Skip to main content
Freitag, 29. Mai 2020

Palästina gelingt vor UNO wichtiger Weg zum Staat / Luxemburg kritisiert EU scharf

Nun ist gekommen, was Israel seit Jahrzenten verhindern möchte: Dass die Araber vor der UNO eine Mehrheit bekommen, zur Gründung eines palästinensischen Staates.

Derzeit stimmt die UNO-Vollversammlung in New York genau darüber ab. Formal geht es zwar nur um die Frage, dass die „Palestinian Authority“ (Präsident: Mahmoud Abbas) ihren Status von observer, also einem Beobachter, zu einem „non-member state“-Status ändert. Aber allen abstimmenden Staaten ist bewusst: Wenn dieser Schritt gelingt, ist es letztlich das eindeutige Ja zu einem Staat Palästina. Erste Ergebnisse liegen nun vor: 139 Staaten stimmten dafür, 41 enthielten sich.

Es ist der vierte Anlauf seit 1974 zu einem solchen Schritt: 65 Jahre nachdem die Briten den Staat Israel gründeten – auch, um den weltweit verstreut lebenden und oftmals auch verfolgten Israelis, beziehungsweise Juden, endlich einen eigenen Staat mit einem entspechenden Schutzraum geben zu können. Auch die UNO hatte 1948 nach dem furchtbaren Holocaust an den Juden durch das nationalsozialistische Deutschland den Staat Israel in dieser Region ansiedeln wollen.

Die Juden sollten endlich eine eigene Heimat bekommen. Das haben sie nun zwar geschafft, dafür verwehren sie aber – mit unzähligen diplomatischen Schachzügen und auch unzähligen militärischen Operationen die Gründung eines Staates Palästina. Eines ist klar: Der 29. November 2012 wird in die Geschichte eingehen – egal wie das Ergebnis der Abstimmung in der UN-Generalversammlung aussieht.

Mit einem äußert interessanten Zitat wird der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn derzeit in der Weltpresse zitiert: „Die Europäer sind dafür bekannt, überall auf der Welt für die Menschenrechte einzutreten. Nur im Falle Palästinas nehmen sie hin, dass ein Staat ohne Sicherheit und Würde leben muss.“ Deshalb werde Luxemburg nun vor der UNO mit „Ja“ stimmen. Mit einem deutlichen „Ja“ zur Gründung eines palästinensischen Staates.

Alleine die vergangenen 25 Jahre „hat Israel tausende palästinensische Häuser zerstört und rund 8.500 Palästinenser mit Bombenabwürfen aus Kriegsflugzeugen umgebracht“, erklärt ein Politologe. Neuerdings kommen auch zielgerichtete Hinrichtungsaktionen mit israelischen Drohnen hinzu, also unbemannten Flugzeugen. Den getöteten Palästinensern stehen rund 500 Israeli gegenüber, die von Selbstmordattentätern oder Raketenangriffen der Palästinenser seit 1987 umgebracht wurden, also dem Beginn der 1. Intifada, dem palästinensischen Aufstand gegen die israelische Besatzungspolitik.

Die Palästinenser verteidigen ihre Angriffe gegen Israel damit, dass es die einzige Möglichkeit sei, sich gegenüber dem technisch haushoch überlegenen Israel wehren zu können. Alleine in der letzten Woche des Monats November 2012 haben die „Israeli Forces“ 99 Palästinenser in der West Bank, dem Westjordanland, verhaftet, darunter 9 Minderjährige, also unter 18-Jährige.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 03. April 2020

Ältester Überlebender

104-jähriger Weltkriegsveteran erholt sich von Corona COVID-19

Ein Licht in so dunklen Zeiten und natürlich aus dem Land der unendlichen Möglichkeiten nach oben wie nach unten: Aus den USA. Mehrere US-Medien berichten, wonach ein U.S.-Amerikaner aus dem U.S.-Bundesstaat Oregon nun seinen 104. Geburtstag gefeiert habe – mit Mundschutz natürlich. Zuvor sei er aber an Corona erkrankt, also COVID-19. Davon habe sich der rüstige Rentner, der in einem […]

Montag, 30. März 2020

Vom Wahnsinn & Co

Gewinner Coronakrise: Ganz klar China, der Westen durchgeht Katharsis

Kommentar – Die Corona-Krise im Westen wird wahrscheinlich Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz kosten und Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Unternehmen, darunter viele Einzelunternehmen, Mittelständler oder Konzerne in den Konkurs treiben. Doch es gibt auch Gewinner der Krise: Käufer billiger Aktien und billiger Bitcoins beispielsweise oder Besitzer von Immobilien, welche die Nerven behalten. Ein großer Gewinner dürfte ebenso China sein, möglicherweise zudem […]

Samstag, 14. März 2020

Grenzgänger & Sonstige

Wie irre ist Jens Spahn? Er will halbe Millionen Deutsche in Schweiz in Quarantäne schicken

Kommentar: Wie irre ist Jens Spahn? Bislang ist Deutschlands Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) in der Corona-Krise nicht durch allzu viele sinnvolle Aktionen aufgefallen. An den Flughäfen gibt es kein kostenloses Desinfektionsmittel, auch keine Infostände. Selbst Argentinien hat das. Nicht so in Deutschland: Hier durfte die Lufthansa noch bis Mitte Februar 2020 Tausende Menschen von China nach Deutschland fliegen und zurück. Einflugsperren […]

Samstag, 14. März 2020

Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März: So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Translate »