Skip to main content
Donnerstag, 29. September 2022

Palästina gelingt vor UNO wichtiger Weg zum Staat / Luxemburg kritisiert EU scharf

Nun ist gekommen, was Israel seit Jahrzenten verhindern möchte: Dass die Araber vor der UNO eine Mehrheit bekommen, zur Gründung eines palästinensischen Staates.

Derzeit stimmt die UNO-Vollversammlung in New York genau darüber ab. Formal geht es zwar nur um die Frage, dass die „Palestinian Authority“ (Präsident: Mahmoud Abbas) ihren Status von observer, also einem Beobachter, zu einem „non-member state“-Status ändert. Aber allen abstimmenden Staaten ist bewusst: Wenn dieser Schritt gelingt, ist es letztlich das eindeutige Ja zu einem Staat Palästina. Erste Ergebnisse liegen nun vor: 139 Staaten stimmten dafür, 41 enthielten sich.

Es ist der vierte Anlauf seit 1974 zu einem solchen Schritt: 65 Jahre nachdem die Briten den Staat Israel gründeten – auch, um den weltweit verstreut lebenden und oftmals auch verfolgten Israelis, beziehungsweise Juden, endlich einen eigenen Staat mit einem entspechenden Schutzraum geben zu können. Auch die UNO hatte 1948 nach dem furchtbaren Holocaust an den Juden durch das nationalsozialistische Deutschland den Staat Israel in dieser Region ansiedeln wollen.

Die Juden sollten endlich eine eigene Heimat bekommen. Das haben sie nun zwar geschafft, dafür verwehren sie aber – mit unzähligen diplomatischen Schachzügen und auch unzähligen militärischen Operationen die Gründung eines Staates Palästina. Eines ist klar: Der 29. November 2012 wird in die Geschichte eingehen – egal wie das Ergebnis der Abstimmung in der UN-Generalversammlung aussieht.

Mit einem äußert interessanten Zitat wird der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn derzeit in der Weltpresse zitiert: „Die Europäer sind dafür bekannt, überall auf der Welt für die Menschenrechte einzutreten. Nur im Falle Palästinas nehmen sie hin, dass ein Staat ohne Sicherheit und Würde leben muss.“ Deshalb werde Luxemburg nun vor der UNO mit „Ja“ stimmen. Mit einem deutlichen „Ja“ zur Gründung eines palästinensischen Staates.

Alleine die vergangenen 25 Jahre „hat Israel tausende palästinensische Häuser zerstört und rund 8.500 Palästinenser mit Bombenabwürfen aus Kriegsflugzeugen umgebracht“, erklärt ein Politologe. Neuerdings kommen auch zielgerichtete Hinrichtungsaktionen mit israelischen Drohnen hinzu, also unbemannten Flugzeugen. Den getöteten Palästinensern stehen rund 500 Israeli gegenüber, die von Selbstmordattentätern oder Raketenangriffen der Palästinenser seit 1987 umgebracht wurden, also dem Beginn der 1. Intifada, dem palästinensischen Aufstand gegen die israelische Besatzungspolitik.

Die Palästinenser verteidigen ihre Angriffe gegen Israel damit, dass es die einzige Möglichkeit sei, sich gegenüber dem technisch haushoch überlegenen Israel wehren zu können. Alleine in der letzten Woche des Monats November 2012 haben die „Israeli Forces“ 99 Palästinenser in der West Bank, dem Westjordanland, verhaftet, darunter 9 Minderjährige, also unter 18-Jährige.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 02. September 2022

Mafia

Dicker Rip Deal Mörder überfährt mit Mercedes deutschen Unternehmer-Sohn Fabian Esser (33) in den Niederlanden und klaut 100.000 Euro – Stammen Täter aus Italien, sind sie Roma?

Und wieder langen sie zu: Europas Betrugs-Mafia Nummero Eins, die Rip Deal-Gangster. Ihr Opfer dieses Mal: Ein sympathischer deutscher Bauunternehmern-Sohn, Fabian Esser, 33. Beim Versuch, die von den Tätern ihm geklauten 100.000 Euro zurückzuholen, hängte sich Fabian im Juni 2022 in den Niederlanden, dem Ort des monströsen kriminellen Betrugs, mutig an die Türe des wegfahrenden dicken Mercedes. In der schicken […]

Dienstag, 09. August 2022

Angriffskrieg

Anzahl Tote im Krieg in der Ukraine in ersten fünf Monaten

Von Tag zu Tag steigt die Anzahl der auf ukrainischer und russischer Seite getöteten Menschen, Soldaten, Zivilisten im von Russland durchgeführten Angriffskrieg auf die Ukraine. Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) seien seit Beginn des Krieges in der Ukraine vor rund einem halben Jahr bis zum 31. Juli 2022 (24. Februar bis 31. Juli 2022) mindestens 5.327 Todesopfer alleine […]

Freitag, 04. März 2022

Kriege & Lügen

Flugverbotszone NATO in Ukraine hieß 26.000 Bombenangriffe der NATO auf Libyen

Kommentar – War da was? Flugverbotszone? Kennen wir das nicht irgendwoher? Ja: Wir erinnern uns an das Jahr 2011 zurück. Damals stellte der Westen mit seinem „Verteidigungsbündnis“ vor dem UN-Sicherheitsrat schon einmal einen Antrag eine angebliche „Flugverbotszone“ einrichten zu wollen. Nur nicht über der Ukraine, sondern in Libyen. Man überzeugte damals, vor zehn Jahren, den UN-Sicherheitsrat, also auch Russland und […]

Dienstag, 01. März 2022

Krieg

Amnesty International kritisiert russische Invasion der Ukraine scharf: Menschenrechte und Menschenleben gefährdet

Die weltweit tätige Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert scharf den Angriffskrieg des Putin-Regimes, das seit gut 20 Russland regiert. So schreibt Amnesty International: Nachdem Russland begonnen habe, „die gesamte Ukraine anzugreifen“ rufe die größte Menschenrechtsorganisation der Welt „zur unbedingten Einhaltung der internationalen Menschenrechtsnormen und des humanitären Völkerrechts auf“. „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Nach wochenlanger Eskalation hat eine russische Invasion […]

Dienstag, 01. März 2022

Trumpf

Nicola Leibinger-Kammüller zur Ukraine Krise: „allzu oft beiseite geschaut“

Die schwäbische Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller hat auf ihrem LinkedIn-Kanal sich zur aktuellen Ukraine-Krise geäußert. Wir geben ihre mahnende und weitblickende Stellungnahme ungekürzt zur Kenntnis: „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei TRUMPF wir alle sehen an den Bildschirmen seit letzter Woche dramatische Bilder aus dem Osten Europas. Panzer und schwere Artillerie rollen auf den Straßen. Autoschlangen mit Zivilisten bewegen sich aus der […]

Dienstag, 07. September 2021

Terror

Taliban geben Afghanistan neuen Namen ‚Islamisches Emirat Afghanistan‘

Die muslimisch-terroristische Organisation der Taliban haben die Bildung einer neuen „Charakter“-Regierung in Afghanistan angekündigt. Nach Angaben des US-Polizeidienstes FBI handele es sich beim Taliban Regierungsanführer um einen Terroristen. Die Bildung einer Regierung unter der militanten Taliban Terror-Gruppe hatte sich zuvor verzögert. Sie soll zweimal versucht haben, eine neue Regierung zu bilden, nachdem sie mit Terroranschlägen und Terrorgewalt die alte Regierung […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »