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Mittwoch, 03. Juni 2020

Wiesbadener Eltern von Berliner Terroropfer: „Nie wieder Merkel!“

Die Eltern eines der Opfer des Terroranschlags auf einem komplett ungesicherten Weihnachtsmarkt in Berlin attackieren Merkel für ihre schlechte Sicherheitspolitik. (Bild: Video).

Die offensichtlich gutbürgerlichen aus Wiesbaden stammenden deutschen Eltern eines im Koma liegenden Opfers des Lkw-Terroranschlags von Berlin sagten nun: sie würden nie wieder Angela Merkel (CDU), die deutsche Bundeskanzlerin, wählen.

Das erklärten die sichtlich mitgenommenen Eltern in Berlin gegenüber einem dänischen TV-Sender und führten aus: Ihr Sohn liege auf Grund des Lkw-Terroranschlags auf einem berühmten Berliner Weihnachtsmarkt schwerst verletzt im Koma in einer Berliner Klinik (Anmerkung Redaktion: wahrscheinlich in der Charité).

Der Terrorist, der in Berlin mit einem wuchtigen Lkw auf dem weltberühmten Berliner Weihnachtsmarkt am Europacenter direkt am Kurfürstendamm 12 Menschen umgebracht und 48 zum Teil schwerst verletzt hatte, wurde von deutschen Behörden nicht abgeschoben. Trotz zahlreicher schwerer Vorwürfe gegen ihn.

So saß er vier Jahre in Italien im Gefängnis. Aber wie üblich, funktionierte zwischen den EU-Mitgliedsländern mal wieder nicht der Kriminalitäts-Abgleich von Schwerverbrechern. Immerhin soll der tunesische Täter in Italien eine Flüchtlingsunterkunft auf Sizilien angezündet haben.

Auch in Deutschland soll er immer wieder in kriminelle Aktionen verwickelt gewesen sein. Deshalb galt er seit längerer Zeit als Sicherheitsrisiko.

In Berlin war deshalb sogar rund ein halbes Jahr sein Smartphone abgehört worden – doch angeblich ohne konkrete Hinweise auf Anschläge. Man hatte lediglich das Gefühl, er könnte in Berlin als Kleindealer ein wenig Geld verdienen. Deshalb hatte man die teure zeitgleiche Rund-um-die-Uhr-Observierung seines Handys aufgegeben.

Wir geben das bedrückende Interview mit dem dänischen Sender TV 2 an dieser Stelle wider, in welchem die Eltern eines der Berliner Terroropfer Stellung nehmen:

Frage dänischer Journalist an die Eltern: Warum sind Sie eigentlich hier her gekommen nach Berlin?

Mutter stammelt: „Wir kommen heute“ (dreht sich dann weinend weg).

Dann sagt der Vater, der um die 60 oder 70 zu sein scheint, aufgewühlt: „Weil unser Kind hier schwer verletzt worden ist. Und Dankeschön Frau Merkel. Die wähl ich mein ganzes Leben lang nicht mehr und hoffentlich meine ganze Familie und alle meine Freunde auch. Nein. Bitte nicht weiter fragen.“

Mutter weinend: „Unser Sohn war hier. Deswegen sind wir hier, zu kucken, wo es passiert ist.“

Frage Journalist: Und was ist mit ihm passiert?

Mutter weinend: „Er ist schwerst verletzt und er liegt noch im Koma.“

Journalist: Hier in Berlin?

Mutter: „Ja. Denn er arbeitet in Berlin und kam immer nach Hause übers Wochenende nach Wiesbaden. Und er wollte am nächsten Tag – hab schon alles gehabt – kommen. Ja, unsere Tochter ist ja da. Bitte.“

Dann gehen die Eltern vom Schmerz überwältigt weg.

Mittlerweile wurde der tunesische Attentäter, der 23-Jährige Anis Amri, in Norditalien, in der Nähe von Mailand, von Polizisten erschossen. Zuvor hatte Amri einen italienischen Polizisten ebenfalls mit Schüssen umgebracht.

Irre Flüchtling wollte alles, tun, was IS von ihm verlange

Außerdem ist ein Video aufgetaucht, in welchem der Tunesier ISIS in einem irren narzisstischen Selfie-Video „gehorsam“ (O-Ton) verspricht:

Er werde alles tun, was von IS verlangt werde, sagte der durchaus gut aussehende junge Tunesier in dem Smartphone-Video. Der Clip könnte in Deutschland während der Winterzeit aufgenommen worden sein.

Neben Berlin hatte sich der tunesische Flüchtling unter anderem in Freiburg im Breisgau befunden, aber auch in einem Erstaufnahmelager in Karlsruhe, sowie in einigen anderen deutschen Städten.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sagte während einer Pressekonferenz in Berlin, wonach die Bundesregierung prüfe, „ob eine bestimmte Politik geändert werden“ müsse.

Dazu dürfte vor allem auch der Umgang mit Flüchtlingen gehören: Denn Tunesien, das Heimatland des Flüchtlings, hatte sich seit Jahren geweigert, den eigenen Landsmann wieder zurückzunehmen. Er sei ihnen zu gefährlich, hatten die tunesischen Behörden rotzfrech gegenüber Italien und Deutschland angegeben.

