Wäre Bundestagswahl, würde die Piraten Partei sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Grünen liefern. Doch die Erfolgssträhne wird immer wieder durch seltsame Aktionen der Piraten unterbrochen.

So äußerte sich kürzlich der Berliner Piraten-Abgeordnete Martin Delius, er könne Parallelen zwischen dem Aufstieg von den Piraten und der national-sozialistischen Partei NSDAP sehen. Zwar hat sich der Pirat mittlerweile von seiner Äußerung distanziert und einen „Fehler“ eingeräumt. Aber dennoch bleibt ein fader Geschmack.

Denn seine Äußerung war erstaunlich unglücklich und auch naiv. Entsprechend bescherte sie den Piraten einmal mehr ein Mediendonner, das ihn seinen Abgeordneten-Posten hätte kosten können. Nach bisherigem Stand bleibt Delius aber wohl weiterhin im Abgeordnetenhaus vertreten. Jedoch empfahl ihm die Parteispitze, sich künftig etwas vorsichtiger zu äußern und solche „dämlichen“ Vergleiche lieber zu unterlassen. Ganz ausgestanden ist die Sache für den Berliner Piraten allerdings nicht. Noch hat die Berliner Partei-Fraktion sich nicht näher mit der aktuellen Diskussion beschäftigt.

In seinem Blog bezeichnete Delius mittlerweile seine Äußerungen als „Fehler“. Selbstverständlich seien die Piraten und die NSDAP „nicht vergleichbar“. Gleichzeitig zog er seine geplante Kandidatur für den Bundesvorstand zurück.
Bereits vergangene Woche waren die Piraten mit einem seltsamen Ansinnen aufgefallen: Die Mecklenburger Piraten hatten gefordert, das Wahlrecht nun auch Kindern zu erlauben. So sollten bereits 12-Jährige wählen dürfen.

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