Skip to main content
Dienstag, 23. Juli 2019

Nach 30.000 Toten in Libyen bringt westliches Kriegsbündnis nun 26 pakistanische Soldaten um

In Libyen brachte die NATO in den vergangenen Monaten nach Schätzungen mindestens 30.000 Soldaten und Zivilisten durch Tausende Bombenschläge um und verkrüppelte gut 2000 junge Soldaten. Hinzu kommt  die durch die NATO ermöglichte Ermordung des langjährigen libyschen Diktators Muhammed al Gaddafi, 70: Mehrere Berichte besagen, die NATO habe in der umkämpften Geburtsstadt Gaddafis, Sirte, den auf der Flucht befindlichen Autokonvoi des Ex-Diktators vor einigen Wochen durch Bombenangriffe gestoppt und an der Flucht gehindert.

Damit habe die NATO Gaddafi in die Hände des Terror-Mobs der neuen libyschen Führung getrieben, der entgegen des internationalen Kriegsrechts, Gaddafi an Ort und Stelle umgebracht hat – unter anderem durch ein Messer, das ihm in den After geschoben wurde sowie eine halbseitige Skalpierung. Auf der Internetplattform YouTube gibt es zahlreiche Videodokumente der Tat.

Wer jedoch dachte, mit dem Libyen-Krieg der NATO sei erst  einmal Ruhe an der NATO-Kriegsfront, irrt. Denn jetzt schlug die NATO, welche maßgeblich auch von Deutschland finanziert wird, wieder zu: Bei einem „Zwischenfall“ bombardierte sie im Grenzgebiet zu Pakistan während eines Afghanistan-„Einsatzes“ nicht nur die islamischen erzkonservativen Taliban, sondern „aus Versehen“ auch pakistanische Soldaten.

Insgesamt kamen dabei 26 Soldaten ums Leben. Das gilt als schwerster Zwischenfall in Pakistan seit der Tötung Osama Bin Ladens durch U.S-Killerkommandos. Der Chef des islamischen Terrornetzwerkes Al Quaida war vor einigen Monaten in Pakistan von einem geheimen militärischen U.S.-Kommando, das mittels Hubschraubern in Pakistan illegal eingeflogen war, getötet worden. Die vorsätzliche Tötung bin Ladens auf pakistanischem Boden hatte dort zu massiven Protesten gegen die USA geführt, da die Souveränität des Landes durch die USA erheblich missachtet worden war.

Die Tötung Bin Ladens hatten U.S-Präsidenten Barack Obama sowie seine Außenministerin Hillary Clinton angeordnet Sie sind beide Mitglieder der Parte der „Demokraten“ und hatten die Liquidierung des Terror-Chefs live am Bildschirm verfolgt. Die jetzt durch die NATO durchgeführte „versehentliche“ Tötung von 26 pakistanischen Soldaten sorgt für weitere massive Störungen zwischen der pakistanischen Regierung und dem Westen. Sie zeigt einmal mehr, wie selbstherrlich und verantwortungslos Teile der NATO mittlerweile Krieg führen. Hätte Pakistan „aus Versehen“ 26 NATO-Soldaten getötet – es wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer vom Westen initiierten „internationalen Krise“ gekommen, an deren Ende Experten sogar ein Krieg gegen Pakistan nicht ausgeschlossen hätten.

Derweil zitiert spiegel-online einen angeblich „ranghohen pakistanischen Offizier“ mit den Worten, es sei „absolut inakzeptabel, dass fremde Kräfte – egal ob die NATO oder andere – Angriffe auf pakistanischem Territorium“ führten. Der Vorfall werde „so oder so ernste Konsequenzen“ vor allem für die Beziehungen zu den USA haben. Die USA sind maßgebendes Mitglied des westlichen Kriegsbündnisses NATO. Ursprünglich war es zur Verteidigung der Freiheit und des Friedens von Europa gegründet worden. Doch seit einigen Jahren wird die NATO immer stärker zu einem aktiven Kriegsbündnis umgebaut das weltweit Einsätze tätigt.

Eigentlich soll die NATO derzeit in Afghanistan vor allem die terroristischen Aktionen der Taliban stoppen und dem Schutze der Zivilbevölkerung, aber auch der staatlichen Institutionen, dienen. Pakistan gehört, wie viele Länder in Afrika oder dem Nahen Osten, zu den ärmsten Ländern der Welt. Millionen Menschen verfügen immer noch über kein Auto und sind beispielsweise mit Eselfuhrwerken unterwegs – ähnlich wie in Ägypten oder Jordanien.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]

Donnerstag, 06. Juni 2019

D-Day

Winston Churchills Buch The Second World War: Zwischen Wahrheit und verdrehten News oder warum der Brexit so gefährlich ist

In der Normandie, im Norden Frankreichs, kamen am Donnerstagvormittag den 6. Juni 2019 Hunderte geladene Besucher gemeinsam mit rund 10 britischen Veteranen zusammen. Man gedachte den schrecklichen Ereignissen am 6. Juni 1944, die man damals als „Operation Neptune“ oder auch „Operation Overlord“ bezeichnete. Damals, vor 75 Jahren, waren an einem einzigen Tag weit über 100.000 Soldaten in einem brutalen Krieg […]

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Mittwoch, 01. Mai 2019

Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz will am 19. Mai gegen Verschärfung des Waffenrechts entsprechend EU-Vorgaben stimmen

Auch wenn es in der EU zahlreiche Gegner von Waffen in privaten Händen gibt: In der Schweiz wollen am 19. Mai in einer Volksabstimmung zahlreiche Bürger nach wie vor für ihr Waffenrecht stimmen. Dabei gibt es aber hitzige Diskussionen ob das alte Waffenrecht erhalten bleiben soll oder ob es entsprechend des Schengener Euro-Abkommens überarbeitet, also verschärft werden soll. Die Anhänger […]

Sonntag, 28. April 2019

Todesfall UKE Hamburg + Wollte Ärztin Psychopharmaka mit Gewalt in den Mund stopfen lassen?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versinkt in einem Skandal. Wie die linksalternative Tageszeitung taz berichtet, habe sich ein unglaublicher Vorfall an der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ mit Todesfolge eines Patienten ereignet.[i] Für die psychiatrische Klinik des UKE verantwortlich wird auf der Homepage des UKE Klinikdirektor Univ-Prof. Dr. Jürgen Gallinat genannt.[ii] Der Arzt lässt sich auch auf der […]