Castro begnadigt nach Papst-Besuch 2.900 Häftlinge

kuba-kriegsberichterstattung.com

Es ist Weihnachten und Millionen Menschen sitzen weltweit in Gefängnissen – Hunderttausende wissen häufig noch nicht einmal warum. In Kuba verkündete nun der 80-jährige Staatschef Raúl Castro, er begnadige 2.900 Häftlinge in diesen Tagen.
Raúl ist der Bruder des langjährigen Staatschefs und Revolutionsführers Fidel Castro. Die kubanische Regierung spricht von einer „humanitären und souveränen Geste“. Doch es wird nicht jeder eine Chance auf Begnadigung erhalten. Menschen die in Spionage-Affären verwickelt sind oder in Drogenhandel sollen keinesfalls frei kommen.

Schlecht steht es auch um alle Männer, die ihr 60. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Bevorzugt würden Kranke, Frauen und Jugendliche. Für alle gelte jedoch, dass das vorherige Strafregister weiß sei. Die Gefangenen kämen, so Cuba, aus 25 Ländern. Die Begnadigung stehe im Zusammenhang mit einem Besuch von Papst Benedikt XVI im März 2011 auf Kuba.

Gleichzeitig mit der Begnadigung gab Castros Regierung bekannt, die Reisebeschränkungen der Kubaner zu lockern. Wann steht jedoch noch nicht fest. Die Kubaner können in dem sozialistischen Land seit Jahrzehnten nicht reisen. Dennoch genießt Castro unter nicht wenigen jungen Kubanern hohes Ansehen.
Foto: © istockphoto/Niko Guido

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