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Piraten: Trotz Rechtsextremismus-Äußerung bleibt Berliner Pirat im Parlament

Wäre Bundestagswahl, würde die Piraten Partei sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Grünen liefern. Doch die Erfolgssträhne wird immer wieder durch seltsame Aktionen der Piraten unterbrochen.

So äußerte sich kürzlich der Berliner Piraten-Abgeordnete Martin Delius, er könne Parallelen zwischen dem Aufstieg von den Piraten und der national-sozialistischen Partei NSDAP sehen. Zwar hat sich der Pirat mittlerweile von seiner Äußerung distanziert und einen „Fehler“ eingeräumt. Aber dennoch bleibt ein fader Geschmack.

Denn seine Äußerung war erstaunlich unglücklich und auch naiv. Entsprechend bescherte sie den Piraten einmal mehr ein Mediendonner, das ihn seinen Abgeordneten-Posten hätte kosten können. Nach bisherigem Stand bleibt Delius aber wohl weiterhin im Abgeordnetenhaus vertreten. Jedoch empfahl ihm die Parteispitze, sich künftig etwas vorsichtiger zu äußern und solche „dämlichen“ Vergleiche lieber zu unterlassen. Ganz ausgestanden ist die Sache für den Berliner Piraten allerdings nicht. Noch hat die Berliner Partei-Fraktion sich nicht näher mit der aktuellen Diskussion beschäftigt.

In seinem Blog bezeichnete Delius mittlerweile seine Äußerungen als „Fehler“. Selbstverständlich seien die Piraten und die NSDAP „nicht vergleichbar“. Gleichzeitig zog er seine geplante Kandidatur für den Bundesvorstand zurück.
Bereits vergangene Woche waren die Piraten mit einem seltsamen Ansinnen aufgefallen: Die Mecklenburger Piraten hatten gefordert, das Wahlrecht nun auch Kindern zu erlauben. So sollten bereits 12-Jährige wählen dürfen.



Kommentare (2)


Unmut 24. April 2012 um 12:22

Ob die Piraten sich bei ihrer Namenswahl auch nur ein kleines bisschen das Hirn zermartert haben?

Pirat, abgeleitet aus dem Lateinischen pirata bedeutet Seeräuber oder dem Griechischen peirates bedeutet Angreifer. darunter ist eine Person zu verstehen die Piraterie betreibt.
Unter Piraterie verstehen wir auf See oder zur Luft ausgeübte Gewalttaten, Eigentumsdelikte oder Freiheitsberaubungen. Diese finden in der Regel dort statt, wo keine anderen staatlichen Hoheitsregeln bzw. Gesetze gelten. Die Piraten sind bitte nicht zu verwechseln mit Freibeutern, die diese Dinge im Auftrag von Regierungen tun.
Übrigens Piraterie ist international geächtet, das bedeutet, dass alle Statten der Welt zu ihrer Verfolgung und in diesem Zusammenhang zur internationalen Zusammenarbeit verpflichtet sind.
Toller Name!
Vielleicht fühlt sich die Mehrheit der Piraten auch an ihre Kindheit erinnert, wer hat nicht gern Pirat gespielt und sich die selbige Flagge gebastelt…
Aber in der Politik- hat so etwas nichts zu suchen. Es ist Schade, dass diese Partei einen solchen Zulauf hat und doch nichts bewegen möchte, da es ihr an Verantwortungsbewusstsein mangelt. Es ist aber sehr gut, dass in diesem Zusammenhang den Politikern der anderen Parteien der Marsch geblasen wird, denn diese müssen jetzt erkennen, dass sie Politik am Menschen vorbei gestalten und so, ähnlich den Piraten, keinen guten Zeiten entgegen segeln!

Antworten

Piratenschnösel 24. April 2012 um 11:55

Was will man von einer Horde wild zusammengewürfelter Menschen die den Mittelpunkt ihres Lebens im Netz sehen auch sonst erwarten. Da fehlt es an Wissen, Kultur und Takt!
Nicht jeder der Tag und Nacht im Internet rum twittert ect. erreicht damit Regierungskompetenz-Schade- aber selbst Verantwortung wollen die ja nicht übernehmen.

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