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Montag, 25. März 2019

Muslime in Sachsen: Landtagsabgeordneter Ronald Pohle, CDU, kritisiert Frauenbild

Bei Verschleierung muss man unterscheiden zwischen Vollverschleierung, wo auch das Gesicht nicht mehr zu sehen ist, und Teilverschleierung. In den meisten muslimischen Ländern ist die Teilverschleierung üblich.

In Sachsen ist ein Streit über die Rolle der Frau in modernen Gesellschaften ausgebrochen. Während sich Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) für eine liberale Einstellung gegenüber auch verschleierten Frauen einsetzt, kritisiert beispielsweise Ronald Pohle, Landtagsabgeordneter der CDU in Sachsen aus dem Wahlkreis Leipzig, diese Sichtweise.

So antwortete Pohle auf einen Artikel von Petra Köpping in der Leipziger Volkszeitung (LVZ):  Sachsens Ministerin für Gleichstellung und Integration müsse sich „über die kulturellen Probleme“, welche das Frauenbild des Islam „in unsere Gesellschaft“ trage, bewusst sein. Köppings Wahlkreis ist, wie im Falle von Pohle, in Leipzig. Des weiteren kritisiert Pohle:

„Die Burka dient scheinbar dazu die Würde und Achtung der Frau zu schützen. Meines Erachtens jedoch unterdrückt sie die freie Entfaltung der Frau – sie bedeutet keine kulturelle Bereicherung, sondern einen sozialen Rückschritt für unsere Gemeinschaft. Es sollte weniger die Opferrolle des Islams bedient werden – vielmehr sollte ein Diskurs über die Anerkennung der Rechte der Frauen im Islam angestoßen werden.“

Sachsens CDU-Landtagsabgeordneter Ronald Pohle sagte weiter, wonach „diese Form des Islam nicht zu Sachsen“ gehöre, nicht „in eine aufgeklärte Gesellschaft“. Man brauche in Deutschland nicht nach Gemeinsamkeiten mit dem Islam suchen und dabei eigene Werte verbiegen:

„Wir brauchen vor allem die Solidarität der muslimischen Glaubensgemeinschaft uns gegenüber, keinen Appell an Toleranz, wenn sich unter dem Deckmantel vermeintlicher Religionsfreiheit Frauen ‚freiwillig‘ verhüllen, um sich als ‚Ehre ihrer Männer‘ sichtbar zu machen.“

Pohle ist überzeugt, wonach erfolgreiche Integration immer die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung voraussetze. Dies könne er „in unserem freiheitlich demokratisch geprägten Wertesystem weder im Tragen der Burka noch des Niqab erkennen und akzeptieren.

Frauen müssten selbstbestimmt, fortschrittlich und gleichberechtigt am kulturellen und sozialen Leben teilhaben können, ebenso sich im Arbeitsleben verwirklichen können:

„Eine mit Burka bekleidete Frau kann weder an unserem kulturell-sozialen Leben noch am Arbeitsalltag teilnehmen. Meiner Meinung nach geht es nicht, wie von Herrn Khaldun Al Saadi, Vertreter des Zentralrates der Muslime in Sachsen, gefordert, um die Gleichstellung einer Religionsgemeinschaft, sondern um die Gleichberechtigung der Frau in dieser Glaubensgemeinschaft. Al Saadi sollte nicht nur Forderungen stellen, sondern sich dem Diskurs über das Frauenbild des Islams öffnen.“



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