Skip to main content
Donnerstag, 14. Februar 2019

Sinaloa Cartel: Mexikanischer Drogenkartell-Boss Joaquin „El Chapo“ Guzmanin Mazatlán festgenommen

Einer der mächtigsten Drogenbosse der Welt, Joaquin „El Chapo“ Guzman, ist in einem Urlaubsresort – und zwar dem „Pacific beach resort“ in der mexikanischen Touristenhochburg Mazatlán – festgenommen worden.

Per Hubschrauber wurde er von amerikanischen und mexikanischen vermummten Sicherheitskräften in ein Gefängnis gebracht. Dort dürfte ihm lebenslange Haft drohen. Bereits im Jahr 2012 hatte den nun festgenommenen mexikanischen Drogenlord die US-Zeitschrift Times als „the world’s most powerful drug trafficker“ bezeichnet.

Wie es heißt, haben an der Gefangenenaktion von Joaquin „El Chapo“ Guzman auch mexikanische Marineeinheiten teilgenommen. Das amerikanische FBI teilte mit, wonach Joaquin „El Chapo“ Guzman, der Chef des weltgrößten Drogenkartells „Sinaloa Cartel“, in der Nacht zum Sonntag in der „beach resort town of Mazatlan“ habe festgenommen werden können.

Konkret werden Guzman unzählige Verbrechen im Zusammenhang mit dem Transport von Drogen nicht nur innerhalb Mexikos, sondern auch in den USA, Europa bis hin nach Australien vorgeworfen. Dem Sinaloa Cartel wird vorgeworfen, seit Jahren in Mexiko für den äußerst blutigen und kriminellen Drogenkrieg („bloody drug war“) hauptverantwortlich zu sein. Tausende von Menschen sind diesem Drogenkrieg zum Opfer gefallen.

Wie konkret die mexikanischen und amerikanischen Sicherheitskräfte nun auf die Spur von Joaquin „El Chapo“ Guzman gekommen sind, ist noch nicht klar. Es scheint aber so zu sein, dass ein komplexes unterirdisches Tunnelsystem welches man in der Touristenstadt Mazatlan gefunden hatte, bereits vor Wochen auf das Interesse von Geheimdiensten gestoßen war.

Schnell war klar: Hier musste jemand sehr mächtiges am Werke sein, der allen Grund hatte, sich zu verstecken. Joaquin „El Chapo“ Guzman wird seit über 20 Jahren von der mexikanischen Polizei gesucht und befand sich beispielsweise bereits im Jahr 1993 schon einmal vorübergehend in Haft.

Um sich das Ausmaß des hunderte Milliarden Euro schweren Geschäfts mit Kokain und sonstigen Drogen vor Augen zu halten, welches das mexikanische Sinaloa Cartel verantwortet, muss man sich nur die offiziellen Angaben vor Augen führen. Demnach würde alleine das Sinaloa Cartel für rund die Hälfte der illegal in die USA von Mexiko aus importierten Drogen verantwortlich sein. Dies habe den jetzt verhafteten Joaquin „El Chapo“ Guzman zum „most-wanted criminal in this post-Bin Laden world“ gemacht, sagen US-Medien.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]