Skip to main content
Mittwoch, 27. Januar 2021

Terroranschlag mit Raketen tötet fast Jemens Präsidenten Ali Abdullah Saleh

jemen-kaempfer-kriegsberichterstattung

Bei einem gezielt und sehr professionell ausgeübten Raketenangriff auf den Palast des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh sind mindestens sechs seiner Leibwächter getötet worden. Hinzu kommen Verletzungen bei sieben ranghohen Regierungsvertretern. Saleh habe jedoch keine schweren Verletzungen erlitten, teilte der Palast in Sanaa mit.

Von „guter Gesundheit“ Salehs spricht das jemenitische Staatsfernsehen. Verletzt worden seien aber unter anderem der Ministerpräsident, dessen Stellvertreter sowie der Parlamentspräsident. Das heißt aber dennoch: Die Raketenangriffe hätten beinahe die gesamte jemenitische Staatsführung ausgelöscht. Die Raketen-Anschläge sind vor dem Hintergrund seit Wochen anhaltender Proteste gegen den nicht-demokratisch gewählten Präsidenten Jemens zu sehen.

Wenngleich westliche Medien und Politiker gerne romantisierend hier von einer Demokratiebewegung im Jemen berichten, zweifeln das politische Beobachter an. Grund: Mehrere mächtige Stämme haben sich von Jemens Präsidenten losgesagt, darunter der als einflussreich geltende Stammesführer Scheich Sadek al Ahmar. Sie gelten denn auch als Drahtzieher der seit Wochen anhaltenden teils gewalttätigen Massendemonstrationen, möglicherweise aber auch als Urheber dieser Raketenangriffe. Allerdings hätten sie dafür Wissen von ausländischen Geheimdiensten oder Militärexperten benötigt. Grund: Effektiv eingesetzte Raketenangriffe auf einzelne Gebäude bedürfen umfangreicher Vorkenntnisse, die im Jemen eher nicht vorhanden sind.

Wie gewalttätigt bis terroristisch jemenitischen Stämme sein können, zeigt sich daran, dass in den vergangenen Jahren diverse Stämme immer wieder Deutsche im Jemen entführten und für die Freilassung teils viele Millionen Euro von der deutschen Bundesregierung erhielten, so kriegsberichterstattung.com. Während westliche Touristen sich frei und sicher im Nachbarstaat Oman aufhalten können, gilt für das gesamte Gebiet des Jemens seit Jahren höchste Vorsicht. Kriegsberichterstattung.com empfiehlt keinesfalls dieses Land derzeit und auch in Zukunft als Tourist aufzusuchen. Die Situation ist und bleibt äußerst gefährlich. Es droht Gefahr um Leib und Leben. Die Stammesführer in Arabien gelten als nicht besonders demokratiefreundlich und lehnen den Westen ab. Bislang haben die Bürgerkriegs-Auseinandersetzungen im Jemen nach Schätzungen rund 160 Menschen getötet.

Sollten tatsächlich die USA (oder Frankreich oder Großbritannien) in irgendeiner Weise an diesen Raketenangriffen auf Regierungsgebäude in Jemen beteiligt sein, wäre das eine neue Stufe militärischer Aggressions-Politik des Westens. Für die USA würde das bedeuten: Die derzeitige U.S.-Regierung unter Führung des Präsidenten Barack Obama (Demokraten) würde damit sogar den Ex-U.S.-Präsidenten Georg Bush (Republikaner) in den Schatten stellen.

Raketen-Angriffe auf Regierungsgebäude souveräner Staaten kennt man sonst eigentlich nur von Terrororganisationen wie Al Qaida. Doch spätestens seit der Tötung des  Al Qaida-Terrorchefs Osama bin Laden durch U.S.-Spezialeinheiten in Pakistan, die souveränes Recht Pakistans massiv missachteten, trauen Beobachter den USA durchaus auch solche Mittel zu.

Das zeigt einmal mehr: Man hätte Obama niemals vor dem Ende seiner ersten Regierungsperiode den Friedensnobelpreis verleihen dürfen. Die USA arbeiten derzeit, teils in militärischer Kooperation mit der NATO, flächendeckend an Regierungswechseln im arabisch-nordafrikanischen Raum.



Kommentare (2)


fasydayBano 23. Juli 2011 um 7:41

when i turn it on it will show me the background… thanks for helping me

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Vorwürfe

Abdullah Khalifa Al Marri: Dubai und Abu Dhabi sollen willkürlich Touristen oder Gastarbeiter wegen angeblichem Drogenhandel verhaften

Es ist der Nightmare von jedem Tourist oder Gastarbeiter: In einem entfernten Land verhaftet werden mit dem Vorwurf: Drogenbesitz oder Drogenhandel. So geschehen nun in Dubai. Das berichtet Lethu Nxumalo, Autor des mit 11 Millionen Lesern führende südafrikanische Nachrichtenportals „Independent Online“, kurz IOL. Demnach habe in Dubai ein Mitbewohner einer Wohngemeinschaft seinen südafrikanischen Mitbewohner, einen Gastarbeiter, bei der Polizei von […]

Sonntag, 29. November 2020

USA

Amnesty International weist Antisemitismus-Verunglimpfung der Trump-Regierung als absurd zurück

Kommentar – Jeder, der sich bei Amnesty International (AI) engagiert, wie auch einige unter uns, ist leider immer wieder mit Israel beschäftigt. Denn Israel besetzt seit Jahrzehnten völkerrechtlich illegal Land und Siedlungsgebiete, welche den Palästinensern gehören. Jetzt sieht sich Amnesty International genötigt, absurden Vorwürfen durch die US-Regierung, man sei angeblich antisemitisch, zurückzuweisen. Israel interniert seit Jahrzehnten Millionen Palästinenser, verhaftet oft […]

Mittwoch, 25. November 2020

Fußballstar

Argentinien verfügt drei Tage Staatstrauer um Maradona

Argentinien weint um seinen größten Weltstar: Das Fußballgenie Maradona starb am Mittwoch mit nur 60 Jahren. Die Fahnen hängen in ganz Argentinien auf Halbmast. Maradona ist eine der einflussreichsten argentinischen Persönlichkeiten in der Geschichte. Diego Armando Maradonas Tod wird mit einer Herzdekompensation angegeben. Die Staatstrauer gab Argentiniens Präsident Alberto Fernández am Mittwoch bekannt. Zuvor war bekannt geworden, dass mehrere Krankenwagen […]

Sonntag, 08. November 2020

457 Fälle in Texas

Wahlbetrug USA – “Trump hat mit Sicherheit Recht“, sagt Max Otte in Video

Nach einer jahrelangen Schlammschlacht der US-Partei der „Demokraten“ gegen die Partei der „Republikaner“ wurde nun offiziell der Demokraten-Kandidat Joe Biden zum nächsten Präsidenten der USA gekürt. Die Wahl ging für ihn denkbar eng aus. So waren nach bisherigem Stand 71 Millionen Stimmen für den amtierenden Präsidenten Donald Trump abgegeben worden. 76 Millionen Stimmen gingen für Joe Biden ein. Der 78-jährige […]

Sonntag, 18. Oktober 2020

Covid 19

Wir sind an der Seite der Corona Shutdown Gegner – Freiheit größer als das Virus

Kommentar – Die Schweizer sind nicht gerade für Rambazamba bekannt. Viele leben in ihrem lokalen Wohlstand. Die Altersvorsorge klappt mit dem Dreisäulenprinzip besser als in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten. Das Arbeitslosengeld ist in der Schweiz erheblich höher – maximal 400 Franken brutto pro Tag und bis zu maximal 21,7 Arbeitstage-Geldern pro Monat. Doch ein drohender zweiter Lockdown wegen Corona […]

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Streit

Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) wirft dubioser „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org falsche CCCZH Impressums-Angabe vor

Ein Vertreter des Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) weist falsche Impressums-Angaben der „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org zurück. In einer Mail an uns schreibt ein Clubvertreter: Für waldstattasphalt.blackblogs.org sei der CCCZH als Ganzes nicht verantwortlich. Impressumsangaben, die das bis vor kurzem behaupteten seien falsch. Laut watson.ch sei „Wald statt Asphalt“ eine „neue Protestwelle“ von Extinction Rebellion. Eine Protest-Organisation, die aus zahlreichen […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »