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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Alfa-Chef Prof. Bernd Lucke hat Recht: Böhmermanns Beleidigungen gehen überhaupt nicht

Greift Böhmermann an: Bernd Lucke, früher Co-Gründer der AfD, heute Chef der Partei Alfa.

Kommentar – Endlich spricht einmal mit Alfa-Chef Prof. Dr. Bernd Lucke ein prominenter Politiker aus, was viele in der Liga sich denken, aber kaum einer derzeit getraut zu sagen:

Dass das, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen ZDF in Bezug auf den umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sendete, allerunterste Schublade ist. Schlimmer als das Niveau in einem drittklassigen Pornokino auf der Reeperbahn.

Was an Jan Böhmermanns Auslassungen über Erdogan Satire sein soll, haben wir noch nie verstanden. Perfekt wird der Skandal, bedenkt man, dass der journalistische Dreck von Jan Böhmermann auch noch von den Bürgern Deutschlands durch eingetriebene hohe Zwangsgebühren finanziert werden muss. Durch Milliarden-Gebühren. Dabei ist das ZDF als Medium längst so unnötig wie ein Kropf.

Es wird nur noch gehalten zur Selbstbeweihräucherung der politischen Elite. Einen vernünftigen Grund, weshalb es noch öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Zeiten geben sollte, in welchen es in Deutschland digital Hunderte TV-Sender zu empfangen gibt und zudem sich jeder im Internet von Medien unabhängig umfassendst informieren kann, gibt es schlicht nicht mehr.

Umso bemerkenswerter ist das, was jetzt der Chef der Partei „Alfa“, was für „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ steht, der ehemalige AfD-Co-Gründer Bernd Lucke, nun in Bezug auf Jan Böhmermann schreibt:

„Jan #Boehmermann ist ein Feigling. Er weiß, dass Erdogan der Buhmann der Nation ist. Ihn abzuwatschen, ist leichtes Spiel. Da klatscht das Publikum, weil es den ungeliebten Erdogan erwischt. Und so hat Böhmermann den Erfolg und die Zustimmung, die leicht vorauszusehen waren. Gefühlte 90% der Bevölkerung sind auf seiner Seite. Gewiss: Erdogan ist alles andere als eine Lichtgestalt der Demokratie, der Pressefreiheit und des Minderheitenschutzes. Keine Frage. Doch er hat die Türkei zum Erfolg geführt: Die Türkei boomt, der Wohlstand steigt, die Verschuldung sinkt, der Sozialstaat entwickelt sich, die Kindersterblichkeit sinkt. Außerdem: Kein Land der Welt hat so viele Flüchtlinge aufgenommen wie die Türkei. Die unbestreitbaren Schattenseiten von Erdogans Amtsführung will ich hier nicht ausführen – sie werden in den deutschen Medien ausführlich beleuchtet. Was da an Kritik geäußert wird, ist meistens berechtigt. Aber sich den einen herauszupicken, der nun mal in Deutschland besonders unbeliebt ist, und ihn Beifall heischend mit unflätigen Obszönitäten zu bombardieren, ist ungerecht, gemein und feige. Und deshalb sage auch ich, was man nicht sagen darf: Böhmermann ist eine feige Drecksau. #ALFA“

Ob die Beleidigungen und erheblichen Verletzungen der Persönlichkeitsrechte von Böhmermann gegen Erdogan nun als Schmähkritik bezeichnet werden oder nicht, ist sekundär. Denn klar ist, dass das Böhmermann-Gedicht über Erdogan die Banden, in welchen sich Satire bewegt, ja bewegen darf, bei weitem verlassen hat und damit eine Titulierung als Satire schlicht verwirkt hat. Der Begriff „Satire“ wird hier missbräuchlich als Schutzschild für journalistischen Dreck benutzt.

Dafür zahlen wir nicht die Rundfunkgebühr!

Dafür zahlen wir nicht die Rundfunkgebühr. Die ganze Hetze in den deutschen Massenmedien, gegen Menschen, die es derzeit wagen, Böhmermann zu kritisieren oder auch die plump-dummen Versuche, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als schlechte Kanzlerin hinzustellen, da sie den Fall Böhmermann nicht zum Regierungsfall machte, sondern ihn dahin schob, wohin er gehört, nämlich in ein hohes Gericht, spricht ebenfalls Bände.

Die deutschen Massenmedien sind zu großen Teilen in der politischen Berichterstattung schlicht mittlerweile Müll. Man braucht weder einen Propagandisten wie Claus Kleber im ZDF sich anzuschauen, noch andere Massenmedien im politischen Teil groß zu rezipieren. Russisches Staatsfernsehen ist nicht einseitiger gefärbt, als viele im Gleichklang laufenden deutschen Massenmedien (weshalb auch die ewgie Kritik am russischen Staatspräsidenten Vladimir Putin letztlich lächerlich ist).

