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Donnerstag, 16. Januar 2020

US-Gericht: Kriminelles Handy-Hacken von Kanzlerin Merkel ist erlaubt

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Das kriminelle Hacken von anderen Handys, ja sogar von hunderten Millionen Handys und auch von Handys von Regierungschefs, ist absolut legal.

Das heißt: Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel oder die Töchter von US-Präsident Barack Obama sind scheinbar ab sofort für die weltweite Hackerszene Freiwild.

Das entschied jetzt sinngemäß ein Bundesgericht der USA und gibt damit auf breiter Front der amerikanischen Stasibehörde National Security Agency (NSA) einen Freifahrtschein zum Ende der Privatheit: Alles ist erlaubt – heimlich ohne Gerichtsbeschluss Emails von Politikern, Industriellen und Privatleuten abzusaugen, mitzulesen, umzuleiten, auszuwerten. Erlaubt ist ab sofort scheinbar auch das heimliche Anschalten von Webcams an den Computern sowie das Abhören von Räumlichkeiten mittels der Mikrofone in den Computern, die auch ferngesteuert eingeschaltet werden können.

Künftig scheint zu gelten: Wer das alles macht und sich in den Kampf gegen den Terror – den Psychoterror, den Straßenterror der Kids, den Terror der Politiker, den Terror der Taliban, den Terror von Lehrern, stellt, darf Hacken bis sich die Balken biegen.
Wie schön, dass es Richter wie William Pauley aus Manhattan gibt. Der hohe gebildete und vorzügliche Herr in der Richterrobe des U.S. District Gerichts zeigt uns völlig neue Dimensionen von staatlich gewollter, geförderter und nun auch gerichtlich abgesegneter Kriminalität. Auf ganzen 54 Seiten hat sich der als hoch intellektuell geltende amerikanische Bundesrichter darüber ausgelassen, warum Massenkriminalität ab sofort auf jeden Fall auch von Staaten selber zulässig ist.

Weder sieht William Pauley einen Verstoß gegen die US-Verfassung, noch gegen andere bürgerliche Zivilrechte. Mit großer Geste und schwingender Juristenrobe wischte er Bedenken von amerikanischen Bürgerrechtlern, wie der American Civil Liberties Union, nun vom Tisch. Wie außerordentlich grundiert der Gerichtsentscheid von William Pauley ist – und wie viel Mühe er sich damit gegeben hat, das millionenhafte Hacken ab sofort zu legalisieren – zeigt sich daran, dass er auf ganzen 54 Seiten sich schriftlich bemüht hat, seine intellektuellen juristischen und demokratischen Auslassungen der Welt mitzuteilen.

Natürlich unterließ es der angesehene amerikanische Bundesrichter William Pauley aus Manhattan auch nicht, mit großer Feder die Welt noch einmal daran zu erinnern, warum es kein Recht mehr auf private Briefe, private Telefonate, ja nicht einmal mehr auf das abendliche private Wichsen vor oder in der Nähe der Computer- und Handy-Webcam gibt: Die Anschläge 9/11, also vom 11. September 2001 sind schuld. Damals sind immerhin 3.000 Menschen gestorben. Und mit diesem Sterben, so Richter William Pauley, sei auch das Ende des Privaten eingeleitet worden.

Nachdem das Weiße Haus, also die Schaltzentrale der weltweiten kriminellen Hackerszene, sich bereits vor Wochen „optimistisch“ zeigte, wonach in Kürze ein amerikanisches Bundesgericht im Sinne des Präsidenten Barack Obama (Demokraten) urteilen würde, ist entsprechend wenig verwunderlich der nun veröffentlichte Kommentar des Weißen Hauses. So sagte der Sprecher des amerikanischen Justizministeriums, also des U.S. Department of Justice, Peter Carr, man sei sehr angetan, dass das Bundesgericht nun im Sinne der Regierung geurteilt habe.

Anmerkung: Dies ist ein satirischer Text in bitterbösen Zeiten. Nicht satirisch ist allerdings das Gerichtsurteil, wonach Massenhacken ab sofort (staatlich) zulässig ist. Und noch etwas: Vielleicht sollte sich Deutschland seine Freunde doch etwas genauer anschauen.



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