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Donnerstag, 17. Januar 2019

Schweizer Großbank UBS kürzt 10.000 Stellen

Man dachte ja schon, an der Schweiz gehe die Wirtschaftskrise komplett vorbei. Dass das nicht so ist, zeigt nun, dass die 150 Jahre alte Schweizer Großbank UBS – auch umstritten wegen diverser Verwicklungen in Steuerhinterziehungs-Hilfe für Ausländer – nun 10.000 Mitarbeiter entlässt. Es gibt wenige Schweizer Unternehmen, die so umfangreich Stellen gestrichen haben. In der Schweiz gleicht die Ankündigung einem Erdbeben.

Betroffen vom UBS Stellenabbau sei vor allem die Investmentbank-Sparte. Alleine hier sollten pro Jahr 2,8 Mrd. Euro (3,4 Mrd. Franken) eingespart werden. Der jetzige UBS Stellenabbau soll zügig und radikal durchgeführt werden. Bereits in drei Jahren möchte UBS in seiner Bilanz die 10.000 Mitarbeiter nicht mehr stehen haben. Alleine in der Schweiz seien 2.500 Personen betroffen. Gleichzeitig wechselt die Schweizer Bank die Führung in der Investmentsparte. Es heißt, Carsten Kengeter scheide aus und werde durch Andrea Orcel ersetzt.

Rund ein Viertel aller UBS-Mitarbeiter (54.000) arbeitet in der Schweiz. Erstaunlich ist, dass UBS ausgerechnet in den Bereichen IT und Personalabteilung (Human Ressources) umfangreich Jobs abbauen möchte. Betroffen seien neben Zürich auch Standorte in London, Singapur sowie New York.

Gleichzeitig, verlautbart aus dem UBS-Umfeld, wolle man „risikogewichtete Aktivitäten“ im Bankgeschäft auf unter 200 Mrd. Franken reduzieren. Damit wolle man der weltweiten Bankenkrise entsprechend auf größere Sicherheit setzen um das Haus für die Zukunft stabiler zu machen. Auf die Reduzierung riskanter Finanzgeschäfte weist UBS auch im aktuellen Geschäftsbericht mit den folgenden Worten hin: „Over the past year, we have made considerable progress in executing the strategy we set out at our Investor Day in November 2011, and we are pleased to report that we are ahead of our plans in terms of building our capital strength and reducing costs and riskweighted assets.“

Dass UBS nun solch drastischen Schritte beschlossen hat, wie die Streichung Tausender Stellen, liegt daran, dass UBS in nur einem Quartal, im dritten 2012, einen gigantischen Verlust von 2,2 Milliarden Franken ausweist (1,8 Mrd. Euro).

cms.riati
UBS sitzt auch in diesem Finanztower in Hongkong.



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