Skip to main content
Donnerstag, 04. Juni 2020

Osteuropa möchte keine Flüchtlingsquote / Amnesty über EU geschockt

Einige osteuropäische EU-Länder wehren sich gegen eine Flüchtlingsquote, sind also auch gegen statistisch zugeteilte Asylanten aus Clan-Kriegsländern wie Syrien, dem Irak, Pakistan oder Libyen.

Besonders gegen eine Flüchtlingsquote sind derzeit eher kleine Länder wie Lettland, Litauen und die Slowakei. Sie möchten nicht, dass nach einer bestimmten Formel auf alle 28 EU-Länder Flüchtlinge oder Asylanten in Europa verteilt werden. Die Bild-Zeitung zitiert in ihrer Donnerstagsausgabe die Außenminister von Lettland, Litauen und der Slowakei mit den Worten, man sehe nicht, dass solche Quoten das Grundproblem des Zustroms von Millionen Flüchtlingen nach Europa lösen könnten.

So sagte beispielsweise Miroslav Lajcak von der Slowakei: „Unsere bisherige Erfahrung zeigt, dass diese Menschen nicht in die Slowakei kommen und bleiben wollen.“

Das heißt nichts anderes, als dass Flüchtlinge angeblich lieber in als attraktiv geltende Länder wie Deutschland, Großbritannien oder Schweden wollten. Diese Länder versprächen mehr Sicherheit und Zukunftschancen. Auch der Außenminister von Litauen, Linas Linkevicius, erklärte in der Bild-Zeitung: „Pflicht-Quoten lösen nicht das Problem. Wir wollen denen helfen, die um ihr Leben fürchten und vor Krieg fliehen, aber nicht denen, die nur besser leben wollen.“

Derweil gibt es Ansinnen in der CDU-Bundestagsfraktion, den Flüchtlingen künftig gar kein Taschengeld mehr zu geben, sondern nur noch Gegenstände als Willkommensgeste. Damit wolle man verhindern, dass „Wohlstandsflüchtlinge“ das Gefühl hätten, Deutschland wäre das Paradies, wo man selbst Geld umsonst erhalten könne.

Während bislang von Amnesty Deutschland nicht sonderlich viel zur Flüchtlingskrise zu erfahren ist, erklärte das britische Pendant in einer Presseerklärung unter der Überschrift „Flüchtlingskrise: EU-Chefs versagen angesichts des größten Tests der Menschheit in Jahrzehnten“. So schreibt die britische Fraktion von Amnesty International:

„Es ist eine kollektive Antwort der EU auf den Anstieg der Flüchtlinge nach Europa notwendig. Wir sehen… Grenzverletzungen und… eine unfähige Krisenkoordination, eine abwesende Führung, die schockiert“. Weiter zitiert die Menschenrechtsorganisation Gauri van Gulik, den Deputy Director Europe bei Amnesty International:

„Europa als Ganzes steht vor seinem größten Test der Menschheit seit Jahrzehnten und bisher sind die europäischen Führer kläglich gescheitert. Die Krise ist nicht, dass die Menschen nach Europa kommen, die Krise ist, dass es in Europa eine völlig unzureichend Antwort darauf gibt. Unsere Botschaft an die europäischen Staats- und Regierungschefs ist klar und konsequent – die Staaten müssen ihren internationalen Verpflichtungen gegenüber denen, die es brauchen, die Schutz brauchen, nachkommen.“ Außerdem sagte van Gulik:

„Keine Zäune und Stacheldraht mehr. Kein Tränengas und Blendgranaten. Keine Zwinger, in welchen Flüchtlinge einpfercht und unter höllischen Bedingungen auf gefährlichen Reisen sterben.“

Amnesty erklärte, man sei mit Forschungsteams auf der Erde unterwegs und beobachte derzeit besonders die Situation in Ungarn und auf der griechischen Insel Kos. Zudem verfüge man über Experten mit fundiertem Wissen über das, was die Krise antreibe, in Brüssel oder London.



Kommentare (1)


juergen 20. September 2015 um 10:28

Alle EU Lander profitieren aus zugohorigkeit an EU, aber sie mussen auch ihre Pflichten erfuhlen, und in Nachteilen teilnehmen.
ZB milionen Polen nur seit Jahr 2004, hat Arbeitsplatze in WestEuropa Lander besetzt und Sozialleistungen ausgenutzt. Auch in kleinerem Ausmas Tscheche, Slovake, Ungarer.
Fur ZB Polen soll Zugang zu EU Arbeitsmarkt beschrenkt werden,wegen negative Verhaltnis zuKriegsfluchtlinge aus Nahosten und Afrika.
Polen schickt milionem eigene Burger nach West Europa, und exploatiert europaische Arbeitsmarkt, obwohl in Polen kein Krieg gibt, will aber nichts tun fur Kriegsfluchtlinge Opfer.
Davon ist polnische Verhaltnis zu Europa allgemmein bekant, nicht nur in Europa.
Polen als Land, tut nichts fur Kriegsflichtlinge, aber auch nichts fur eigene Burger. Beweise?bitte………wiviele milionen wirtschaftliche Migrantem aus Polen, gibt es nur in England, Holland,Irland,Deutschland, usw.Das ist skandalios, war machen die osteuropaische Lander.Das muss geendert werden, und so schnel wie moglich.

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 03. April 2020

Ältester Überlebender

104-jähriger Weltkriegsveteran erholt sich von Corona COVID-19

Ein Licht in so dunklen Zeiten und natürlich aus dem Land der unendlichen Möglichkeiten nach oben wie nach unten: Aus den USA. Mehrere US-Medien berichten, wonach ein U.S.-Amerikaner aus dem U.S.-Bundesstaat Oregon nun seinen 104. Geburtstag gefeiert habe – mit Mundschutz natürlich. Zuvor sei er aber an Corona erkrankt, also COVID-19. Davon habe sich der rüstige Rentner, der in einem […]

Montag, 30. März 2020

Vom Wahnsinn & Co

Gewinner Coronakrise: Ganz klar China, der Westen durchgeht Katharsis

Kommentar – Die Corona-Krise im Westen wird wahrscheinlich Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz kosten und Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Unternehmen, darunter viele Einzelunternehmen, Mittelständler oder Konzerne in den Konkurs treiben. Doch es gibt auch Gewinner der Krise: Käufer billiger Aktien und billiger Bitcoins beispielsweise oder Besitzer von Immobilien, welche die Nerven behalten. Ein großer Gewinner dürfte ebenso China sein, möglicherweise zudem […]

Samstag, 14. März 2020

Grenzgänger & Sonstige

Wie irre ist Jens Spahn? Er will halbe Millionen Deutsche in Schweiz in Quarantäne schicken

Kommentar: Wie irre ist Jens Spahn? Bislang ist Deutschlands Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) in der Corona-Krise nicht durch allzu viele sinnvolle Aktionen aufgefallen. An den Flughäfen gibt es kein kostenloses Desinfektionsmittel, auch keine Infostände. Selbst Argentinien hat das. Nicht so in Deutschland: Hier durfte die Lufthansa noch bis Mitte Februar 2020 Tausende Menschen von China nach Deutschland fliegen und zurück. Einflugsperren […]

Samstag, 14. März 2020

Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März: So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Translate »