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Mittwoch, 16. Januar 2019

Maduro aus Venezuela nennt Trump nach dessen UN-Kritik ‚Hitler‘

Trotz der gewaltsamen Ausschreitungen von Militärs und Demonstranten: Venezuela ist ein schönes Land. Hier der Küstenort Puerto La Cruz. (Bild: pixabay.com / Venezuela Puerto La Cruz)

Seit Monaten gehen die Menschen in Venezuela gegen das sozialistische Regime auf die Straße und demonstrieren gegen den Wirtschaftskollaps.

Zwar ist Venezuelas Präsident Nicolas Maduro offiziell mit einer Mehrheit gewählt, doch zweifelt die Opposition an, dass die Wahlergebnisse mit rechten Dingen zustande kamen.

Auch deshalb hatte schon einmal US-Präsident Donald Trump (Republikaner) der Regierung in Venezuela mit einer militärischen Intervention gedroht, sollte Maduro seine Politik nicht ändern. Vor allem forderte Trump von Venezuela ein Ende des gewaltsamen Vorgehens von Polizei und Militär gegen Demonstranten.

Eine Mehrheit in den Anrainerstaaten Venezuelas konnte der US-Präsident aber für eine militärische Intervention gegen das Regime von Venezuela bislang nicht finden. Vielmehr verweigern die anderen Länder Lateinamerikas ein solches Vorgehen.

Dessen ungeachtet forderte Trump in seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung die in New York versammelten Weltführer am Dienstag auf, diese sollten helfen, „Demokratie und politische Freiheiten“ in Venezuela wiederherzustellen.

Zudem forderte er, wie gegen Nordkorea, weitere verschärfte Wirtschaftssanktionen gegen das ölreiche Land. Venezuela leidet schon heute, wie Russland, unter dem Fall des Ölpreises.

Die Kritik von Donald Trump kommentierte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro mit den Worten, der US-Präsident sei ein „neuer Hitler“ in der internationalen Politik. Zudem Beschuldigte er Donald Trump, der mächtigste Politiker der Welt habe ihm indirekt mit Ermordung gedroht, obwohl Trump dies nicht tat. (1)

Trump hatte vor der UNO unter anderem gesagt:

„Das venezolanische Volk verhungert und ihr Land ist zusammengebrochen, ihre demokratischen Institutionen werden zerstört, die Situation ist völlig unannehmbar und wir können nicht stehen und einfach nur zusehen.“ (1f)

Deshalb bitte er, so Trump, „jedes hier vertretene Land bereit zu sein mehr zu tun, um dieser ernsten wirklichen Krise zu begegnen“

(Video: Fußnote 2)

Maduro selber war der UN-Generalversammlung fern geblieben. In seiner wöchentlichen TV-Ansprache „Los Domingos con Maduro“ („Der Sonntag mit Maduro“) verteidigte er in Venezuelas Hauptstadt Caracas vergangenen Sonntag einmal mehr seine Politik mit den Worten:

„Niemand droht Venezuela und niemand besitzt Venezuela.“

Vor der UN wandte sich Trump zudem deutlich an die Diktatur Nordkoreas:

Sollte das Land, so Trump, die USA oder eines ihrer verbündeten Staaten angreifen, könne Nordkorea komplett zerstört und ausgelöscht werden. Das sei nicht nur das Ende des nordkoreanischen Regimes, sondern des ganzen Landes.

Einzelnachweise

(1f) „Maduro Calls Trump ‘Hitler’ After U.S. President Slams Venezuela at UN„, in: nbcnews.com vom 19.09.2017. Abgerufen am 20.09.2017.

(2) „Venezuela: Heftige Zusammenstöße als Demonstranten versuchen, staatlichen TV-Sender zu stürmen„, in: RT Deutschland auf YouTube vom 21.07.2017.



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