Skip to main content
Montag, 20. Januar 2020

Hacker-Angriff auf Internationalen Währungsfond

computer-hacker

Nachdem Computer-Hacker in den vergangenen Wochen Weltkonzerne wie Sony oder Microsoft angegriffen hatten und dabei nach Berichten Millionen an Kundendaten gestohlen hätten, scheinen sich die Computer-Profis nun auch vermehrt politische Organisationen vorzunehmen.

Betroffen ist dieses Mal der Internationale Währungsfonds (IWF). Dessen ehemaliger Direktor, der französische Präsidentschafts-Kandidat Dominique Strauss-Kahn, steht derzeit unter Hausarrest. Grund: Eine aus Afrika stammende Putzfrau des New Yorker Sofitel Hotels wirft ihm vor, sie sexuell missbraucht zu haben. Strauss-Kahn streitet dies jedoch ab und sagt, es habe sich um einen einvernehmlichen sexuellen Kontakt gehandelt.

Aus IWF-Insiderkreisen heißt es, die Hacker-Attacke sei „ernst“. Wie ernst, dazu wollte sich der IWF bislang nicht äußern. Allerdings sei bislang die Arbeit der Organisation, die beispielsweise weltweit für finanzielle Mittelvergabe an in Not geratene Länder zuständig ist, nicht gefährdet. Vorsorglich habe die mächtige Finanzorganisation jedoch, so ein IWF-Sprecher, alle Netzwerk-Verbindungen zu Schwester-Organisationen – möglicherweise also zur UNO etc. – beendet.

Wie die angesehene Tageszeitung „Washington Post“ schreibt, sei der Angriff primär mit dem Ziel erfolgt, hochvertrauliche Daten zur Finanzsituation unterschiedlichster Länder zu erhalten. Die U.S.-Amerikanische Bundespolizei FBI ermittelt. So viel ist bereits aus Kreisen des FBI und des IWF gesickert: Ein bestimmtest Land habe versucht, eine Software zu installieren, die diesem Staat Zugang zu Insider-Informationen des IWF über andere Länder verschafft hätte. Ein IT-Fachmann nannte gegenüber kriegsberichterstattung.com, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein asiatischer Staat, also möglicherweise China, in den Angriff verwickelt sein könnte.

Bestätigt wurde diese Spekulation allerdings nicht. Nur so viel ist klar: In die Netzwerke des IWF kommen ausschließlich IT-Fachleute mit höchstem Hacker-Wissen. Dritte-Welt-Länder verfügen über solches Wissen in der Regel nicht. Unwahrscheinlich auch, dass ein europäischer Staat so einen kriminellen Schritt, wie einen Hacker-Angriff auf den IWF, durchführen würde. Der jetzt bekannt gewordene Angriff auf die Systeme des IWF war jedoch kein Einzelfall. Bereits in den vergangenen Monaten, schrieb die New York Times, habe es ähnliche Vorfälle gegeben.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Donnerstag, 15. August 2019

Verweigerung?

Kramp-Karrenbauer scheint Nationalhymne nicht beim Großen Zapfenstreich gesungen zu haben

Beim Großen Zapfenstreich angesichts der Verabschiedung von Ursula von der Leyen als Bundesverteidigungsministerin hatte man den Eindruck als ob Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), genannt AKK, in Berlin das Singen der Nationalhymne (Deutschlandhymne, Deutschlandlied) verweigerte. Die CDU-Vorsitzende AKK stand gegen 22.15 Uhr stumm, etwas um den Mund zuckend, neben von der Leyen, die mit den Soldaten des Großen Zapfenstreichs die Deutschlandhymne sang. […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]