Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

EU-Kommission, Federica Mogherini: IS mit Menschenrechten behandeln

Dass die Europäische Union (EU) gerne mit zweierlei Maß misst, lässt sich einmal mehr an den Äußerungen der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini (Italien) erkennen.

Die jordanische Tageszeitung „The Jordan Times“ Times berichtet, wonach Federica Mogherini angeblich die aktuellen militärischen Angriffe Jordaniens auf die Verbrecher von Is (Isis) mit den Worten kritisiert habe, wonach sie angeblich erwarte, dass Jordanien auch die Militärangriffe gegen Is im Einklang vor „der Achtung der internationalen Menschenrechtsnormen und des humanitären Völkerrechts“ durchführe.

Dass die EU selber relativ oft in Krisengebieten eben nicht im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht in den vergangenen 20 Jahren agiert hat, darauf ging die italienische EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini nicht ein.

Jordanien fliegt seit zwei Tagen mit Militärflügen gegen Stellungen der Is Verbrecher. Is, auch bekannt als Isis, hatte in den vergangenen Monaten nach Schätzungen mehrere Tausend Iraker und Syrier, darunter sind zahlreiche Ausländer – unter anderem aus den USA, Australien, Frankreich, Großbritannien und Japan – geköpft oder bei lebendigem Körper in Käfigen gefangen verbrannt. Die Hinrichtungsvideos werden regelmäßig auf YouTube hochgeladen.

Die meisten der Is-Opfer sind junge, aber auch ältere arabische männliche Zivilisten – häufig sind es Familienväter von nicht sunnitischen islamischen Gruppierungen. Besonders Anhänger des islamischen Außenseiter-Zweigs der Alawiten sind Opfer, aber auch Christen.

Weltweit sorgen derzeit Hinrichtungs-Videos der Is für Entsetzen, in welchen zu sehen ist, wie ein 26-Jähriger Pilot der jordanischen Luftwaffe von den Is Verbrechern gezwungen wird, an einer Reihe vermummter und schwer bewaffneter Is Verbrecher vorbeizugehen und in einen Käfig zu gehen.

In dem Käfig wird er schließlich von einem Mann über eine Lunte angezündet. Der Todeskampf des 26-jährigen jordanischen Piloten dauert viele Minuten, während derer das Is Opfer vor Todesschmerzen schreit und im Käfig rennt und als lebende Fackel versucht die Flammen auszuklopfen. Zuvor war er wohl mit Benzin überschüttet worden, was im Video aber nicht zu sehen ist. Auf die Knie sinkend stirbt er schließlich in einem 20-minütigen Todeskampf. Is unterlegt die Sequenzen, in welcher zu sehen ist, wie der jordanische Pilot im Käfig brennend rennt mit menschenverachtender Tanzmusik.

Die Jordan Times kritisiert, wonach die EU selber noch in den Jahren 2006 und 2007 Jordanien dafür attackiert habe, da Jordanien zwei Menschen, welchen man kriminelle Terroraktionen vorgeworfen hatte, per Todesstrafe hingerichtet hatte:

Vertreter der EU hätten damals gesagt, wonach angeblich die EU „generell“ gegen die Todesstrafe sei. Dass es aber auch in der EU in einigen Ländern eine Todesstrafe gibt, wurde weder damals noch heute erwähnt.

Jordanien sagt, wonach man die militärischen Angriffe gegen Stellungen der Is als im Einklang mit Jordaniens Gesetzen und internationalen Vertragsverpflichtungen ansehe.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Donnerstag, 12. April 2018

Razzia beim Trump-Anwalt: Wie das FBI in seiner Hexenjagd auf Trump den Rechtsstaat zerstört

Kommentar – Es ist schon unglaublich,wie fachlich unwissend, flach und teils sogar falsch Deutschlands, aber auch die sonstigen weltweiten Massenmedien, über die aktuelle Razza bei einem Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump, bei Michael Cohen, berichten. Sie schwafeln davon, wonach die amerikanische Bundespolizei FBI wegen Trump eine Razzia bei seinem Anwalt gemacht habe. Ganz so, als ob die Razzia wegen Trump […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*