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Samstag, 21. Juli 2018

Microsoft sagt, man gebe der NSA-Stasi keinen eMail-Zugang

Als erster amerikanischer Konzern, welcher offen von Edward Snowden beschuldigt wurde, mit der US-Stasibehörde NSA zusammenzuarbeiten, sagte nun Microsoft, man würde der US-Regierung keine NSA Secret Encryption Keys, also Entschlüsselungs-Keys, geben. Das teilte Brad Smith der Chef-Rechtsanwalt von Microsoft mit. Damit möchte Microsoft dem Verdacht entgegentreten, wonach der neben SAP weltgrößte Softwarekonzern der Welt der US-Regierung möglicherweise hilft, private oder geschäftliche Daten illegal auszuspionieren. Doch ob Microsoft die Wahrheit sagt, bezweifeln viele. Denn noch vor fünf Tagen hieß es, wonach Microsoft eben doch aktiv der US-Stasi beispielsweise beim Entschlüsseln von email-Nachrichten über seine Dienste helfe.

Besonders wichtig ist es der Microsoft Corp. (MSFT), dass man der US-Stasibehörde NSA weder Zugang zu den E-Mails, instant Messages oder Skype-Telefonaten gewähre. Damit scheint Microsoft zwar tatsächlich nicht offensiv der US-Regierung in ihren nach deutschem und europäischem Datenschutzrecht illegalen Spitzelprogrammen zu helfen. Dennoch schließt dieses nicht aus, dass die US-Regierung sich auch ohne offensive Hilfe von Microsoft Zugang zu Emails und Telefonaten oder sonstigen digitalen Nutzungs-Daten der Verbraucher verschafft.

Gleichzeitig gab Microsoft bekannt, man habe beim US-Generalstaatsanwalt, dem U.S. Attorney General Eric Holder, die Erlaubnis erbeten, noch weitere Details aus der Zusammenarbeit mit der US-Stasi der Weltöffentlichkeit mitteilen zu dürfen. Microsoft betreibt beispielsweise den Hotmail-E-Mail-Dienst, steht aber auch im Verdacht über die permanenten Updates seines Betriebssystems Windows heimlich Nutzungsdaten von hunderten Millionen Computernutzern an die amerikanisches Stasibehörde NSA zu übermitteln.

Microsoft teilte zudem mit, man würde Verbrauchern, die um Rechtsauskunft bäten bezüglich der an die US-Stasi übermittelten Daten, diesem Auskunftsansinnen selbstverständlich nachkommen, sofern die US-Regierung dieses nicht verbiete.

Neben Microsoft beschuldigt Edward Snowden auch Google, Apple, Facebook und zahlreiche andere US-Firmen der illegalen Bürgerspionage für die US-Regierung.



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