Seitdem war ein Katz- und Mausspiel mit dem Flüchtling im Gange. Genug Zeit, um seine teuflischen Pläne gegen Deutsche und sonstige Besucher des Weihnachtsmarktes in Berlin umzusetzen.

Der Weihnachtsmarkt an der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hatte eine Schutzmauer zur Straße, die war aber abegrissen worden vor Jahren

Kommentar – Die Eltern des im Koma liegenden jungen Mannes waren auf dem Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche interviewt worden.

Skandal: Der Weihnachtsmarkt ist seit Jahren trotz der weltweiten Anschlags-Warnungen gleich von zwei Fronten komplett und sehr leicht angreifbar. Das ist auch in Berlin seit Jahren bekannt. Doch war es den verantwortlichen Politikern und Behörden-Vertretern in den Bauämtern und Ordnungsämtern offensichtlich egal.

Zum einen besteht eine komplett offene linken Seite des Weihnachtsmarktes zum neuen Bikini-Haus hin. Von hier aus konnte der LKW ungehindert direkt von der Straße in die Menschenmenge fahren.

Bis vor wenigen Jahren war genau diese Seite mit massiven Betonwänden gesichert, in welche Sitzbänke und Büsche integriert worden waren.

Diese Wände hätten den Lkw aufhalten können. Doch hatte man sie im Zuge der Öffnung des Platzes hin zum neu und schön aufgesetzten Bikini-Haus komplett entfernt. Dabei hatte man auch auf dichtere Schutzpflöcke gegen Autos verzichtet.

Verantwortlich dürfte der Baubürgermeister im Bezirk Berlin Mitte sein. Warum er nicht stärker in Kritik gerät, ist eine von vielen offenen Fragen, die immer noch im Raum stehen. Doch die Massenmedien verschweigen diese drängenden Fragen an die Berliner Behörden und verantwortlichen Politiker bislang.

Man versucht offensichtlich zur Tagesordnung überzugehen. Zu einer Ordnung, in welcher sich Lokalmedien und Politiker gerne gegenseitig die Bälle zuschieben.

Dabei war auch die andere Seite des Weihnachtsmarktes an der Berlin Gedächtniskirche, also vom Prachtboulevard Kurfürstendamm her, komplett vor Autoangriffen nicht geschützt worden.

Und das, wo seit Jahren die Gefahrenlage für Weihnachtsmärkte auch der Berliner SPD- und LINKEN-Regierung bekannt sein müsste.

Ebenso sitzt die deutsche Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD in Berlin. Sie kennt seit Jahren die besonders gefährdeten Hotspots der deutschen Hauptstadt.

Doch auch sie tat nicht viel, außer eigene Politiker immer besser mit aus Steuergeldern teuer bezahlten Bodyguards und noch schwereren Panzerlimousinen zu schützen. Selbst eine eigene Kanzler-U-Bahn gönnte man sich. Damit die Parlamentarier schneller und sicherer in den Bundestag kommen.

Opfer sollten gegen das Land Berlin, die Behörden und die Bundesregierung wegen Fahrlässigkeit klagen

Die Opfer oder Hinterbliebenen des Terroranschlags von Berlin sollten sich über hohe Schadensersatzforderungen gegen das Land Berlin, die verantwortlichen Behörden, aber auch gegen die Bundesregierung, Gedanken machen.

Es gibt keinen Grund, warum man die grob fahrlässige Sicherheits-Vernachlässigung am bekannten und äußerst prominent gelegenen Weihnachtsmarkt an der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche einfach so durchgehen lassen sollte.

Statt es als oberste stadtplanerische Priorität zu sehen, in die Sicherheit von Eichhörnchen, Tauben oder Fledermäusen zu investieren, sollten die Kommunen in die Sicherheit von Menschen im kommunalen Raum investieren!

Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Und es gibt Verantwortliche. Eltern, welche auf ihre Kinder nicht aufpassen, müssen sich auch vor Gericht verantworten. Warum soll das nicht für Behörden-Mächtige und Politiker gelten? Weihnachtsmärkte werden ja oft im Voraus geplant und behördlich genehmigt.

Auch ist die Stadtplanung von Plätzen ein komplexer Genehmigungs-Vorgang. Statt auf die Sicherung von Eichhörnchen & Co. zu achten, wofür manches Mal Kommunen bis zu 500.000 Euro bezahlen, kann man wohl in Zeiten des seit Jahren anhaltenden IS-Terrors erwarten: Dass zu erst in die Sicherheit der Menschen investiert wird.

Deshalb hat der Staat das Gewaltmonopol und deshalb tragen wir keine Knarren mit uns herum, um Irre von ISIS eben selber zu erschießen.

Denn eines ist klar: Selbst als Berliner ging man über diesen Weihnachtsmarkt Jahr für Jahr mit einem äußerst unguten Gefühl und dachte sich oft: Warum wird der Weihnachtsmarkt nicht endlich gegen Autoangriffe mit Betonpflöcken geschützt? Es war nicht eine Frage, ob es einen Terroranschlag dieser Art geben würde, sondern nur eine Frage, wann dies geschehen würde.

Wir sind in Gedanken bei den vielen Opfern, Verletzten und Hinterbliebenen.



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