. In einem Angriff aus dem 32. Stock des berühmten Mandalay Bay Hotels im Wüsten-Spielerparadies Las Vegas hatte der US-Bürger Paddock mehr Menschen umgebracht, als jemals in einem Terrorangriff in den USA in […]

Dienstag, 01. August 2017

Escorts in Südafrika: Klauen und die Polizei tut nichts

Wer in Südafrika bestohlen wird, darf sich keine Hoffnung machen, dass die Polizei in Südafrika ernsthaft ermittelt. Selbst dann nicht, wenn man von dem Täter oder der Täterin Fotos und die Handynummer hat. Besonders dreist und schlimm sei es am Kap mit Escort-Services, erzählt uns ein Deutscher: Sowohl weibliche Escorts wie männliche Escorts sähen Kunden als willkommene Diebstahls-Opfer an. Mal […]