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Donnerstag, 16. Januar 2020

USA attackiert China wegen Snowdens Flucht / Menschenrechtler bei Snowden

Die USA seien „enttäuscht“, dass China den ehemaligen CIA-Agenten Edward Snowden aus Hong Kong nach Moskau habe fliehen lassen. Der Whistleblower der US-Stasibehörde NSA sorgt derzeit weltweit für Aufsehen, da er umfangreiche kriminelle Stasi-Spitzelmethoden der linksliberalen Regierung unter U.S.-Präsident Barack Obama (Demokraten) aufgedeckt hatte. Seither ist das Image der USA weltweit auf einem Tiefstand, allenfalls vergleichbar mit dem Vietnam-Krieg in den 1960er-Jahren. Derweil empfängt Edward Snowden am Freitag internationale Menschenrechts-Organisationen im Moskauer Flughafen.

Die USA werfen Snowden vor, er habe angeblich die „nationale Sicherheit“ der USA gefährdet, weshalb man ihn lebenslang in ein Gefängnis stecken möchte. Demokratische Einsicht über eigenes kriminelles staatsterroristisches Verhalten sieht anders aus. Denn weltweit sehen auch Staaten wie Deutschland nicht die „nationale Sicherheit“ durch Snowden im Westen gefährdet, sondern sind äußerst dankbar, dass der junge Mann Snowden – er ist 29, einige Medien behaupten auch, er sei 30 – großen Mut gezeigt hat, indem er der Welt die widerlichen Stasi-Methoden der USA aufdeckte.

Doch trotz der weltweiten Kritik am imperialen Gehabe der US-Regierung jammert nun William Burns, der deputy secretary of state, also der Innenminister: „Chinas Methode mit Edward Snowden umzugehen, geht nicht einher mit der neuen Art von Freundschaft welche beide Länder, die USA und China, versuchen aufzubauen.“ Er sei „enttäuscht, wie die Autoritäten in Peking den Fall Snowden behandelt hätten.

Mit seiner Enttäuschung steht der US-Regierungs-Schnüffelheini William Burns international allerdings alleine da. Denn weltweit bekamen sowohl China wie Russland von höchsten Stellen großen und anhaltenden Beifall für die menschenrechtliche Hilfe, welche sie Edward Snowden haben zukommen lassen. Viele sehen Edward Snowden als primär politisch Verfolgten. Deshalb hat Venezuela Snowden als eines der ersten Länder auf der Welt nun Asyl zugesagt.

Peinlich und ekelhaft: Ausgerechnet Europa, die Wiege der Demokratie, verweigert Snowden Asyl. Ganz vorne dabei war Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie ließ bereits wenige Stunden nach dem Asylantrag von Snowden mitteilen, das ehemalige Land des nationalsozialistischen Verbrecherregimes um Adolf Hitler sehe keinerlei Grund, Snowden zu helfen.

Doch damit stehen die meisten westlichen Regierungen entgegen der Meinung ihrer Bürger da. Denn Millionen Europäer und Deutsche empfinden größte Sympathien für Edward Snowden und stehen hinter seinen Aktionen gegen die US-Stasibehörde NSA („National Security Authority“).

USA wollen mit Tibet von Snowden-Affäre ablenken

Wie üblich, ziehen die USA derzeit gegenüber China die Wirtschaftskarte. So lässt die US-Regierung durchblicken, die Hilfe, die China Snowden habe zukommen lassen, könne die Weiterführung von bilateralen Gesprächen zu einem umfangreichen gegenseitigen Investitionsprogramm sowie die gemeinsamen Anstrengungen zum Schutze der Umwelt beeinträchtigen.

Schon am Donnerstag machte Barack Obama, wie nun sein Innenminister, auf Tante Tränendrüse. So schreiben US-Medien, wonach der Mann der einer Zahncreme-Werbung entsprungen scheint, im berühmten Oval Office des Weißen Hauses einer Delegation aus China „seine große Enttäuschung darüber mitgeteilt“ habe, dass China Edward Snowden geholfen habe.

Derweil teilte Chinas Regierungssprecher, Yang Jiechi, mit, die Regierung in Peking hätte keinen Einfluss auf Edward Snowdens Flucht aus Hongkong gehabt. Gleichzeitig wies er Kritik der USA am Umgang mit Tibet und Xinjiang zurück. Auch hier spielen die USA immer dann die Tibet-Karte, wenn man China mal wieder in der Weltpresse in die Defensive bringen möchte, um von eigenen schmutzigen oder auch kriminellen Spielchen abzulenken. So konterte denn auch China, wonach man sehr hoffe, dass „die USA ihre Anstrengungen erhöhen, um die eigene Menschenrechts-Problematik in den USA zu verbessern“.

Dennoch kann China nicht leugnen, wonach sich seit 2011 insgesamt 120 Tibeter selbst verbrannt hätten (behaupten zumindest westliche Regierungen). Sie hätten damit, wird berichtet, gegen die chinesische jahrzehntelange Besatzung Tibets protestiert. Spiritueller Führer der Tibeter ist der Dalai Lama. Weitere Berichte besagen, wonach Islamisten in der chinesischen Region von Xinjiang insgesamt 56 Menschen umgebracht hätten. Damit wolle man die chinesische Regierung destabilisieren und aus Xinjiang vertreiben, teilten die Täter mit.

Am Freitag möchte Edward Snowden in Moskau internationale Menschenrechtsorganisationen am Flughafen empfangen um mit ihnen über die US-Stasiaffäre der NSA und Barack Obamas zu diskutieren.



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