Skip to main content

Politisches Erdbeben +++ Rechtspartei AfD erstmals im Bundestag +++

Die AfD bedient ein breites Spektrum an Parteienwerbung. Aber auch die AfD-Gegner sind kreativ. Doch nicht alles, was sich AfD nennt, ist die "Alternative für Deutschland". So kürzt eine Partei in Frankreich ihren Namen "Agence Française de Développement" ebenfalls mit AfD ab.

Erste ARD-Hochrechnungen ergeben, dass die rechtskonservative Partei Alternative für Deutschland (AfD) erstmals mit 13% bis 13,5% – eventuell auch mehr – in den Bundestag einziehen kann. Das bedeutet, dass die AfD mit gut 90 Parlamentariern im Deutschen Reichstag in Berlin sitzen wird. Das ist ein politisches Erdbeben. Auf CNN bemerkten internationale Kommentatoren nicht ganz ohne Sorgen:

Dies sei das erste Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945, dass eine streng rechtskonservative Partei, die nicht mehr davor zurückschreckt, von völkischer Politik zu reden, in Deutschlands höchstem Parlament erheblich vertreten ist. WWII sind über 60 Millionen Menschen zum Opfer gefallen.

Weitere erste Wahlvorhersagen sehen die CDU / CSU bei 32,5%, die Sozialdemokratische Partei (SPD) bei 20%, die Liberalen (FDP) bei 10,5%, das Bündnis90/Grüne bei 9,5% und Die Linke bei 9%.

Erste Analysten gehen davon aus, dass die AfD in zahlreichen Gegenden besonders in Ostdeutschland, aber auch Süddeutschland, deutlich über 20% erreichen werden.

Vor allem in Ostdeutschland sind viele HartzIV-Empfänger und sonstige Empfänger der Grundsicherung erheblich verärgert darüber, „dass sie teils miterleben mussten, dass Flüchtlinge in bessere Unterkünfte untergebracht wurden, als sie selber“. Dieser Meinung ist zumindest ein Dresdner Bürger.

Aber auch in den gutbürgerlichen westdeutschen Gegenden zeigen sich viele Bürger über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, sowie der Landesregierungen, verärgert. So wurden beispielsweise Kleingärtner in bester Lage in Stuttgart-Botnang enteignet, um auf teuerstem Grund und Boden ebenfalls neue Flüchtlingshäuser zu bauen.

Ein weiterer Grund, warum Hunderttausende Deutsche die AfD wählten, sei, dass „wir mit der einseitigen Beschuldigung der Deutschen am Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg nicht einverstanden sind. Diese These war von Anfang falsch und eine von den Siegermächten vorsätzlich in die Welt gesetzte Lüge, um uns Deutsche bis in alle Ewigkeit zu stigmatisieren“, beklagt ein Leipziger AfD-Anhänger gegenüber kriegsberichterstattung.com.

Vielmehr, führte er weiter aus, gebe „es viele Schuldige an diesen Weltkriegen“. Deshalb lasse man sich „nicht länger vorschreiben, wie wir Geschichte zu sehen haben – weder von den Amerikanern, noch unserer eigenen Regierung.“

In seiner ersten Ansprache nach der Wahl erklärte SPD-Kanzleramtskandidat Martin Schulz, die SPD werde in der neuen Legislaturperiode nicht mehr mit der Union auf Bundesebene zusammen regieren.

Vielmehr, so Schulz, wolle man nun eine starke Opposition im Reichstag in Berlin darstellen. Zudem freue man sich, dass man im Wahlkampf um das Bundeskanzleramt zahlreiche neue Parteimitglieder habe gewinnen können. Dies sei eine gute Ausgangsbasis für die nächsten vier Jahre.

Deutschlands alte wie neue Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, sagte wiederum in einer ersten Ansprache nach der Wahl freudestrahlend, dass sie der Union „ein wenig besseres Ergebnis“ gewünscht hätte. Dennoch freue sie sich aber sehr über das Wahlergebnis. Sicher sei, so Merkel weiter, dass gegen die CDU / CSU keine Regierung in Deutschland für die nächsten vier Jahre bis 2021 gebildet werden könne.

Sie bedanke sich, so Merkel, nicht nur bei den vielen Wählerinnen und Wählern für das erneute Vertrauen. Ihr Dank gelte auch beispielsweise der Jungen Union.

Sie sehe, führte Merkel weiter aus, den Wahlsieg nach 12 Jahren in der Bundesregierungs-Verantwortung alles andere als selbstverständlich an.

Die Wähler der AfD wolle man, erklärte Merkel weiter, zurückgewinnen. Das wolle man tun, indem man die Sorgen der AfD-Wähler aufnehme, ernst nehme, und versuche Lösungen anzubieten.

AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel sagte anlässlich des Wahlsieges der AfD: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“. Das schulde man den Wählern.

Auf CNN erklärte wiederum Carl Bildt, der ehemalige schwedische Premierminister, er sehe mit Sorge das Abschneiden der AfD vor allem in Ostdeutschland. Hier sei es nun offensichtlich, dass die AfD in vielen Regionen eine wichtigere Rolle spiele, als die alte Volkspartei SPD. Bildt fungiert derzeit als Co-Chair der European Council on Foreign Relations.

Update, So 21:34 Uhr:

Mittlerweile ist klar, dass in Ostdeutschland die AfD gut 21% der Stimmen erhalten hat. In Sachsen könnte die AfD stärker sein, als die CDU.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Vorwürfe

Abdullah Khalifa Al Marri: Dubai und Abu Dhabi sollen willkürlich Touristen oder Gastarbeiter wegen angeblichem Drogenhandel verhaften

Es ist der Nightmare von jedem Tourist oder Gastarbeiter: In einem entfernten Land verhaftet werden mit dem Vorwurf: Drogenbesitz oder Drogenhandel. So geschehen nun in Dubai. Das berichtet Lethu Nxumalo, Autor des mit 11 Millionen Lesern führende südafrikanische Nachrichtenportals „Independent Online“, kurz IOL. Demnach habe in Dubai ein Mitbewohner einer Wohngemeinschaft seinen südafrikanischen Mitbewohner, einen Gastarbeiter, bei der Polizei von […]

Sonntag, 29. November 2020

USA

Amnesty International weist Antisemitismus-Verunglimpfung der Trump-Regierung als absurd zurück

Kommentar – Jeder, der sich bei Amnesty International (AI) engagiert, wie auch einige unter uns, ist leider immer wieder mit Israel beschäftigt. Denn Israel besetzt seit Jahrzehnten völkerrechtlich illegal Land und Siedlungsgebiete, welche den Palästinensern gehören. Jetzt sieht sich Amnesty International genötigt, absurden Vorwürfen durch die US-Regierung, man sei angeblich antisemitisch, zurückzuweisen. Israel interniert seit Jahrzehnten Millionen Palästinenser, verhaftet oft […]

Mittwoch, 25. November 2020

Fußballstar

Argentinien verfügt drei Tage Staatstrauer um Maradona

Argentinien weint um seinen größten Weltstar: Das Fußballgenie Maradona starb am Mittwoch mit nur 60 Jahren. Die Fahnen hängen in ganz Argentinien auf Halbmast. Maradona ist eine der einflussreichsten argentinischen Persönlichkeiten in der Geschichte. Diego Armando Maradonas Tod wird mit einer Herzdekompensation angegeben. Die Staatstrauer gab Argentiniens Präsident Alberto Fernández am Mittwoch bekannt. Zuvor war bekannt geworden, dass mehrere Krankenwagen […]

Sonntag, 08. November 2020

457 Fälle in Texas

Wahlbetrug USA – “Trump hat mit Sicherheit Recht“, sagt Max Otte in Video

Nach einer jahrelangen Schlammschlacht der US-Partei der „Demokraten“ gegen die Partei der „Republikaner“ wurde nun offiziell der Demokraten-Kandidat Joe Biden zum nächsten Präsidenten der USA gekürt. Die Wahl ging für ihn denkbar eng aus. So waren nach bisherigem Stand 71 Millionen Stimmen für den amtierenden Präsidenten Donald Trump abgegeben worden. 76 Millionen Stimmen gingen für Joe Biden ein. Der 78-jährige […]

Sonntag, 18. Oktober 2020

Covid 19

Wir sind an der Seite der Corona Shutdown Gegner – Freiheit größer als das Virus

Kommentar – Die Schweizer sind nicht gerade für Rambazamba bekannt. Viele leben in ihrem lokalen Wohlstand. Die Altersvorsorge klappt mit dem Dreisäulenprinzip besser als in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten. Das Arbeitslosengeld ist in der Schweiz erheblich höher – maximal 400 Franken brutto pro Tag und bis zu maximal 21,7 Arbeitstage-Geldern pro Monat. Doch ein drohender zweiter Lockdown wegen Corona […]

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Streit

Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) wirft dubioser „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org falsche CCCZH Impressums-Angabe vor

Ein Vertreter des Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) weist falsche Impressums-Angaben der „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org zurück. In einer Mail an uns schreibt ein Clubvertreter: Für waldstattasphalt.blackblogs.org sei der CCCZH als Ganzes nicht verantwortlich. Impressumsangaben, die das bis vor kurzem behaupteten seien falsch. Laut watson.ch sei „Wald statt Asphalt“ eine „neue Protestwelle“ von Extinction Rebellion. Eine Protest-Organisation, die aus zahlreichen […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »