Skip to main content
Dienstag, 23. April 2019

Fünf Polizisten von Schwarzen hinterhältig in Dallas erschossen / Massaker an Polizei geplant / Kritiker werfen Obama vor Konflikt anzuheizen

Der Polizeichef von Dallas während einer Pressekonferenz zu dem Massaker an der Polizei.

Während einer Demonstration am 7. Juli gegen Rassismus in Dallas, die unter dem Motto „Black Leben Matters“ stand, haben zwei schwarze Scharfschützen hinterhältig in einem Terrorakt vier weiße Polizisten erschossen. Dem waren massive Angriffe von US-Präsident Barack Obama gegen die weiße Polizei in den USA vorausgegangen. Kritiker sagen, damit habe Obama die jetzigen Täter wesentlich angestachelt.

Neben den vier erschossenen Polizisten wurden sieben weitere durch die von den Scharfschützen abgefeuerten Schüsse zum Teil schwer verletzt.

Die Scharfschützen wollten offensichtlich den Tod von zwei Schwarzen, welche von Polizisten nach einer Kontrolle erschossen worden waren, rächen. Beide Schwarze waren offiziell bestätigt in kriminelle Handlungen involviert.

Der Polizeichef von Dallas, David Brown, der selber ein Farbiger ist, sagte in einer Erklärung , dass zwei Heckenschützen das Feuer auf die Beamten eröffnet hatten. Ein Mann, ein Schwarzer, habe sich nach einer öffentlichen Fahndung auf Twitter gestellt. Ein weiterer, muskulös aussehender Schwarzer, ist auf der Flucht.

Verhaftet wurde auch eine schwarze Frau, die bei ihrer Festnahme gesagt haben soll, „der letzte Tag“ würde „für die Polizei“ kommen. Man werde weitere Massaker an der Polizei in den USA verüben.

Für Unruhe sorgt zudem, dass in der Nähe der Demonstration ein verdächtiges Päckchen gefunden worden sei, in welchem eine Bombe vermutet wird.

Für Diskussionen sorgen auch Äußerungen von US-Präsident Barack Obama (Demokraten), der kürzlich die Polizei in den USA angriff mit den Worten, sie würde systematisch Schwarze umbringen. Kritiker monierten, dies sei viel zu pauschal und habe jetzt auch die schwarzen Scharfschützen angestachelt, die Polizei in den USA abschlachten zu dürfen. Das bedeutet: Obama heize den Konflikt vorsätzlich an und gebe die Polizei zum Abschuss frei.

Barack Obama hatte von „einem ernsten Problem“ gesprochen. Die Spannungen in Teilen der amerikanischen Bevölkerung seien offensichtlich. Der Tod von zwei Schwarzen und kurz darauf von vier weißen Polizisten zeige die Probleme klar. Zugleich erklärte Obama, man habe „Respekt für einen Großteil der Polizisten“, die „ihr Leben für unsere Sicherheit aufs Spiel“ setzten.

Die Schüsse auf die beiden von Polizisten getöteten Schwarzen seien „keine Einzelfälle“. Vielmehr seien sie „symptomatisch für die größten Herausforderungen in unserem Justizsystem, rassistische Unterschiede, die im System von Jahr zu Jahr durch Mangel an Vertrauen in die Sicherheitskräften“ stehen würden.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]