Sicherheit Ägypten, Sicherheit Hurghada – Jetzt greift der Terror der Muslim Brotherhood, also der Muslimbrüder, erstmals auch auf eine Hochburg der Touristen in Ägypten über: Auf Hurghada. In dem Ort haben Terroristen der Muslimbrotherhood Straßen verbarrikadiert und Feuer gelegt – unter anderem wurden Reifen angezündet. Demonstranten der Muslimbrüder zerstörten in Hurghada zudem Geschäfte und sangen „patriotische Lieder“. Mit dem Angriff auf Hurghada treffen die Muslimbrüder die ägyptische Regierung am empfindlichsten Nerv: Den wichtigen Einnahmen aus Tourismus. Rund 25 Prozent des Staatshaushalts ist auf die Reisenden aus Europa oder Amerika angewiesen. Wenn sie wegbleiben, ist es für den Staat eine Katastrophe. Es gibt kein Geld mehr für Bildung, Krankenhäuser, Infrastruktur.

Die gewalttätigen Muslimbruderschaft-Demonstranten trugen in Hurghada Bilder des gestürzten erzkonservativen Präsidenten Mohamed Mursi. Mehrere Gebäude mussten nun evakuiert werden, heißt es. Ob darunter auch Hotels sind, ist noch nicht klar. In der Regel gelten die ägyptischen Urlaubs-Resorts aber als relativ sicher. Dennoch dürften fast alle Hotelanlagen einem Mob-Ansturm nicht standhalten.

Während Hurghada ein recht offener Ort ist, gilt der Nachbarort, das exklusivere El Gouna, als erheblich sicherer. Dort ist seit Jahren der komplette einst künstlich für Urlauber geschaffene Ort von Sicherheitskräften abgeriegelt. Jede Straßenzufuhr wird kontrolliert. Ob die Militärs ihre Sicherheitsmaßnahmen erhöht haben, ist nicht klar. Denn pro Zufahrtsstraße sind in der Regel lediglich sechs Polizisten oder Militärs positioniert. Mittlerweile gibt es jedoch erste Berichte, wonach die Zusammenstöße in dem beliebten Urlaubsort Hurghada bereits einen Toten gekostet haben.

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