Skip to main content
Dienstag, 19. Februar 2019

Fünf Polizisten von Schwarzen hinterhältig in Dallas erschossen / Massaker an Polizei geplant / Kritiker werfen Obama vor Konflikt anzuheizen

Der Polizeichef von Dallas während einer Pressekonferenz zu dem Massaker an der Polizei.

Während einer Demonstration am 7. Juli gegen Rassismus in Dallas, die unter dem Motto „Black Leben Matters“ stand, haben zwei schwarze Scharfschützen hinterhältig in einem Terrorakt vier weiße Polizisten erschossen. Dem waren massive Angriffe von US-Präsident Barack Obama gegen die weiße Polizei in den USA vorausgegangen. Kritiker sagen, damit habe Obama die jetzigen Täter wesentlich angestachelt.

Neben den vier erschossenen Polizisten wurden sieben weitere durch die von den Scharfschützen abgefeuerten Schüsse zum Teil schwer verletzt.

Die Scharfschützen wollten offensichtlich den Tod von zwei Schwarzen, welche von Polizisten nach einer Kontrolle erschossen worden waren, rächen. Beide Schwarze waren offiziell bestätigt in kriminelle Handlungen involviert.

Der Polizeichef von Dallas, David Brown, der selber ein Farbiger ist, sagte in einer Erklärung , dass zwei Heckenschützen das Feuer auf die Beamten eröffnet hatten. Ein Mann, ein Schwarzer, habe sich nach einer öffentlichen Fahndung auf Twitter gestellt. Ein weiterer, muskulös aussehender Schwarzer, ist auf der Flucht.

Verhaftet wurde auch eine schwarze Frau, die bei ihrer Festnahme gesagt haben soll, „der letzte Tag“ würde „für die Polizei“ kommen. Man werde weitere Massaker an der Polizei in den USA verüben.

Für Unruhe sorgt zudem, dass in der Nähe der Demonstration ein verdächtiges Päckchen gefunden worden sei, in welchem eine Bombe vermutet wird.

Für Diskussionen sorgen auch Äußerungen von US-Präsident Barack Obama (Demokraten), der kürzlich die Polizei in den USA angriff mit den Worten, sie würde systematisch Schwarze umbringen. Kritiker monierten, dies sei viel zu pauschal und habe jetzt auch die schwarzen Scharfschützen angestachelt, die Polizei in den USA abschlachten zu dürfen. Das bedeutet: Obama heize den Konflikt vorsätzlich an und gebe die Polizei zum Abschuss frei.

Barack Obama hatte von „einem ernsten Problem“ gesprochen. Die Spannungen in Teilen der amerikanischen Bevölkerung seien offensichtlich. Der Tod von zwei Schwarzen und kurz darauf von vier weißen Polizisten zeige die Probleme klar. Zugleich erklärte Obama, man habe „Respekt für einen Großteil der Polizisten“, die „ihr Leben für unsere Sicherheit aufs Spiel“ setzten.

Die Schüsse auf die beiden von Polizisten getöteten Schwarzen seien „keine Einzelfälle“. Vielmehr seien sie „symptomatisch für die größten Herausforderungen in unserem Justizsystem, rassistische Unterschiede, die im System von Jahr zu Jahr durch Mangel an Vertrauen in die Sicherheitskräften“ stehen würden.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]