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Abgehörtes Telefonat Ukraine: Erschossen Putschisten Demonstranten ?

Ein abgehörtes Telefonat zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Außenminister Urmas Paet wirft ein völlig neues Bild auf den Staatsstreich und Putsch in der Ukraine, an dessen Ende der demokratisch gewählte aber umstrittene Präsident Wiktor Janukowitsch nach Russland fliehen musste.

Janukowitsch hatte seine Flucht nach Russland damit begründet, dass er während der immer gewaltsamer werdenden Demonstrationen in Kiew um sein Leben gefürchtet habe. Wesentlicher Bestandteil des am 26. Februar 2014 geführten und heimlich mitgeschnittenen Telefonats zwischen Ashton und Paet war: Man könne nicht ausschließen, dass es sich bei den Ende Februar in Stellung gebrachten Scharfschützen auf Kiews Oppositions-Zentralplatz, dem Maidan, um Provokateure handeln könne – und zwar aus dem Umfeld der Oppositionsbewegung und Putschisten-Bewegung.

So habe die ukrainische Ärztin Olga Bogomolets, welche die erschossenen Opfer auf dem Maidan-Platz in Kiew untersucht hatte, mitgeteilt, wonach die Verletzungen der Opfer – sowohl auf Seiten der staatlich eingesetzten Polizei wie auf Seiten der Demonstranten – die „gleiche Handschrift“ trügen. Das heißt: Sie könnten mit den gleichen Kugeln erschossen worden sein.

Doch nicht nur das: Die ukrainische Ärztin und Professorin Bogomolets habe zudem berichtet, ist dem heimlich abgehörten Telefon zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Außenminister Urmas Paet zu entnehmen, wonach die an die Macht geputschte und nicht demokratisch legitimierte neue ukrainische Regierung sich weigere, die Leichen untersuchen zu lassen.

Dies nähre den Verdacht, ist dem mitgeschnittenen Telefonat zu entnehmen, dass die Scharfschützen eben nicht vom ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch eingesetzt worden waren, sondern aus dem Umfeld der Opposition- und Putschistenbewegung.

Mittlerweile behauptet Bogomolets jedoch, sie habe niemals behauptet, wonach die verletzten Körper darauf hinweisen würden, wonach die Schützen möglicherweise die gleichen Täter wären – sowohl in Bezug auf die 10 ermordeten Polizisten, wie auf die bis zu 90 ermordeten Demonstranten.

Eine zentrale Rolle in der Opposition der Ukraine spielt mittlerweile die wegen krimineller Machenschaften Verurteilte ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin, Julia Timoschenko. Sie hat sich einerseits als neue ukrainische Präsidentin beworben und ist gleichzeitig die treibende Kraft gegen ihren jahrelangen Widersacher Janukowitsch. Sie ist es auch, die nun mit großer Vehemenz Janukowitsch „per internationalem Haftbefehl“ suchen lässt.

Denn es ist offensichtlich: Racheengel Timoschenko hat noch eine Rechnung mit Janukowitsch offen. Ihm schiebt sie die Schuld in die Schuhe, dass sie zwei Jahre lang wegen hinlänglich bekannter dubioser Geschäfte, ins Gefängnis musste. Unter anderem diesen Geschäften hat die Familie von Timoschenko einen enormen Reichtum zu verdanken. Einige sprechen von angeblich einigen hundert Millionen Euro. Doch auch Janukowitsch steht im Verdacht, sich auf möglicherweise nicht legalen Wegen möglicherweise bereichert zu haben.

Während man im Westen das heikle Scharfschützen-Telefonat zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Außenminister Urmas Paet mehr oder weniger auf politischer Führungsebene totschweigt, erklärte jetzt das russische Parlament, die Duma, man wolle den Hinweisen bezüglich der möglichen Scharfschützen-Täter nachgehen und eine Untersuchung einleiten.

Mittlerweile hat das estnische Außenministerium die Echtheit des heimlich mitgeschnittenen Gesprächs zwischen dem Minister und der EU-Außenbeauftragten Ashton bestätigt. Man sagte, wonach man darin aber nur „einen kurzen Überblick über die Geschehnissen in Kiew“ habe geben wollen, um festzustellen, wer das Blutvergießen in Kiew tatsächlich zu verantworten habe.

Derweil hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt, wonach sie davon ausgehe, dass auch die neue ukrainische Führung ein Interesse daran haben solle, die Vorwürfe rund um die Scharfschützen aufzuklären. „Das ist, glaube ich, im allseitigen Interesse“, sagte Merkel. Gleichzeitig sagte die Kanzlerin, wonach bereits angeblich eine Vielzahl von Materialien gesichert worden seien.



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