Man kann sich nicht einmal mehr wirklich über die politischen Geschichten in unseren Massenmedien aufregen. Man schaltet einfach nur noch ab. Kauft keine Tageszeitungen mehr. Verzichtet auf den Kauf von politischen Magazinen, dreht die Radionachrichten ab.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wer nun in den Massenmedien auch noch allen ernstes sich vor das Böhmermann-„Gedicht“ stellt, mit dem Schutzschild, es sei ja „nur Satire“, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Denn jeder professionelle Medienmann weiß, dass so etwas niemals im ZDF hätte gesendet werden dürfen, ja presserechtlich der ganze Text ein erheblicher Verstoß ist.

Massenmedien bemühen sich, Kritiker von Böhmermann in den Dreck zu ziehen

Da sich derzeit alle deutschen Massenmedien bemühen, Kritiker von Jan Böhmermann in den Dreck zu ziehen und Druck aufzubauen gegen Kritiker, gleichzeitig aber noch nicht einmal das Böhmermann-„Gedicht“ veröffentlichen, möchten wir dieses hier nachholen.

Zudem sind wir der Überzeugung: Sollte allen Ernstes ein hohes Gericht sich vor Böhmermann stellen und diese Drecksprache als „Satire“ absegnen, dann wissen wir zumindest, dass künftig faktisch alles in Deutschlands Medien erlaubt ist, dass es faktisch keine Persönlichkeitsverletzungen mehr gibt, wenn man nur „Satire“ davor schreibt.

Möchte sich Deutschland wirklich auf einem solchen Böhmermann-Niveau der Welt präsentieren?

Ok, wenn es das ist, wie sich Deutschland präsentierten möchte, scheint Deutschland nichts anderes verdient zu haben.

Wir sind aber der Meinung; So geht es nicht und so sollte sich Deutschland nicht präsentieren. Ein Mindestniveau an gegenseitigem Respekt sollte man vorleben und daran sollte sich auch die Presse halten. Das gilt auch für das ZDF und seine Chefredaktion, die sich derzeit feige wegduckt und so tut, als gehe sie der ganze Skandal in ihrem Sender nur peripher etwas an.

Dabei hätte es eigentlich im ZDF längst Rücktritte geben müssen und zwar von den Haupt-Verantwortlichen Journalisten im Hause. Das wäre ZDF-Intendant Thomas Bellut und ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey, sowie natürlich dem verantwortlichen Abteilungsleiter, in dessen Bereich Böhmermann angesiedelt ist.

Da wir es in der jetzigen Debatte für unumgänglich halten, den Text von Böhmermann in Auszügen einmal zu veröffentlichten, da sich jeder nur so eine Meinung über das Niveau des ZDF und Jan Böhmermann machen kann, hier Auszüge aus der Böhmermann-Sendung:

„Böhmermann: Ich hab ein Gedicht, das heißt „Schmähkritik“. Können wir vielleicht dazu eine türkisch angehauchte Version von einem Nena-Song haben? Und können wir vielleicht ganz kurz nur die türkische Flagge im Hintergrund bei mir? Sehr gut.

Also, das Gedicht. Das, was jetzt kommt, das darf man nicht machen?

Kabelka: Darf man NICHT machen.

Böhmermann: Wenn das öffentlich aufgeführt wird, das wäre in Deutschland verboten.

Kabelka: Bin der Auffassung: das nicht.

Böhmermann: Okay. Das Gedicht heißt „Schmähkritik“.

UPDATE: Da das „Schmähgedicht“, wie der Name schon sagt, rechtlich nun auch vom Landgericht Hamburg in einem Urteil vom 17. Mai 2016 in Teilen untersagt wurde, haben wir an dieser Stelle dieses unsägliche ARD-Konstrukt gelöscht. Jeder Cent an GEZ-Gebür war dafür sowieso zu viel.
Böhmermann: Ich kann Ihnen sehr empfehlen unseren Scherzanwalt, Dr. Christian Witz in Berlin, ist ein ganz Toller.“

Mit dem Anwalt ist wohl der nicht billige Berliner Promi-Presseanwalt Christian Scherz gemeint von Schertz Bergmann Rechtsanwälte PartG mbB.

Wer sich zudem das Böhmermann-Video einmal anschauen möchte, findet es unter anderem in einem Artikel der angesehenen Münchner Regionalzeitung Münchner Merkur (hier klicken).



Kommentare (1)


Erzürnt 19. April 2016 um 14:10

Oh mein Gott – was für ein in der Wortwahl – die der Autor ja beklagt- unintelligenter Artikel, ich habe mich beim Lesen so geärgert, dass ich dies nun doch niederschreibe.
Es ist nicht Aufgabe von anderen Journalisten??? zu bewerten wie diese Gedicht einzuordnen ist. Sicher sind für diesen Autor auch ander Kunstformen einfach ekelhaft und schrecklich. Schon mal darüber nachgedacht, dass die eigene Wahrnehmung nicht die aller ist? Das ist nicht Demokratie das ist Diktatur!

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