Skip to main content
Montag, 17. Dezember 2018

Nach 30.000 Toten in Libyen bringt westliches Kriegsbündnis nun 26 pakistanische Soldaten um

In Libyen brachte die NATO in den vergangenen Monaten nach Schätzungen mindestens 30.000 Soldaten und Zivilisten durch Tausende Bombenschläge um und verkrüppelte gut 2000 junge Soldaten. Hinzu kommt  die durch die NATO ermöglichte Ermordung des langjährigen libyschen Diktators Muhammed al Gaddafi, 70: Mehrere Berichte besagen, die NATO habe in der umkämpften Geburtsstadt Gaddafis, Sirte, den auf der Flucht befindlichen Autokonvoi des Ex-Diktators vor einigen Wochen durch Bombenangriffe gestoppt und an der Flucht gehindert.

Damit habe die NATO Gaddafi in die Hände des Terror-Mobs der neuen libyschen Führung getrieben, der entgegen des internationalen Kriegsrechts, Gaddafi an Ort und Stelle umgebracht hat – unter anderem durch ein Messer, das ihm in den After geschoben wurde sowie eine halbseitige Skalpierung. Auf der Internetplattform YouTube gibt es zahlreiche Videodokumente der Tat.

Wer jedoch dachte, mit dem Libyen-Krieg der NATO sei erst  einmal Ruhe an der NATO-Kriegsfront, irrt. Denn jetzt schlug die NATO, welche maßgeblich auch von Deutschland finanziert wird, wieder zu: Bei einem „Zwischenfall“ bombardierte sie im Grenzgebiet zu Pakistan während eines Afghanistan-„Einsatzes“ nicht nur die islamischen erzkonservativen Taliban, sondern „aus Versehen“ auch pakistanische Soldaten.

Insgesamt kamen dabei 26 Soldaten ums Leben. Das gilt als schwerster Zwischenfall in Pakistan seit der Tötung Osama Bin Ladens durch U.S-Killerkommandos. Der Chef des islamischen Terrornetzwerkes Al Quaida war vor einigen Monaten in Pakistan von einem geheimen militärischen U.S.-Kommando, das mittels Hubschraubern in Pakistan illegal eingeflogen war, getötet worden. Die vorsätzliche Tötung bin Ladens auf pakistanischem Boden hatte dort zu massiven Protesten gegen die USA geführt, da die Souveränität des Landes durch die USA erheblich missachtet worden war.

Die Tötung Bin Ladens hatten U.S-Präsidenten Barack Obama sowie seine Außenministerin Hillary Clinton angeordnet Sie sind beide Mitglieder der Parte der „Demokraten“ und hatten die Liquidierung des Terror-Chefs live am Bildschirm verfolgt. Die jetzt durch die NATO durchgeführte „versehentliche“ Tötung von 26 pakistanischen Soldaten sorgt für weitere massive Störungen zwischen der pakistanischen Regierung und dem Westen. Sie zeigt einmal mehr, wie selbstherrlich und verantwortungslos Teile der NATO mittlerweile Krieg führen. Hätte Pakistan „aus Versehen“ 26 NATO-Soldaten getötet – es wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer vom Westen initiierten „internationalen Krise“ gekommen, an deren Ende Experten sogar ein Krieg gegen Pakistan nicht ausgeschlossen hätten.

Derweil zitiert spiegel-online einen angeblich „ranghohen pakistanischen Offizier“ mit den Worten, es sei „absolut inakzeptabel, dass fremde Kräfte – egal ob die NATO oder andere – Angriffe auf pakistanischem Territorium“ führten. Der Vorfall werde „so oder so ernste Konsequenzen“ vor allem für die Beziehungen zu den USA haben. Die USA sind maßgebendes Mitglied des westlichen Kriegsbündnisses NATO. Ursprünglich war es zur Verteidigung der Freiheit und des Friedens von Europa gegründet worden. Doch seit einigen Jahren wird die NATO immer stärker zu einem aktiven Kriegsbündnis umgebaut das weltweit Einsätze tätigt.

Eigentlich soll die NATO derzeit in Afghanistan vor allem die terroristischen Aktionen der Taliban stoppen und dem Schutze der Zivilbevölkerung, aber auch der staatlichen Institutionen, dienen. Pakistan gehört, wie viele Länder in Afrika oder dem Nahen Osten, zu den ärmsten Ländern der Welt. Millionen Menschen verfügen immer noch über kein Auto und sind beispielsweise mit Eselfuhrwerken unterwegs – ähnlich wie in Ägypten oder Jordanien.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Dienstag, 30. Oktober 2018

Berlin

Historischer Rücktritt Kanzlerin Angela Merkel im Wortlaut

Es war ein historischer Moment einer Deutschen, die 13 Jahre lang Deutschland als Kanzlerin führte: Jener Montag der 29. Oktober 2018 als Dr. Angela Merkel in Berlin ihren Rückzug als Kanzlerin im Jahr 2021 bekannt gab. Und ihren Rücktritt als Vorsitzende der CDU. Merkel, die eine unglaubliche fast schon märchenhafte Karriere hinlegte, möchte nicht mehr. Aufgewachsen ist sie in der […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]