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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Vatikan: Kammerdiener des Papstes verhaftet

Ein Kammerdiener des Papstes ist im Vatikan von der Schweizer Garde festgenommen worden. Der Vorwurf: Er soll geheime Unterlagen des Vatikans an Medien weitergereicht haben. Die Unterlagen enthielten Berichte über Korruption und Missmanagement im Vatikan.

Besonders schlimm für den Heiligen Vater: Noch am Mittwoch war er gemeinsam mit seinem 40-Jährigen Kammerdiener aufgetreten.

Bereits seit Wochen gibt es im Vatikan einen Maulwurf, der einen italienischen Journalisten mit Geheimdokumenten des Vatikans versorgt. Der Journalist hatte deshalb sogar ein Buch geschrieben. Für den Vatikan war das äußert peinlich. Eine eigens ins Leben gerufene Untersuchungskommission sollte nun dem Spuk ein Ende bereiten. Der Vatikan findet deutliche Worte für die Entwendung von päpstlichen Unterlagen: Das sei kriminell. Auch gehe der italienische Journalist, der die geheimen Unterlagen seit Wochen publiziert, deutlich über das hinaus, was unter die Pressefreiheit falle. Schließlich gehe es auch um Geheimnisverrat staatlicher Unterlangen und die Verletzung von Persönlichkeitsrechten, die auch der Papst genieße.

Der nun festgenommene Kammerdiener ist seit 2006 in päpstlichen Diensten der katholischen Kirche. Gleichzeit mit seiner Festnahme wurde ein Vorstandsmitglied der Vatikanbank (IOR) entlassen. Ob auch er im Verdacht steht, mit den Dokumenten-Diebstählen in Verbindung zu stehen, ist nicht bekannt. Derweil hat der Vatikan den Vizepräsidenten, Ronaldo Hermann Schmitz, in den Vorstand der Vatikanbank berufen. Er kommt von der Deutschen Bank.

Die Vatikanbank ist immer mal wieder in den Schlagzeilen, auch wegen des Vorwurfs der Geldwäsche.



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