Skip to main content
Dienstag, 23. April 2019

U.S.-Präsident Barack Obama würdigt Ende des Irak-Kriegs

kriegsberichterstattung-cut-war-irakkrieg-demonstrators

Der U.S.-Präsident Barack Obama würdigte in einer großen Zeremonie auf einem Stützpunkt der US-Streitkräfte das Ende des Irak-Krieges. Zwar musste Obama – bald zehn Jahre nach der U.S.-Invasion mit über 100.000 Toten im Jahr 2003 – eingestehen, dass es noch viel im Irak zu tun gebe bevor man wirklich von Frieden sprechen könne, dennoch seien die bisherigen Erfolge beachtlich.

Obama zeigte sich zuversichtlich, wenn am 31. Dezember 2011 die letzten U.S.-Soldaten den Irak verließen, dass man „eine stabile Nation“ hinter sich lasse. Nach der amerikanischen kriegerischen Invasion hatten die Amerikaner den langjährigen irakischen Diktator Saddam Hussein – ihren einstigen Günstling – festgenommen und später erhängen lassen.

Einen seltenen Einblick gewährte Obama darauf, wie jung viele der im Irak stationierten U.S.-Soldaten sind: Viele von ihnen seien,  sagte er, vor neun Jahren noch in der Grundschule gewesen.

Der Irak blickt auf Tausende Tote in den vergangenen Jahren zurück, die durch Selbstmordattentate, durch Sprengfallen oder Heckenschützen ums Leben kamen. Letztlich akzeptieren immer noch Zehntausende Iraker den Systemwechsel hin zu mehr Demokratie genauso wenig, wie die langjährige Besetzung durch die U.S.-Truppen.

Der Irak-Krieg war aber auch für Tausende U.S.-Soldaten nicht nur ein Erfolg sondern auch ein Trauma: Weit über 100 wurden verkrüppelt, 32.000 wurden verletzt, circa 4.500 U.S.-Soldaten kamen in den vergangenen Jahren im Irak ums Leben. Während die politische Fraktion der „Demokraten“ in den USA den Abzug aus dem Irak befürworten, kritisieren einige Vertreter der „Republikaner“ den Abzug. Unterm Strich dürften aber die weitaus meisten amerikanischen Familien froh sein, endlich ihre Söhne und Töchter wieder zu Hause begrüßen zu dürfen.

Der Irak-Krieg hat nach Schätzungen über 100 Mrd. € den Steuerzahlen in den USA gekostet. Und das in einem Land, in dem es immer noch nicht einmal eine staatlich garantierte Krankenversicherung für über 25 Mio. Menschen gibt. Nach Beobachtung vieler Kritiker fand die Invasion der Amerikaner in den Irak vor allem wegen der umfangreichen Öl-Reserven des Landes statt. Ähnlich waren nach Meinung von kriegsberichterstattung.com die Motive des westlichen Kriegsbündnisses NATO in Libyen zu invasieren und den mehr als 40 Jahre regierenden Machthaber Muhammed al Gaddafi umzubringen.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]