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Montag, 22. April 2019

Atombomben-Test Nordkorea: USA fordern Verzicht von Atomtests und Raketentests

Die Nord-Korea-Krise spitzt sich zu. In näherer Zukunft wolle das Land möglicherweise einen neuen unterirdischen Atombomben-Test durchführen, wird berichtet. Es wäre der dritte seiner Art. Das stößt weltweit auf Proteste. Grund: Viele Länder machen sich Sorgen um die Sicherheit des verfeindeten Nachbarlandes Südkorea, welches demokratisch ist, während Nordkorea sozialistisch regiert wird.

Es heißt, derzeit arbeite Nordkorea an einem Atomtest-Tunnel, welcher in der nördlichen Stadt Punggye Ri liege. Dieser Tunnel sei bereits in den Atomtest-Versuchen in den Jahren 2006 und 2009 benutzt worden und könne möglicherweise nun auch im Jahr 2012 zum Zuge kommen.

Doch mit Politik ist es, wie im normalen Leben: Wird ein Mensch oder ein Tier in die Enge getrieben, führt dies zu Gegenreaktionen. Der Westen versucht Nordkorea, wie Syrien und den Iran, in den wirtschaftlichen Abgrund zu treiben. Vornehm wird das umschrieben als, man führe lediglich „Sanktion gegen die Regierungen“ durch. Da bleibt den Regierungen häufig gar nichts anderes mehr übrig, als trotzig ihr militärisches Potential auszubauen.

Der Deal ist immer der gleiche…

Denn der Deal ist häufig der gleiche: Abrüstung gegen westliche Finanzhilfe. Dieser Teufelskreis scheint auch in Nordkorea derzeit zu laufen. Gegenseitige Drohkulissen gehören da zum Spiel. So wird das US-Außenministerium mit den Worten zitiert, sollte Nordkorea einen weiteren unterirdischen Atomtest durchführen, wäre das „höchst provokativ“.

Die USA riefen China, den engsten Verbündeten Nordkoreas auf, ihren Einfluss auf das Regime in Pjöngjang geltend zu machen, und die dortige Regierung zu einem Verzicht auf den Atomtest zu bewegen.

Doch gerade in den heutigen Zeiten dürfte das sehr schwierig werden: Warum sollte Nordkorea seine Atombomben einschrotten, ebenso der Iran seinen vermuteten Atombombenbau einstellen, wenn der Westen es beispielsweise Israel gewährt über ein Atombomben-Arsenal zu verfügen?

Ungleichbehandlung der Atom-Nationen verschärft das Sicherheits-Problem

Und nicht nur das: Der Westen schickt sich derzeit an, Israel sogar einen völkerrechtlich nicht gedeckten militärischen Schlag gegen die wesentlich größere alte Kulturnation Iran nicht nur zu tolerieren, sondern möglicherweise diesen aktiv zu unterstützen. Aus Sicht vieler Länder sind das unüberbrückbare Ungleichbehandlungen von souveränen Nationen.

Derzeit geht es jedoch nicht nur um einen neuen Atombombentest in Nordkorea. Das Land, das unter großen Hungersnötigen leidet – da der Westen kaum mehr Nahrungsmittel nach Nordkorea lässt – schickt sich gleichzeitig an, sein Langstrecken-Programm auszuweiten.

Zwischen dem 12. und 16. April möchte das Regime eine Langstreckenrakete in das All schicken. Angeblich solle damit lediglich ein Wettersatellit transportiert werden. Die USA bezweifeln dies jedoch und sehen die Gefahr, es könnte sich um eine militärische Rakete handeln, die, ist sie erst einmal dauerhaft im Einsatz, auch die USA treffen könnte.

Westen versucht das Regime in Nordkorea auf Biegen und Brechen zu zerbrechen

Erst im Februar hatte Nordkorea einen Stopp von Atomtests angekündigt, ebenso einen Stopp von Langstrecken-Tests. Im Gegenzug hätte der Westen Lebensmittel liefern sollen. Während im Westen die Rede davon ist, Nordkorea habe sich durch seine erneuten militärischen Tests nun selbst von Lebensmittel-Lieferungen abgeschnitten, sehen das Kritiker anders:

Der Westen versuche auf Biegen und Brechen Nordkorea zu zerbrechen und habe trotz der eingestellten militärischen Raketen- und Bombentests eben keine weiteren Lebensmittel geliefert. Man wolle die Bürger des Landes aushungern, um dadurch einen Bürgerkrieg gegen das Regime in Nordkorea zu entfachen. Besonders die US-Regierung unter Präsident Barack Obama (Demokraten) gehen derzeit weltweit auf aggressive Konfrontation mit Nicht-demokratischen Staaten.



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