Jetzt kommt CNN mal wieder mit der in Kriegszeiten üblichen Kriegs-Propaganda – dem Gerücht der angeblichen Massenvergewaltigungen von Soldaten an Frauen in Syrien. Das Gerücht von Vergewaltigungen zog schon im Libyen-Krieg sehr gut. Dass selbst Ärzte in den Rebellen-Hochburgen von Libyen das Gerücht als Unsinn titulierten, juckte die Reporter auf CNN genauso wenig, wie viele Journalisten in Tausenden anderer West-Medien.
Wie in Libyen, gibt es auch im Syrienkrieg keine Beweise für Massenvergewaltigungen der syrischen Soldaten. Warum auch? In Kriegszeiten scheint jedes Gerücht, das dem Feind schadet, ein gutes Gerücht zu sein. Man kann sowieso sicher sein, dass das von der ARD-Tagesschau über das ZDF heute Journal bis hin zur BBC oder CNN Redakteure aufgreifen – leider. Denn mit gutem Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Auch das ist ein Grund, warum immer mehr Bürger sich im Internet versuchen ein Bild über die Realität auch in Kriegszeiten zu verschaffen.
Kleiner Trost: Kriegspropaganda ist nichts Neues. Schon im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg gehörte die Kriegspropaganda zum Bestandteil des Krieges gegen den Feind. So warfen beispielsweise britische und amerikanische Flugzeuge Hunderttausende Flugzettel aus Flugzeugen ab, auf denen stand, das Dritte Reich habe kapituliert – obwohl das noch gar nicht der Fall war.
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