Skip to main content

Euro-Krise: S&P stuft Spanien herab

Beach scene. Playa de la Teresitas. Tenerife, Canaries

Die Euro-Krise wird immer dramatischer. Nun wurde auch noch Spanien von der Ratingagentur S&P dramatisch herabgestuft – auf nur noch BBB statt A. Dieses schlechte Bonitätsrating wird die Refinanzierung für Spanien durch Bonds erheblich teurer machen.

Mit dem neuen Rating gelten die Spanier nur noch als „befriedigend“ innerhalb des Vertrauensrasters der Finanzmärkte. Obendrein teilte S&P mit, der Ausblick sei negativ.

Die Ratingagentur sagte, mit der Herabstufung sie sehe erhebliche Risiken für Spaniens weiteres Wachstum. Man gehe sogar davon aus, dass der Europäische Rettungsschirm weiter ausgeweitet werden müssen und dass Spaniens Bankensektor, wie der einiger anderer südeuropäischer Staaten, geholfen werden müsse. Man gehe auch nicht, so S&P, davon aus, dass Spanien es schaffe, Millionen notwendiger neuer Jobs zu schaffen. In Spanien verfügt jeder vierte Jugendliche unter 25 Jahren über keinen Job.

Deutschland ist eines der letzten europäischen Länder, welches nach wie vor mit der Bonitätsnote AAA versehen ist. Deshalb kann sich Deutschland am Anleihenmarkt so günstig wie fast kein anderes Land mit Kredit versorgen. Das ist einer der Gründe, weshalb die SPD und die Grünen, sollten sie die nächste Bundestagswahl gewinnen, bereits angekündigt haben, Deutschlands nationale Bonds einstellen zu wollen und Eurobonds zu unterstützten.

Damit wolle man Deutschland höhere Zinslastungen bewusst zumuten, um den ärmeren Staaten der Europäischen Union zu helfen. Die CDU und FDP lehnen das kategorisch ab, wie auch die Wirtschaft. Das schade Deutschland massiv und werde wahrscheinlich mittelfristig Deutschlands große Unabhängigkeit im fiskalischen Bereich erheblich einschränken.

Derweil bemüht sich Spanien sein Sparziel von 27 Mrd. Euro. in diesem Jahr noch erreichen zu können. Damit möchte man in Spanien das Vetrauen der Finanzmärkte zurückerobern. Noch im Jahr 2008, mit dem Beginn der Finanzkrise, hatte Spanien ebenfalls das Top AAA-Rating. Dann platzte die spanische Immobilienblase und der Abstieg begann und hält bis heute an.

Gleichzeitig hatte Spanien aber scheinbar noch genug Geld, um den vom Westen gegen Libyen geführten Massenkrieg im Jahr 2011 innerhalb des westlichen Kriegsbündnisses NATO personell und technisch erheblich zu unterstützen. Nach Ansicht von Militärexperten dürfte Spanien alleine dieses „Engagement“ einige Hundert Millionen Euro gekostet haben. Fachleute, sowie am kriegerischen Umsturz des Gaddafi-Regimes beteiligte Gruppen in Libyen, gehen davon aus, dass die NATO in Libyen durch zehntausende abgeworfene Bomben mindestens 50.000 Menschen umgebracht haben dürfte. Offiziell hatte die NATO immer nur von der Eliminierung feindlicher militärischer Stellungen gesprochen. Von Toten war fast nie die Rede.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Vorwürfe

Abdullah Khalifa Al Marri: Dubai und Abu Dhabi sollen willkürlich Touristen oder Gastarbeiter wegen angeblichem Drogenhandel verhaften

Es ist der Nightmare von jedem Tourist oder Gastarbeiter: In einem entfernten Land verhaftet werden mit dem Vorwurf: Drogenbesitz oder Drogenhandel. So geschehen nun in Dubai. Das berichtet Lethu Nxumalo, Autor des mit 11 Millionen Lesern führende südafrikanische Nachrichtenportals „Independent Online“, kurz IOL. Demnach habe in Dubai ein Mitbewohner einer Wohngemeinschaft seinen südafrikanischen Mitbewohner, einen Gastarbeiter, bei der Polizei von […]

Sonntag, 29. November 2020

USA

Amnesty International weist Antisemitismus-Verunglimpfung der Trump-Regierung als absurd zurück

Kommentar – Jeder, der sich bei Amnesty International (AI) engagiert, wie auch einige unter uns, ist leider immer wieder mit Israel beschäftigt. Denn Israel besetzt seit Jahrzehnten völkerrechtlich illegal Land und Siedlungsgebiete, welche den Palästinensern gehören. Jetzt sieht sich Amnesty International genötigt, absurden Vorwürfen durch die US-Regierung, man sei angeblich antisemitisch, zurückzuweisen. Israel interniert seit Jahrzehnten Millionen Palästinenser, verhaftet oft […]

Mittwoch, 25. November 2020

Fußballstar

Argentinien verfügt drei Tage Staatstrauer um Maradona

Argentinien weint um seinen größten Weltstar: Das Fußballgenie Maradona starb am Mittwoch mit nur 60 Jahren. Die Fahnen hängen in ganz Argentinien auf Halbmast. Maradona ist eine der einflussreichsten argentinischen Persönlichkeiten in der Geschichte. Diego Armando Maradonas Tod wird mit einer Herzdekompensation angegeben. Die Staatstrauer gab Argentiniens Präsident Alberto Fernández am Mittwoch bekannt. Zuvor war bekannt geworden, dass mehrere Krankenwagen […]

Sonntag, 08. November 2020

457 Fälle in Texas

Wahlbetrug USA – “Trump hat mit Sicherheit Recht“, sagt Max Otte in Video

Nach einer jahrelangen Schlammschlacht der US-Partei der „Demokraten“ gegen die Partei der „Republikaner“ wurde nun offiziell der Demokraten-Kandidat Joe Biden zum nächsten Präsidenten der USA gekürt. Die Wahl ging für ihn denkbar eng aus. So waren nach bisherigem Stand 71 Millionen Stimmen für den amtierenden Präsidenten Donald Trump abgegeben worden. 76 Millionen Stimmen gingen für Joe Biden ein. Der 78-jährige […]

Sonntag, 18. Oktober 2020

Covid 19

Wir sind an der Seite der Corona Shutdown Gegner – Freiheit größer als das Virus

Kommentar – Die Schweizer sind nicht gerade für Rambazamba bekannt. Viele leben in ihrem lokalen Wohlstand. Die Altersvorsorge klappt mit dem Dreisäulenprinzip besser als in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten. Das Arbeitslosengeld ist in der Schweiz erheblich höher – maximal 400 Franken brutto pro Tag und bis zu maximal 21,7 Arbeitstage-Geldern pro Monat. Doch ein drohender zweiter Lockdown wegen Corona […]

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Streit

Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) wirft dubioser „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org falsche CCCZH Impressums-Angabe vor

Ein Vertreter des Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) weist falsche Impressums-Angaben der „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org zurück. In einer Mail an uns schreibt ein Clubvertreter: Für waldstattasphalt.blackblogs.org sei der CCCZH als Ganzes nicht verantwortlich. Impressumsangaben, die das bis vor kurzem behaupteten seien falsch. Laut watson.ch sei „Wald statt Asphalt“ eine „neue Protestwelle“ von Extinction Rebellion. Eine Protest-Organisation, die aus zahlreichen […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »