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Sonntag, 26. Januar 2020

Musiklegende Prince im Aufzug mit 57 gestorben – Weltweite Trauer

Prince auf seiner aktuellen Purple-Rain-Tour.

Eine der größten Musiklegenden der vergangenen 50 Jahre, der amerikanische Sänger und Komponist Prince, ist mit 57 Jahren gestorben. Scheinbar starb er auf seinem Tonstudio-Anwesen Paisley-Park-Residenz in Chanhassen, Minessota.

Angeblich sei er bereits vor einer Woche mit einer Grippe in ein Krankenhaus eingeliefert worden, heißt es, habe dann aber wieder performt. Seine berühmtesten Alben waren „Purple Rain“, sowie „1999“. Er hatte über 30 Grammy-Nominationen bekommen.

Vor der Einlieferung in das Krankenhaus vergangene Woche war sein Privatjet im US-Bundesstaat Illinois zwischengelandet, da er sich angeblich schon zum Start der Maschine sehr schlecht gefühlt habe, schreibt das Magazin „People“.

Weiter heißt es, Prince Zustand habe sich bereits nach dem Start des Jets sehr schlecht gefühlt. Allerdings war er, hieß es auf CNN, nur drei Stunden im Krankenhaus. Er sei dann entlassen worden und sei noch vor wenigen Tagen auf dem Fahrrad unterwegs gewesen. Sprich: Der Tod durch die Grippe wird derzeit ausgeschlossen.

Nicht bekannt ist, ob Prince ein schwaches Immunsystem gehabt hat, ob er Medikamente nahm.

Auf Twitter schreiben zahlreiche Weltstars ihre Trauerbekundungen. So schrieb beispielsweise Katy Perry: „Die Welt verliert einen großartigen Künstler“. La Toya Jackson schreibt auf Twitter: „Was für ein großartiges Talent hat uns verlassen.“ Gegenüber CNN sagte sie zudem am telefon, dass es ein „sehr, sehr trauriker Tag“ sei. Sie sei „am Boden zerstört“. Prince sei ein „sehr enger Freund der Familie“ gewesen.

Gegenüber der US-Talk-Legende Larry King sagte Prince vor 16 Jahren, 1999, in einem Interview auf CNN, dass Musik direkt ins Herz gehen müsse. Alle Musik müsse inspirieren, weshalb es so wichtig sei, dass man als Musiker seine Gaben fließen lasse.

Seine größten Welterfolge feierte Prince in den 1980er Jahren, wo er auch in Deutschland unzählige Nummer-Eins-Hits hatte. In den 80er Jahren war er fast auf einer Ebene mit Michael Jackson und Madonna zu sehen. Prince galt als Pazifist, der sich immer wieder aktiv gegen Kriege ausgesprochen hat.

Auf CNN war Donnerstagabend zu hören, die Todesursache bei Prince sei nach wie vor nicht klar. Vielmehr bestehe große Verunsicherung, wie es soweit kommen konnte, dass Prince im Krankenhaus offensichtlich um sein Leben seit Tagen kämpfte und niemand in der Welt davon etwas mitbekommen hatte.

Der erste Manager, von Prince, Owen Husney, sagte gegenüber CNN Donnerstagabend, er habe Prince 1976 kennengelernt, als dieser 18 Jahre alt gewesen sei. Damals habe Husney ein Studio gehabt und Prinice habe ihn gefragt, ob er in dem Studio Musik aufnehmen könne. Das sei der Beginn dieser einmaligen Weltkarriere gewesen, da er sofort gemerkt habe, wie überaus talentiert Prince gewesen sei.

Mittlerweile heißt es, Prince sei nicht im Krankenhaus gestorben, sondern direkt auf seinem Anwesen. So zitiert die Nachrichtenagentur dpa die Sprecherin von Prince, Yvette Noel-Schure: „Ich bestätige in tiefer Trauer, dass der legendäre Kultstar Prince Rogers Nelson an diesem Morgen in seiner Paisley-Park-Residenz gestorben ist.“ Bei Paisley-Park handelt es sich um ein Tonstudio bei Minneapolis.

Update: Prince sei gegen kurz vor 10 Uhr Donnerstagmorgen (US-Zeit) in einem Aufzug seines Studios alleine tot aufgefunden worden, heißt es um 21:31 Uhr auf CNN. Möglicherweise sei er im Aufzug kollabiert. Doch noch sei die Todesursache Spekulation. Paisley-Park ist zwar ein Tonstudio, doch heißt es auch immer wieder, es sei auch sein Zuhause gewesen.

Nicht bekannt ist, ob er neben dem Tonstudio-Komplex noch ein anderes Zuhause hatte, da dieses Tonstudio von außen eher wie ein Industriekomplex aussieht. Der Industriekomplex wirkt genauso abweisend und kühl, wie es letztlich auch Prince über all die Jahre seiner Karriere ein Stück weit war. Letztlich wissen wir fast Null über sein Privatleben und den Menschen Prince.

Dazu passt auch, dass es von Prince wohl noch nicht einmal eine offizielle Webseite gibt. Wir konnten lediglich seinen ebenfalls recht anonym gestalteten Twitter-Account finden.

Update 22:02: Laut CNN habe nun auch US-Präsident Barack Obama mitteilen lassen, wie sehr auch er Prince vermisse. Er sei ein absolut vielfältiger Ausnahmemusiker gewesen.

22:07: Van Jones, ein Freund von Prince, sagte auf CNN, Prince habe ein sehr großes Herz gehabt, der sich in zahlreichen Charity-Projekten engagiert habe, ohne dass er daraus jemals großes Aufsehen gemacht habe. Prince sei, wenn man ihn gebraucht habe, immer da gewesen. Außerdem habe Prince eine großartige Form des Humor gehabt und sei oft sehr lustig gewesen.



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