Skip to main content
Montag, 22. April 2019

Piraten mit neuer Führung: Schlömer neuer Parteichef

Adorable baby boy isolated

Die Piraten Partei hat einen neuen Vorsitzenden gewählt – Bernd Schlömer. Er wurde mit 66,6 Prozent der Stimmen gewählt. Damit muss sich der bislang amtierende Vorsitzende, Sebastian Nerz, geschlagen geben. Er erzielte respektable 56,2 Prozent der Stimmen.

Insgesamt hatten sich acht Kandidaten zur Wahl gestellt. Den Parteimitgliedern war es erlaubt, für alle acht Bewerber zu stimmen. Zulässig war es also entweder für alle, für einen, für mehrere oder keinen zu stimmen. Deshalb kamen gleich zwei Kandidaten auf mehr als 50 Prozent der Stimmen.

Schlömer, 41, sagte in seiner Rede, er sehe seine zentrale Aufgabe darin, die Bevölkerung zu motivieren, sich wieder stärker in der Politik zu engagieren und in der Piraten Partei mitzumachen. Er wolle wieder für mehr Politikbegeisterung sorgen: „Ich möchte für mehr Kooperation und Gemeinsamkeit werben.“

Schlömer hat als Mitarbeiter im Bundesverteidigungsministerium bereits intensive Tuchfühlung mit wichtigen bundespolitischen Einheiten vorzuweisen. In seiner Rede machte der neue Piraten-Chef auch deutlich, dass es bei den Piraten keinen Platz für populistische rechtsradikale Äußerungen gebe. Allerdings sei die Piraten Partei selbstverständlich offen für unterschiedlichste Meinungen und politische Strömungen.

Spannend wird jetzt, ob die Piraten Partei tatsächlich das Wahlrecht für Kleinstkinder in ihr Parteiprogramm offiziell aufnimmt, wie es einige Piraten favorisieren. Allerdings existiert in Bezug auf die Altersgrenze der Wähler noch keinesfalls innerhalb der Piraten Partei Übereinkunft der Ansichten. So möchten die Piraten in Mecklenburg Vorpommern eine Wähler-Altersgrenze von 14 Jahren. Unsere ursprüngliche Angabe von 12 Jahre sei mittlerweile überholt und treffe nicht zu, teilte uns ein Pirat in seinem Kommentar mit (Kommentar-Rubrik bitte beachten).

Das pazifistische Online-Magazin kriegsberichterstattung.com möchte mit seinem Foto- siehe oben – jedenfalls schon einmal einen Wahlplakt-Vorschlag den Piraten zukommen lassen.



Kommentare (3)


nick 29. April 2012 um 2:31

Super, ein Phrasen dreschender Kriegstreiber! Na toll, damit sind die Piraten keine neue Kraft, sondern Teil der Kriegskoalition!

Antworten

Redaktion 28. April 2012 um 20:14

Vielen Dank für den Verweis. Wir korrigieren das. Uns wurde vor einigen Tagen von einem Piraten-Mitglied die Altersgrenze von 12 Jahren genannt. Dann hat sich das jetzt offensichtlich bei 14 eingependelt. Wir werden das künftig selbstverständlich berücksichtigen…

Antworten

Niels Lohmann 28. April 2012 um 18:38

Hallo, die Aussage, dass die Piratenpartei in Mecklenburg-Vorpommern eine Senkung des Wahlalters auf 12 Jahre fordert, ist falsch. Im Wahlprogramm zur Landtagswahl 2011 (http://piratenpartei-mv.de/mehr-transparenz-staat-und-wirtschaft#senkung-des-wahlalters) wurde vielmehr gefordert: „Wir setzen uns für ein kommunales Wahlalter von 14 Jahren und das Wahlrecht auf Landesebene ab 16 Jahren ein.“. Beste Grüße!

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]