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Montag, 22. April 2019

verbraucherschutz.de überarbeitet Siegel und Empfehlungsstempel

verbraucherschutz.de wird nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Dresden seinen Empfehlungsstempel überarbeiten. Bei verbraucherschutz.de handelt es sich um einen seriösen Verbraucherschutz-Verein mit Sitz in Hamburg. Er ist im Internet sehr aktiv und sucht im Zusammenspiel mit Webseiten im Sinne des Verbrauchers im Streitfall gütlichiche Einigungen mit der Wirtschaft herbeizuführen.

Firmen, die nachweislich und dauerhaft verbraucherfreundlich im Reklamationsfall agierten, wurden von verbraucherschutz.de mit einem Empfehlungsstempel ausgezeichnet. Allerdings wurde dieser nun vom Oberlandesgericht Dresden in seiner jetzigen Form untersagt. Zuvor hatten drei Landgerichte – in Lüneburg, Leipzig sowie Berlin – den verbraucherschutz.de-Empfehlungsstempel als nicht wettbewerbsrechtlich bedenklich eingestuft. Das sah jedoch die Verbraucherzentrale anders und hatte nun vor dem Oberlandesgericht Dresden geklagt. Es heißt, sie hätte mit bis zu 20.000 Euro teuren Prozessen versucht, den freien Verbraucherschutzverein, der sich im Internet einen Namen gemacht hat, zu verdrängen. Längst ist der Verbraucherschutz zu einem Geschäftsfeld geworden, das auch die Verbraucherzentrale mit Zähnen und Klauen gegen Konkurrenten verteidigt.

Nach dem für verbraucherschutz.de wenig erbauenden Gerichtsurteil wolle man nun, berichtet verbraucherschutz.de, konkrete Überlegungen anstellen, wie die bisherigen erfolgreiche Verbraucherschutz-Arbeit in einem beispielsweise veränderten Empfehlungsstempel besonders im Internet weitergeführt werden könne. Dabei wolle man besonderen Wert darauf legen, dass eine Verwechslung mit der mit Millionen Geldern staatlich geförderten Verbraucherzentrale nicht möglich sei. Wie wohlhabend einige Verbraucherzentralen mittlerweile sind, darüber berichtete unlängst die Leipziger Volkszeitung. Demnach erhielte beispielsweise die Verbraucherzentrale Sachsen jährlich rund zwei Millionen Euro staatliche Fördergelder – das wären also in vier Jahren rund 8 Millionen Euro für die angeblich gut 70 Mitarbeiter.

verbraucheschutz.de muss seine fünf Mitarbeiter ohne staatliche Fördergelder finanzieren. Das geschieht lediglich durch intensive Verbraucherschutz-Arbeit und einer entgeltlichen Überlassung des verbraucherschutz.de-Empfehlungsstempels, sollten Unternehmen nachweislich und nachhaltig verbraucherfreundlich arbeiten. In die Kritik geraten war verbraucherschutz.de, da in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt worden war, als hätte es nicht ausreichend transparente Kriterien für die Vergabe des verbraucherschutz.de-Empfehlungsstempels gegeben. Das möchte verbraucherschutz.de nun ändern, legt jedoch Wert drauf, dass man seinen Empfehlungsstempel nicht als Siegel missverstehe.

Verbraucherschutz.de wurde in den vergangenen zwei Jahren von 10, 3 Mio. Verbrauchern besucht, welche 13.931 Kommentare verfasst hatten. Das Portal weise 16.133 Forenmitglieder auf. Insgesamt hat verbraucherschutz.de nach eigenen Angaben in 928 Artikeln rund um die Wirtschaft berichtet. verbraucherschutz.de zeichnete unter anderem solch bekannten Reiseseiten aus wie ab-in-den-urlaub.de oder fluege.de aus, welche zum Leipziger Internetunternehmen Unister GmbH (kurz: Unister) gehören. Link: verbraucherschutz.de



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