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Hohe Stromrechnungen: Hunderttausende können nicht mehr zahlen

Eine junge Frau mit Abrechnung der Heizkosten bei Heizung. Im Heizungskeller.

Die Energiepreise steigen und steigen und steigen. Für viele ist das zu viel. Jetzt teilte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, mit, dass Hunderttausende Deutsche ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen könnten.

Mascher warf der Bundesregierung vor, „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick zu haben“. Besonders Leute mit wenig Geld könnten die steigenden Strompreise nicht mehr abfedern. Der Sozialverband schätzt, dass rund 600.000 Haushalte ihre Stromrechnungen nicht mehr ausgleichen können.

Besonders die Energiewende und Zuwendung hin zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Pflanzen etc., kostet die Verbraucher jährlich Milliarden Euro mehr, als die bisherige Atomenergie. Allerdings haben immer noch rund 44 Prozent der Deutschen unnötig hohe Energiekosten, teilte unlängst das Strom- und Produktvergleichsportal preisvergleich.de mit. Demnach würden 44 Prozent der Deutschen immer noch im teuersten Basisstromtarif verweilen, da sie zu bequem seien, beispielsweise mittels Stromrechner, wie sie ihn Portale wie preisvergleich.de anbieten, sich in ihrer Region den günstigsten Stromanbieter herauszusuchen und entsprechend zu wechseln.

Jährlich würden die Deutschen rund 7 Mrd. Euro mehr für Strom bezahlen, als notwendig, so das Verbraucherportal preisvergleich.de. Alleine rund 800.000 Haushalte seien in Berlin von unnötig hohen Stromkosten betroffen, da sie immer noch im teuersten Basisstromtarif verweilten. Würden diese Haushalte in den günstigsten Stromtarif wechseln, könnten sie jährlich rund 322 Mio. Euro sparen.

EU treibt Energiepreise durch Sanktionen weiter nach oben

Doch Schuld an den hohen Energiekosten hat nicht nur die von der deutschen Bundesregierung aus CDU und FDP durchgeführte Energiewende und die damit verbundene Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke. Eine weitere wichtige Ursache für steigende Energiekosten, beispielsweise auch für Öl, liegt in den umfangreichen von der EU verhängten Embargos gegen wichtige Öl-Lieferstaaten. Hierzu gehörten vergangenes Jahr Libyen und in diesem Jahr der Iran und Syrien. Alle drei Länder sind unter den Top-20 der wichtigsten Öl-Lieferstaaten des Westen.

Die deutsche Bundesregierung unterstützt umfangreiche Ölsanktionen und Embargos gegen die betroffenen Staaten. Zwar wurde das Ölembargo gegen Libyen wieder aufgehoben, aber der Iran und Syrien sind nach wie vor davon betroffen. Deshalb spricht die deutsche Bundesregierung letztlich mit gespaltener Zunge, wenn sie immer nur die Ölkonzerne für die steigenden Ölkosten verantwortlich macht. Denn: Je weniger Öl auf dem Weltmarkt, desto höher die Preise. Es gilt das einfache betriebswirtschaftliche Angebots- und Nachfrageprinzip. Am meisten profitiert derzeit das Regime in Saudi-Arabien von den Öl-Embargos. Denn Saudi-Arabien kann seither sein Öl noch teurer auf den Weltmarkt schmeißen.

Besonders den EU-Politikern scheinen aber letztlich steigende Ölpreise herzlich egal zu sein. Ist ja auch kein Wunder: Verdient doch ein EU-Parlamentarier im Schnitt unter Berücksichtigung aller Zugaben jährlich rund 210.000 Euro brutto. So viel verdienen in Deutschland noch nicht einmal die meisten Geschäftsführer von Firmen.



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