Deutschland und Frankreich möchten ihre Landes-Grenzen wieder schließen und stärker absichern, manche sagen auch abriegeln. Das jedoch nur für den Fall, wenn nicht endlich die europäischen EU-Staaten im Süden und Osten nicht stärker ihre Landesgrenzen – die gleichzeitig die Grenzen der EU markieren – besser als bislang vor illegalen Einwanderern schützen. Berlin und Paris fordern, die EU müsse sich wieder viel stärker als bislang vor illegalen armen Einanderern schützen. Manche sehen bereits eine neue Abschottungspolitik Europas. Das Schengener Abkommen steht also in seiner jetzigen Form auf der Kippe.

Schon im Libyen-Krieg, in dem die NATO nach Schätzungen rund 50.000 Menschen umgebracht hat, gelangten Tausende Flüchtlinge über Italien nach Europa. Deutschland und Frankreich wollten deshalb nun das Schengener Grenzabkommen neu überarbeiten – und zwar schon bald. Zumindest berichtet das die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen Brief des deutschen Innenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) und des französischen Innenministers Claude Guéant. Sie wollten zunächst „die Möglichkeit einer auf 30 Tage befristeten Wiedereinführung der Binnen-Grenzkontrollen“.

Gänzlich über den Vorschlag abstimmen, ob die Grenzen nach Deutschland und Frankreich wieder geschlossen werden, möchten die Innenminister beim nächsten EU-Innenminister-Treffen in Luxemburg. Frühestens wird es jedoch im Juni eine Entscheidung geben.

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