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Samstag, 24. Oktober 2020

Verhaftet Justiz Offenbach Schläger-Schwein, das Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt haben soll?

Kommentar – Millionen, die das Schicksal des von einem schwerkriminellen Offenbacher Schläger vom Kopf ab gelähmt geprügelten Mark Herbert, heute 25, in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ungelöst am 12. August 2015 gesehen hatten, waren schockiert, wie auch wir schockiert waren. Geschockt über die Justiz in Offenbach, die es nicht auf die Reihe gebracht hatte, den namentlich bekannten Täter – ein Fußballfan von Kickers Offenbach – in drei Jahren zu verhaften. Und das, wo der Name des dringend Tatverdächtigen bekannt war.

Schuld an dem Ermittlungs-Dilemma seien, behauptet zumindest die Kriminalpolizei in Offenbach, wohl auch Offenbacher Zeugen gewesen, die zu feige waren, gegen die Kriminellen namentlich auszusagen. Jetzt wurde Offenbachs brutalstes und eiskaltes Schläger-Schwein verhaftet – endlich, sagen viele. Es ist auch eine späte Ehrenrettung für die Staatsanwaltschaft in Offenbach.

Seit drei quälenden langen Jahren wartet Mark Herbert, der heute im Rollstuhl sitzt und spastische Lähmungen an den Händen aufweist, auf Gerechtigkeit, die es in so einem Fall eh kaum geben kann. Doch jetzt passiert offensichtlich, was Menschen, die an einen Rechtsstaat und Rechtsstaatlichkeit glauben, gehofft hatten: Dass ein Mann, der anderen Menschen so etwas antut, wie es Mark Herbert passiert ist, sich vor Gericht verantworten muss und zur Rechenschaft für sein Tun gezogen wird.

Neuen Ermittlungs-Schwung im Fall Mark Herbert kam durch einen Hilfeaufruf der Kriminalpolizei Offenbach in der ZDF-Sendung Aktenzeichen xy ungelöst. Eine Welle der Solidarität ging durchs Land. Gleichzeitig – und das war das wichtigste – fassten Zeugen endlich Mut, Mut gegen das Monster, das gegen seine Gewalt-Opfer keine Gnade kennt, auszusagen.

Nach der ZDF-Sendung seien Hunderte Hinweise bei der Kripo in Offenbach eingegangen, heißt es. Erst die namentlichen Zeugenaussagen haben nun zur Verhaftung des Tatverdächtigen 29-Jährigen Kraftfahrers geführt. Der mutmaßliche Täter soll auf dem Offenbacher Turmfest im August 2012 auf sein Opfer losgegangen sein, soll es so brutal zu Boden getreten haben, dass Mark Herbert dabei das Genick gebrochen wurde und er seitdem gelähmt ist.

Der Schläger nahm einem jungen Mann seine Zukunft, sein Lebensglück. Das Motiv liegt bis heute im Dunkeln. Vieles deutet darauf hin, dass bei dem Mann viele versagt haben, dass er hochgradig gestört ist und kein Mitgefühl für andere Menschen kennt. Ein Mann, den man nicht als Nachbarn, nicht als Kollegen, nicht als Fan in der Fankurve eines Fußballspiels, erst Recht nicht als Freund haben möchte.

Bereits am Donnerstag habe man den verdächtigen 29 verhört, wurde jetzt bekannt. op-online (Autor: Daniel Schmitt) schreibt, die Verhaftung sei „an seinem Arbeitsplatz unweit des Stadions am Bieberer Berg“ durchgeführt worden (dabei fragen wir uns: Welche Firma beschäftigt eigentlich einen solchen Mann!?). Bislang schweigt er, versucht sich durch Wegducken seiner Verantwortung zu entziehen. Angeblich hätten sich Täter und Opfer, so viel ist bislang bekannt, vor der mörderischen Attacke gegen Herbert nicht gekannt haben. Beide sind aber Bürger von Offenbach. Einer Stadt, die in Kriminalstatistiken immer wieder auftaucht – vor allem weit unten auftaucht, da die Aufklärungsquoten oft unterdurchschnittlich schlecht sind.

Zeuge brachte Polizei auf die Spur der Schläger-Freundin

Zuletzt lag die Belohnung, die zur Ergreifung des Täters angesetzt worden war, bei 36.260 Euro. Viele ZDF-Zuschauer und sonstige Bürger hatten nach Bekanntwerden dieses Falles spontan privates Geld gespendet, um dem Rechtsstaat auf die Beine zu helfen, um Menschen zu ermutigen, endlich auszusagen.

Auch die Eltern von Mark Herbert haben ein Spendenkonto eröffnet, auf welches noch gespendet werden kann (Spendenkonto Mark Herbert / Sparkasse Offenbach / IBAN DE76505500200007037104 / BIC HELADEF1OFF). Denn Mark Herbert wird bis an sein Lebensende auf fremde Hilfe angewiesen sein. Für immer dürfte er sich an jenen dunklen Tag, als jeglicher Schutz am Bieberer Aussichtsturm abhandenkam, erinnern. Heute ist für ihn wahrscheinlich zum ersten Mal wieder ein einigermaßen guter Tag.

Möglich war die Verhaftung wohl nur deshalb, da einer der Zeugen den Namen einer der Frauen genannt hatte, mit welcher der Schläger auf dem Offenbacher Turm gewesen war. Möglicherweise war auch der Namen des Kindes, das anwesend war, Emely, dabei hilfreich. Jedenfalls erklärte der engagierte Kriminalbeamte Stefan Racic von der Kripo Offenbach: „Heute wurde der mutmaßliche Täter festgenommen. Ich bin sicher, die Angaben der Zeugen reichen nicht nur für die U-Haft sondern auch für eine Verurteilung.“

Der Tatverdächtige Sven R. sei mehrmals wegen Gewaltdelikten aufgefallen. Die Justiz wirft ihm vor, er sei  ein stadtbekannter brutaler Mann, der gerne auf andere Männer einprügelte, die bereits alkoholisiert waren, damit sie sich anschließend nicht mehr an ihn erinnern konnten. Gleichzeitig wirft der Fall aber auch erneut kein gutes Licht auf Offenbach. So hatte das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com geschrieben:

„Hessens fünftgrößter Ort Offenbach ist jene 120.000 Einwohner Stadt, in welcher schon einmal eine Unschuldige, die 22-Jährige Türkin Tugce Albayrak, zu Tode geprügelt worden ist…. Skandalös: Bis heute war von Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) im Fall des Offenbachers Mark Herbert nichts Großes zu hören – zumindest nichts, was man in der deutschen oder Offenbacher Öffentlichkeit besonders wahrgenommen hätte. Dabei wäre der Fall Mark Herbert durchaus ein Fall für Offenbachs SPD-Oberbürgermeister Horst Schneider: Immerhin decken nicht wenige Offenbacher einen hochkriminellen dubiosen Schläger und das seit langen quälenden drei Jahren.“

Es ist gut, wenn dieses Schauerstück aus Offenbach endlich ein juristisch gutes Ende findet. Doch sollte dabei nicht vergessen werden: Für Mark Herbert bedeutet die Begegnung mit Offenbachs brutalem Schläger lebenslang. Deshalb ist zu hoffen, dass die Justiz dieses in ihrem Gerichtsurteil berücksichtigt.



Kommentare (5)


Mani 31. Januar 2016 um 12:06

Ich vermute mal, dass das einer ist der sich die Opfer gezielt aussucht. Sprich Leute bei denen er sicher ist, oder zumindest sicher zu sein glaubt, dass er sie verprügeln kann. Und wenn die dazu noch alkoholisiert sind, sieht er vermutlich die Chance seine Asozialitäten auszuleben dieser Schmock.

Ich beweifle dass er sich mit dir anlegen würde, genauso wie mit vielen anderen. Dazu braucht es noch nicht mal die Erfahrung die du vorzuweisen hast. 😉

Antworten

charly 24. September 2015 um 23:34

ich hoffe das das Schlägerschwein vom Gericht die Höchststrafe bekommt.

Am besten wäre lebenslänglich,und zwar bis zum Tode.
Solch ein Mensch hat für mich alle Rechte verloren.

Am besten Einbuchten,Sschlüssel wegwerfen und sich gar nicht mehr darum kümmern.

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twobi 7. September 2015 um 14:37

Er soll sich auch glücklich schätzen, dass er nicht an mich geraten ist….
Hoffentlich kommt er nach dem Knast in eine ewige Sicherheitsverwahrung……

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Endlich! 4. September 2015 um 20:45

Antworten

Thomas Reinecke 5. September 2015 um 15:58

Schade, dass er nicht an mich gekommen ist. Ehemaliger Boxer, deutscher Vizemeister 1989, Ex- Türsteher, Weltmeisterbezwinger im Halbschwergewicht, Et cetera pp. Für mich gibt es nur ein Urteil für so ein Schwein. Lebenslang oder Todesstrafe. aber zumindest die Höchststrafe von 15 Jahren ohne Bewährung.

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